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Neukölln-Mittenwalder Eisenbahn (NME)

Die Neukölln-Mittenwalder Eisenbahn (NME) begann ihren Betrieb im Jahr 1900 als Rixdorf-Mittenwalder Eisenbahn (RME) mit eigenem Bahnhof direkt neben der ein Jahr zuvor eröffneten Ringbahn-Station Hermannstraße im damaligen Rixdorf.

Auf Initiative von Unternehmen, Landwirten und Grundbesitzern im damaligen Kreis Teltow, mit Unterstützung der Kreisregierung Teltow und der Stadtverwaltung Mittenwalde, wurde 1899 die Rixdorf-Mittenwalder Eisenbahn Aktiengesellschaft gegründet, mittels der die Eisenbahn Bau- und Betriebs-Gesellschaft Vering & Waechter die Kleinbahn Rixdorf-Mittenwalde verwirklichte und deren Verwaltung übernahm sowie einen Gewinnbeteiligungsvertrag vereinbarte. Die Firma Vering & Waechter wurde 1885 vom Königlich Preußischen Regierungsbaumeister Karl Waechter und dem Königlichen Commerzienrath zu Hannover Carl Vering gegründet. Carl Vering verstarb 1897 und die Familie schied aus dem Unternehmen aus. Das Unternehmen behielt wegen der hohen Reputation den Firmennamen bei. Die Firma Vering & Waechter baute bis zu 50 Neben- und Kleinbahnen und unterhielt mehrere Kiesgruben, Steinbrüche und Ziegelwerke. 1922 kaufte die Firma Vering & Waechter dem Kreis Teltow die Aktienmehrheit an der NME ab. 1952 ging das Unternehmen Vering & Waechter der Familie Waechter mit der NME in den Besitz der Schwiegersöhne Britze und Voss über und verlagerte ihre Tätigkeit in den Hochbaubereich mit Industriebauten, Hotels, Villen und Wohnsiedlungen. Heute sind beide Firmen im Besitz der Familie Britze.

Im Zuge der Umbennenung von Rixdorf zu Neukölln im Jahr 1912 wurde die Rixdorf-Mittenwalder Eisenbahn (RME) in den Folgejahren in Neukölln-Mittenwalder Eisenbahn (NME) umbenannt und besteht als solche bis heute fort.

Die ursprüngliche Strecke der Rixdorf-Mittenwalder Eisenbahn begann an einem eigenen Bahnsteig südlich neben der Ringbahn-Station Hermannstraße am Bahnhof Hermannstraße und endete im Bahnhof Mittenwalde (Nord) im Norden von Mittenwalde in der Mark Brandenburg. Darüber hinaus gab es ein Ausfallgleis zum Güterbahnhof Rixdorf und in Mittenwalde bis über die Berliner Chaussee. Eine gemeinsame Nutzung des Bahnhof Mittenwalde (Ost) der 1894 eröffneten Königs Wusterhausen-Mittenwalde-Töpchiner Kleinbahn (KMTE) lehnten die Gesellschafter der KMTE ab. 1903 verlängerte die NME ihre Strecke über den Nottekanal, am Bahnhof Mittenwalde Ost der KMTE vorbei, bis zum Schöneicher Plan. 1911 war die KMTE zu einer Vereinigung mit der RME bereit, allerdings wurde dieses Vorhaben vom Ministerium blockiert. 1923 kam es zur gemeinsamen Betriebsführung der NME und KMTE in der "Vereinigte Eisenbahn- und Betriebsgesellschaft" der Firma Vering & Waechter, nachdem Vering & Waechter die Aktienanteile der KMTE von deren Betreibergesellschaft "Eisenbahnbau- und Betriebsgesellschaft Becker & Co." übernommen hatte. 1931 wurde der Personenverkehr bis Schöneicher Plan aufgenommen und der Haltepunkt Mittenwalde Krankenhaus, der 350 Meter vom Bahnhof Mittenwalde Ost der KMTE entfernt war, in Betrieb genommen. Erst 1933 kam es zu einer Gleisverbindung zwischen der NME und der KMTE, infolgedessen der Haltepunkt Mittenwalde Krankenhaus wieder entfernt wurde. Nachdem bis 1947 die NME und die KMTE in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) enteignet waren, fusionierte die enteignete KMTE 1955 in die nur teilenteignete West-Berliner NME. In der SBZ wurden die enteigneten Teile der NME und die enteignete KMTE von den Landesbahnen Brandenburg verwaltet und gingen 1949 an die Reichsbahn über.

Bei der Eröffnung der Rixdorf-Mittenwalder Eisenbahn bestanden folgende Bahnhöfe: Rixdorf - Britz*** - Buckow* - Rudow* - Schönefeld* - Selchow* - Groß Kienitz** - Brusendorf* - Mittenwalde***.
* eingeschossiges Bahnhofsgebäude.
** zweigeschossiges Bahnhofsgebäude.
*** zweigeschossiges Bahnhofsgebäude mit Bahnhofslokal.
Am Bahnhof Rixdorf bestand das Bahnhofsgebäude unter dem Treppenaufgang hoch zur Hermannbrücke (ohne Bahnhofslokal).
Der Bahnhof Selchow bekam 1910 ein zweigeschossiges Bahnhofsgebäude (ohne Bahnhofslokal).
Zudem bestanden an den Bahnhöfen Güterschuppen und Toilettenhäuschen.
Während des Betriebs der NME wurden über die Jahre hinweg weitere Haltepunkte für den Personenverkehr angelegt und für den Güterverkehr der Bahnhof Rudow Nord gebaut.
Die RME/NME und die KMTE waren typische Bimmelbahnen, die bei Bedarf auch mal Halt auf offener Strecke machten. Beide zusammen wurden auch vereinfacht die "Mittenwalder Bahnen" genannt.

Die Kleinbahn Rixdorf–Mittenwalde wurde von der Rixdorf-Mittenwalder Eisenbahn-Gesellschaft (RMEG) betrieben, bzw. wird auf den verbliebenen Gleisstrecken bis heute von der Neukölln-Mittenwalder Eisenbahn-Gesellschaft (NMEG) betrieben. Die RMEG/NMEG betrieb neben dem Güterverkehr bis 1955 auch Personenverkehr. Der Betriebsbahnhof befand sich bis 1907 im Bahnhof Britz, danach bis heute im Bahnhof Teltowkanal.

Die Rixdorf-Mittenwalder Eisenbahn war für den Transport von Gütern vom Berliner Umland nach Berlin konzipiert, führte aber auch Personenverkehr durch. Zudem wurden Kies- und Sandgruben sowie Ziegeleien, Gutshöfe und Rieselfelder mit Anschlussgleisen und Feldbahnen an die Bahn angebunden. Rings um Mittenwalde gab es mehrere Ziegeleien. Eines der ersten ministeriell genehmigten Anschlußgleise war für die Kronenziegelei in Mittenwalde, die allderdings wohl bei der Eröffnung nicht mehr existierte. Für den Güterverkehr bestand am Bahnhof Hermannstraße in Rixdorf/Neukölln ein RME/NME-eigener Güterbahnhof (Übergabebahnhof) mit Verladestraße, sowie ein Ausziehgleis zum Güterbahnhof Rixdorf und später ein direkter Anschluss zum Güterbahnhof (Übergabebahnhof) Neukölln an der Ringbahn. Für die Adler-Ziegelei in Mittenwalde wurde ein kurzes Verladegleis auf der gegenüberliegenden Chausseeseite am Bahnhof Mittenwalde (Nord) angelegt, die ihre Ziegel dorthin mit ihrer Pferdebahn fuhr.

Die Loks, Züge und Triebwagen der Kleinbahn wurden von den Berlinern anfangs liebevoll "Hermännle" (kleine Dampfloks) und später auch "Rasender Hermann"/"Rasender Rixdorfer"/"Fliegender Rixdorfer" (Diesel-Triebwagen) genannt.
Die Bahn wurde offiziell nur als Kleinbahn nach dem Kleinbahngesetz von 1892 zugelassen, nannte sich aber dennoch in ihrem offiziellen Namen "Eisenbahn", was zu Unstimmigkeiten führte, da die Staatsbahn im Volksmund als die "Eisenbahn" bekannt war und es zwei verschiedene Gesetzgebungen für Eisenbahnen und Kleinbahnen gab.
Die Genehmigung des Regierungspräsidenten für die Rixdorf-Mittenwalder Eisenbahn aus dem Jahr 1899:
"Betrieb einer nebenbahnähnlichen Kleinbahn in normaler Spurweite von Rixdorf nach Mittenwalde für die Beförderung von Personen und Gütern mittelst Dampfkraft".

1903 wurde die Strecke der Rixdorf-Mittenwalder Eisenbahn bis zu den Tongruben und Ziegeleien in Schöneicher Plan verlängert. Von Schöneicher Plan nach Rixdorf wurden Ziegel transportiert und von Rixdorf nach Schöneicher Plan wurde Hausmüll transportiert, mit dem die ausgebeuteten Tongruben gefüllt wurden.
Bereits seit 1895 führte ein Gütergleis der Königs Wusterhausen-Mittenwalde-Töpchiner Kleinbahn (KMTE) vom Bahnhof Gallun (Süd) zum Schöneicher Plan (Ost), welches 1913 außer Betrieb genommen wurde.

Der Personenzugverkehr wurde von Arbeiter-innen für Fahrten von und zur Arbeit sowie von Händler-innen genutzt, aber auch für Ausflugsfahrten von Familien, Kameradschaften, Gefolgschaften, Betrieben und Vereinen sowie für sogenannte Herrenpartien in das Berliner Umland.

1904/1905 wird das Gleis zwischen Ringbahn und dem 1907 fertiggestellten Bahnhof Teltowkanal zur Überführung der kreuzenden Straßen tiefergelegt und während des Baus des Teltowkanals (1900-1906) eine Brücke über diesen für die RME gebaut.

1906 legt Friedrich Wilhelm Voigt, verkleidet als Hauptmann von Köpenick, nach geglücktem Streich seine Uniform auf der Toilette vom Bahnhof Rixdorf der Rixdorf-Mittenwalder Eisenbahn ab.

1907 wurde der Betriebsbahnhof der RME vom Bahnhof Britz zum neuen Bahnhof Teltowkanal verlegt sowie die Brücke über die Gradestraße gebaut und am neuen Standort in den Folgejahren mehrere Betriebsanschlussgleise zu den Firmen in der Umgebung verlegt. Eine der ersten Betriebsgleisanschlüsse am Bahnhof Teltowkanal bestand zur Firma Steffens & Nölle (Turmbau, 1893 gegründet, 1905 Fabrik in Tempelhof, 1926 Berliner Funkturm gebaut) in der Industriestraße.
An den Bahnhof Teltowkanal wurden die Industrieanschlussgleise Industriestraße, Teilestraße und Gradestraße angeschlossen.
Zudem wurde 1907 das Industrieanschlussgleis Rudow über die Stubenrauchstraße zu den Fabriken in der Kanalstraße am Teltowkanal verlegt. Das Industrieanschlussgleis Rudow wurde auf Betreiben der Terrain-Gesellschaft am Teltow-Canal Rudow-Johannisthal AG verlegt und sollte eine ausgedehnte Gleisanlage mit Gleisen im Seidelbastweg, Petunienweg, Glockenblumenweg und einem Gleis in der Johannisthaler Chausee über den Teltowkanal nach Johannisthal werden. Ab 1963 wurde das neu erbaute BEWAG Heizkraftwerk Rudow am Teltowkanal über eine Verlängerung des Industrieanschlussgleises in der Stubenrauchstraße bedient. Das BEWAG Heizkraftwerk Rudow wurde 2003 außer Betrieb genommen. Die Gleise führen seitdem nur noch bis zum davorliegenden UNITANK-Lager im Hafen Rudow West. Das Gleis in der Kanalstraße wurde 2011 rückgebaut.

Im Geschäftsjahr 1913/14 beförderte die NME bis zu ~300.000 Personen und 1915/16 ~600.000 Tonnen Güter.

1924 bedient die NME bis zu 60 Betriebsgleisanschlüsse und besitzt ein Aktienkapital von bis zu 3,5 Millionen Reichsmark.

1933 wurden in Mittenwalde die Verbindungskurven vom Gleis der Neukölln-Mittenwalder Eisenbahn zum Bahnhof Mittenwalde Ost der KMTE sowie vom Bahnhof Mittenwalde Ost zum Gleis nach Gallun Dorf verlegt und damit der Zugverkehr Neukölln Hermannstraße – Mittenwalde – Töpchin (mit Umsteigen am Bahnhof Mittenwalde Ost) in Betrieb genommen. Diese Verbindung wurde auch "Motzenersee Bahn" genannt und mit Ausflügen zum Gasthof Alter Krug am Motzener See, zum Seebad in Motzen am Motzener See sowie ins "Schenkenländchen" bei Töpchin beworben. Am Motzener See lag auch der Haltepunkt Märchenwiese für Freunde der Freikörperkultur (FKK). Dieser war bis 1931 ein Halt auf offener Strecke für die Nacktbader und auf Antrag des "Lichtbund Märchenwiese e. V." eingerichtet worden. Am Motzener See wurde einer der ersten FKK-Vereine Deutschlands gegründet, der Allgemeine Körperkultur Birkenheide e. V. (AKK-Birkenheide) von 1921, der bis heute existiert.

1936 übernahm die Neukölln-Mittenwalder Eisenbahn-Gesellschaft ein Drittel des Kapitals der Königs Wusterhausen-Mittenwalde-Töpchiner Kleinbahn AG.
Im selben Jahr wurde von der Luftwaffe ein Anschlussgleis von der Ringbahn am Bahnhof Hermannstraße zum Flughafen Tempelhof gebaut, das während der Luftbrücke zur Berlin Blockade 1948/49 von der NME betrieben wurde. Zudem wurde ein Anschlussgleis vom NME Bahnhof Schönefeld zum Henschel-Flugzeugwerk (späterer Flughafen Schönefeld) verlegt (seit 1934 bestand hier schon ein Gleis für Baustoffe), das mit dem Gleis der Henschelbahn vom Bahnhof Grünau verbunden wurde.

In den Geschäftsjahren 1935-37 beförderte die NME bis zu ~800.000 Personen (1936/37) und ~700.000 Tonnen Güter (1935/36).

1945 wurden vor Einrücken der Roten Armee die NME-Brücke über den Teltowkanal gesprengt. Ein Monat später wurde die Teltowkanalbrücke durch ein Provisorium ersetzt und bis 1950 erneuert.
Zudem wurde 1944/45 das Gleis von Schöneicher Plan in Richtung Zossen zur Berlin-Dresdener Bahn velängert und auf diesem bis 1947 Personenverkehr bis Zossen betrieben. 1947 wurde dieses Gleis als Reparationsleistung wieder abgebaut und 1949 wieder in Betrieb genommen.

1946 bedient die NME 200 Betriebsgleisanschlüsse.

1948 wurde das Gleis der NME an der Landesgrenze Berlin/Brandenburg wegen der Berlin Blockade unterbrochen.

1949 wurde die Verbindungskurve von Bahnhof Mittenwalde Ost zum Gleis nach Schöneicher Plan in Betrieb genommen und auf derselben Zugverkehr zwischen Königs Wusterhausen und Zossen betrieben. Im selben Jahr wurde zudem die Verbindungskurve vom Bahnhof Schönefeld zum vorläufigen Güteraußenring (VGAR) verlegt und auf dieser Zugverkehr zwischen Grünau - Mittenwalde - Zossen betrieben. Die Verbindungskurve NME-VGAR bestand noch vom Bau des VGAR im Jahr 1941 als Baugleis und musste nur neu verlegt werden. Die Strecke zwischen Schönefeld und Schöneicher Plan wurde ab 1949 wegen ihres (mittlerweile) schlechten Zustands "Gummibahn" genannt.
Im Amerikanischen Sektor Berlins wurde der Personenverkehr vom Bahnhof Hermannstraße bis zum neu angelegten Haltepunkt Rudow Landesgrenze betrieben.

1951 wurde mit dem Bau des Südlichen Außenring (SAR) durch das Dorf Schönefeld das NME-Gleis ein weiteres Mal unterbrochen und nicht an den SAR angeschlossen, sowie die Gleise von Bahnhof Schönefeld bis Bahnhof Mittenwalde Nord entfernt. Zudem wurde der Personenverkehr zum Haltepunkt Rudow Landesgrenze wieder eingestellt.

1955 wurde der Personenverkehr auf der verbliebenen NME-Strecke innerhalb Berlins endgültig beendet und alle Haltepunkte geschlossen.

Um 1962 wurde das Gleis zwischen Bahnhof Buckow und Bahnhof Rudow an der Grenz-Ecke am Rudower Vogelschutzwäldchen durch zwei Tore unterbrochen und an diesen Grenzkontrollen durchgeführt, da die Gleise hier auf 350 Meter durch DDR-Staatsgebiet verliefen. 1963 wurde an dieser Stelle ein neues Gleis in einem Bogen um den Grenzzipfel und durch das Rudower Vogelschutzwäldchen verlegt und damit die Querung von DDR-Staatsgebiet beseitigt. Im selben Zug wurde am östlichen Ende des neuen Gleisbogens der neue Bahnhof Rudow Nord angelegt. Der Bahnhof Rudow Nord diente als Betriebsstelle für den Güterverkehr.
In den 1980er Jahren fand an dem Grenzzipfel am Rudower Vogelschutzwäldchen ein Gebietsaustausch statt und das Geländedreieck mit einschließlich Gleisbett ging an West-Berlin.

1983 wurde der Bahnhof Rudow außer Betrieb genommen. An seiner Stelle folgte der Pflanzenmarkt Rudow. Dort ist das eingeschossige Bahnhofsgebäude noch erhalten.

1990 wurde der verbliebene Güterverkehr zwischen Bahnhof Mittenwalde Ost und Bahnhof Mittenwalde Nord, bzw. Gewerbegebiet Mittenwalde Nord, eingestellt und die Brücke über den Nottekanal entfernt. Zudem wurde das Industrieanschlußgleis von Bahnhof Teltowkanal zur Industriestraße außer Betrieb genommen.

1993 wurde im südlichen Bereich des Bahnhofs Teltowkanal eine Containerumschlagsanlage für das Verladen von Hausmüllcontainern aus dem naheliegenden BSR-Hof Gradestraße in Betrieb genommen. Der Hausmüll wurde über den Güterbahnhof (Übergabebahnhof) Neukölln auch von anderen Bahnunternehmen über Gleisstrecken der Deutschen Bahn zu Deponien in Brandenburg (u. a. Schöneicher Plan) transportiert. 2003 erhielt der BSR-Hof Gradestraße einen Betriebsgleisanschluss an das Hauptgleis der NME. 2011 wurde die Containerumschlagsanlage rüchgebaut und im selben Jahr stellte der BSR-Hof Gradestraße den Transport von Hausmüll über die Schiene ein.

1997 wurde vom Gleis am ehemaligen Grenzzipfel am Rudower Vogelschutzwäldchen, zwischen den ehemaligen Bahnhöfen Buckow und Rudow, ein Anschlussgleis zur ehemaligen Mülldeponie Großziethen (1973-1977) verlegt. Dieses Gleis wurde 2012/2013 wieder entfernt.
An der Stelle der Deponie Großziethen war ursprünglich eine Kiesgrube der Firma Vering & Waechter, die bis 1948 von dieser genutzt wurde. Von dieser Kiesgrube aus bestand zum Bahnhof Buckow eine schmalspurige "Kiesbahn".

Die Rixdorf-Mittenwalder Eisenbahn hatte im Jahr 1900 mit 3 Dampfloks ihre Fahrt aufgenommen und war insgesamt über die Jahre im Besitz von 10 Dampfloks, 13 Dieselloks und 3 Triebwagen.

Die NME bedient im Jahr 2016 hauptsächlich diese drei Tanklager:
UNITANK Tanklager Berlin-Rudow am Teltowkanal Hafen Rudow West, Belieferung über Industrieanschlussgleis Rudow (Stubenrauchstraße).
BRENNTAG Großtanklager Berlin-Britz am Teltowkanal Hafen Britz West, Belieferung über Industrieanschlussgleis Gradestraße (Britz).
GETA (1970-1998 MITA) Tanklager Berlin-Britz am Teltowkanal Hafen Britz West, Belieferung über Kesselwagenentladeanlagegleis im Bahnhof Teltowkanal (Tempelhof).

Königs Wusterhausen-Mittenwalde-Töpchiner Kleinbahn (KMTE)
Die Königs Wusterhausen-Mittenwalde-Töpchiner Kleinbahn war zwar wie der Name sagt und wie die NME eine "Kleinbahn", wurde aber ebenso wie die NME "Eisenbahn" genannt, woraus die Abkürzung "KMTE", anstatt KMTK, entstand. Die KMTE eröffnete ihre Fahrt im Jahr 1894. Sie war für den Anschluss der in Mittenwalde und Töpchin ansässigen Ziegeleien konzipiert, führte aber auch Personenverkehr durch. An ihrer Strecke lag das einst beliebte Ausflugsziel Motzener See. Nach dem Zusammenschluß von NME und KMTE wurde die Strecke Neukölln - Töpchin als "Motzenersee Bahn" beworben.
Nach der Inbetriebnahme der KMTE 1894 wurde 1895 die Herstellung einer Eisenbahn von Mittenwalde über Telz nach Dabendorf ministeriell genehmigt, aber nie verwirklicht. Die Strecke wäre eine Verbindung der Berlin-Görlitzer Bahn mit der Berlin-Dresdener Bahn geworden, wie sie erst 1945 durch die NME verwirklicht wurde.
Bis heute sind alle Gleise der Königs Wusterhausen-Mittenwalde-Töpchiner Kleinbahn (KMTE) erhalten. Einzigst der Anschluss zum KMTE-eigenen Kleinbahnhof Königs Wusterhausen ist unterbrochen.

Auf den Gleisen zwischen Königs Wusterhausen - Mittenwalde - Schöneicher Plan sowie Mittenwalde - Töpchin betreibt seit 2001 ein Unternehmen eine Draisinenbahn für Vergnügungsfahrten.

Das Buch zur NME:
Neukölln - Mittenwalder Eisenbahn (Bernd Neddermeyer, 2000)

Zum 100-jährigen Jubiläum einer Berlin-Brandenburger Kleinbahn

(Mit Infos aus Wikipedia)
Die Fotos entstanden im Jahr 2016


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