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Malchower See und Malchower Aue

Der Malchower See und die Malchower Aue liegen östlich vom Dorf Malchow im Nordosten von Berlin.

Der Malchower See mit Erlenbruchwald und Malchower Aue entstand in der Weichseleiszeit vor 25.000 bis 16.000 Jahren durch einen Gletscher, der eine Furche in die Landschaft grub und bei seinem Rückzug einen Toteisblock darin zurück lies.

Malchower See
Der Malchower See lag inmitten der von 1884 bis 1968 bewirtschafteten Malchower Rieselfelder.
Von 1889 bis in die 1960er Jahre waren Fischteiche südlich und östlich um den Malchower See angeordnet.
Ab 1953 wurden durch die LPG Wartenberg landwirtschaftliche Abwässer in den Malchower See eingeleitet und Ende der 1980er Jahre eine dadurch entstandene Schlammschicht am Seegrund abgebaggert.
1985 war der Volkspark Malchower See mit Badestrand am Malchower See geplant. Der Volkspark Malchower See sollte ab 1990 für die von 1981 bis 1989 gebaute Plattenbausiedlung Hohenschönhausen-Nord (seit 2002 Ortsteil Neu-Hohenschönhausen) entstehen.
Zwischen 1991 und 2002 entstand der Malchower Auenpark am Malchower See für die von 1981 bis 1989 gebaute Plattenbausiedlung Hohenschönhausen-Nord (seit 2002 Neu-Hohenschönhausen).
Mit dem Anlegen des Malchower Auenpark wurde der Wasserspiegel vom Malchower See um 75 Zentimeter erhöht, damit ein Schilfgürtel für Brutplätze von Wildvögeln entstehen konnte.
Der Malchower Auenpark wird auch Malchower Seepark oder Malchower See Park genannt.
Der Malchower See ist ein Angelgewässer.
Das Baden ist im Malchower See nicht erlaubt.

Malchower Aue
Im 18. Jahrhundert wurde die Malchower Aue entwässert und die Wiesen zur Beweidung genutzt. Die Wiesen in der Malchower Aue wurden Caval-Wiesen genannt.
Die Malchower Aue lag inmitten der von 1884 bis 1968 bewirtschafteten Malchower Rieselfelder.
1931 wurde in der Malchower Aue die Kleingartenanlage Wiesenhöhe gegründet und 1951 erweitet.
1943-1944 wurde in der Kolonie Wiesenhöhe die jüdische Familie Weiß (Moritz und Regina mit Tochter Ellen) von Hertha Naujocks (1898-1978, Jüdin) und Max Naujocks (1894-1963) in ihrem Kleingarten mit Gartenlaube versteckt. Moritz Weiß wurde von den Nazis aufgegriffen und kam in einem KZ ums Leben. Regina Weiß und Ellen Weiß überlebten andernorts in der Illegalität.
Von 1978 bis 1983 wurde in der Malchower Aue Torf abgebaut, wovon heute noch die mit Erlenbruchwald umsäumten Torfstichteiche zeugen.
1985 war die Malchower Aue als Teil des Volkspark Malchower See geplant, der ab 1990 für die von 1981 bis 1989 gebaute Plattenbausiedlung Hohenschönhausen-Nord (seit 2002 Ortsteil Neu-Hohenschönhausen) entstehen sollte.
1995 wurden die Wiesen und die Torfstichteiche mit Erlenbruchwald in der Malchower Aue sowie der westliche der östlich von der Malchower Aue gelegenen renaturierten Deponiehügel aus Erdaushub und Betonbruch zum Naturschutzgebiet Malchower Aue erklärt.

Volkspark Malchower See
Mit dem Bau der Plattenbausiedlung Hohenschönhausen-Nord (seit 2002 Ortsteil Neu-Hohenschönhausen) von 1981 bis 1989 war 1985 am Malchower See und der Malchower Aue der Volkspark Malchower See geplant. Dieser sollte ab 1990 angelegt werden. Dazu kam es aber nicht.
In die geplante Fläche vom Volkspark Malchower See wurde mit einbezogen der Malchower See mit Erlenbruchwald und die Malchower Aue mit Torfstichteichen und Kleingartenanlage sowie das östlich vom Malchower See und Malchower Aue gelegene Gelände und das südlich vom Malchower See gelegene Gelände.
Am östlichen Ufer des Malchower Sees war das Strandbad Malchower See geplant.
Östlich von der Malchower Aue sollte ein Wintersporthügel mit Aussichtspunkt entstehen, dessen Aufschüttung mit Erdaushub bereits begonnen hatte. Mit der Sanierung des Plattenbaugebiets von 1990 bis 1997 wurde die Erdaushubdeponie zur Betonbruchdeponie und die dadurch entstandenen zwei Deponiehügel 1994 mit dem Erdaushub vom Hohenschönhauser Linden-Center abgedeckt und die Deponie geschlossen. Ein Lagerplatz am Wartenberger Weg ist erhalten geblieben..
Auf dem Gelände östlich vom Malchower See sollte ein Stadion für 8000 Zuschauer und Sportplätze entstehen. Dort befand sich bis 1997 ein Lagerplatz für die Sanierung des Plattenbaugebiets. Das Stadion sollte das Ersatz-Stadion für das Hans-Zoschke-Stadion (12000 Zuschauer) von 1952 an der Normannenstraße Ecke Ruschestraße in Alt-Lichtenberg werden, das seit Ende der 1970er Jahre die Stasi (Ministerium für Staatsicherheit) übernehmen wollte. Der Bau des Volksparks Malchower See inklusive Stadion wurde bis 1989 nicht angefangen. Heute ist dort ein Gehege für Schottische Hochlandrinder.
Auf dem Gelände südlich vom Malchower See bis zum Hohenschönhauser Weg entstand zwischen 1991 und 2002 der Malchower Auenpark.
Südlich vom Hohenschönhauser Weg war ein Rodelhügel, eine Wohngebiets-Sportanlage mit Sportplätzen und eine Kleingartenkolonie geplant.
Südlich des Malchower Sees waren von 1884 bis 1968 Rieselfelder und danach Acker.
Der Malchower Auenpark wird auch Malchower Seepark oder Malchower See Park genannt, oder fälschlicherweise als der geplante und nicht realisierte Volkspark Malchower See angesehen.

Heimstätte Malchow
Die Heimstätte Malchow entstand 1892 am Gutshof Malchow.
Um 1230 entstand das Dorf Malchow.
1494 bestanden in Malchow zwei Rittergüter von derer von Barfuß.
Ab 1684 war der Gutsbesitzer Paul von Fuchs (1640-1704), der mit Heinrich von Barfuss das Gut Blankenburg gegen das Gut Malchow tauschte. Paul von Fuchs war ein brandenburgisch-preußischer Minister.
Ab 1705 war der Besitzer des Guts Malchow Friedrich I. König in Preußen und nutzte den Gutshof für gelegentliche Sommeraufenthalte.
1882 wurde das Gut Malchow zum Berliner Stadtgut Malchow.
1887 wurde der Gutshof Malchow um neue Gebäude erweitert.
Ab 1892 wurden die neuen Gebäude von 1887 genutzt von der neu gegründeten Städtischen Heimstätte Malchow - erste kommunale Tuberkulose-Heilstätte im Berliner Raum.
1902 wurde die ursprünglich für beide Geschlechter vorgesehene Heimstätte Malchow in eine reine Frauenheilstätte umgewandelt - Städtische Heimstätte für brustkranke Frauen und Mädchen ab dem 8. Lebensjahr.
Ab 1926 wurden die Gebäude von 1887 genutzt vom Städtischen Kinderheim Malchow.
Ab 1932 wurden die Gebäude von 1887 genutzt von der Städtischen Kriegerwaisen-Haushaltsschule Malchow.
Ab 1941 wurden die Gebäude von 1887 genutzt als V.D.A.-Heim (Verein für das Deutschtum im Auslande von 1908, gegründet 1881 als Allgemeiner Deutscher Schulverein, seit 1998 Verein für Deutsche Kulturbeziehungen im Ausland). Der Eigentümer war weiterhin die Stadt Berlin.
1949 wurde das Berliner Stadtgut Malchow zum Volkseigenen Gut Malchow.
Zu DDR-Zeiten wurden die Gebäude von 1887 genutzt als Städtisches Feierabendheim Malchow.
Heute werden die Gebäude von 1887 genutzt vom Haus Teresa - Merkur e.V. Berlin für soziale Arbeit.

(Mit Infos aus Wikipedia)
Die Fotos entstanden im Jahr 2016.


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