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Alt-Friedrichsfelde

Alt-Friedrichsfelde ist der historische Ortskern des Ortsteils Friedrichsfelde im Bezirk Lichtenberg in Berlin.

Das Gebiet war einst von Slawen besiedelt, die im 12. Jahrhundert von den Askanieren vertrieben wurden. Dabei wurden die slawischen Siedlungen verwüstet. Nach der Vertreibung der Slawen wurde das Gebiet durch deutsche Bauern aus Sachsen und dem Fläming neu besiedelt. Der Dorfname stammt aus deren alter Heimat. Ein Rosenfeld gibt es bei Halle und Torgau. Dort stammt das Wort Rose nicht von der Blume, sondern von einem Pfuhl, in dem Flachs zum verotten gewässert wird, was sich dort rossen nennt. Rosenfelde lag damals in einem sumpfigen Gebiet.

Als typisches Angerdorf entwickelte sich Friedrichsfelde durch Zuzug von niederdeutschen Siedlern aus dem Gebiet Niederrhein, Fläming und Westfalen bereits im 13. Jahrhundert. Urkundlich wurde es erstmals als Dorf Rosenfelde im Jahr 1265 erwähnt.

Die Grenze zu Lichtenberg bildete ein natürlicher Graben, der entlang des heutigen Zentralfriedhof Friedrichsfelde, der Rosenfelder Straße und der Marie-Curie-Straße verlief.

Erste urkundliche Erwähnung von Rosenfelde (heute Friedrichsfelde) am 1. April 1265.
Bis 1600 war das Dorf Rosenfelde im Besitz der Familie Ryke (später Reiche), von denen etliche Bürgermeister in Berlin und Cölln waren. Die Familie wollte das Dorf zu einem Rittergut machen und errichtete dort ein Landschloss, dass 1451 im Landschlossregister Erwähnung findet. Der bekannteste Ryke beeteiligt sich am Aufstand gegen den Kurfürsten Friedrich den II. Eisenzahn und wurde von ihm als einziger nicht begandigt, musste flüchten und sein Besitz, das halbe Dorf, wurde ihm genommen. Rosenfelde wurde kein Rittergut.

Im Dreißigjährigen Krieg liegt Rosenfelde zum größten Teil wüst, aber nicht ganz. Es wird nach dem Krieg nach und nach wieder neu besiedelt.

Den Anteil der Familie Reiche ist nach dem Dreißigjährigen Krieg im Besitz eines von Grumbkow, der das Jagdschlösschen (vormals Landschloss) bewohnte. Dieser verkaufte seinen Anteil vom Dorf Rosenfelde an den Holländer Raule, der dabei half die Schweden zu vertreiben. Dieser ließ sich an dem verfallenen Jagdschloss in Rosenfelde nieder, baute neben dieses ein Lusthaus und erwarb Jahre später das wüste Dorf Rosenfelde komplett. Er errichtete zuerst einen Schlosspark um sein Lusthaus und lies in Folge das Dorf wieder aufbauen. Das Jagdschloss wurde nicht wieder aufgebaut.
Im Jahr 1698 wird der Holländer beim Kurfürsten angeschwärzt. Dieser enteignete ihn und schickte ihn fort.

Das Dorf Rosenfelde wurde 1699 nach dem Kurfürsten Friedrich III. in Friedrichsfelde umbenannt. Die Colonie Friedrichsfelde an der damaligen Frankfurter Chaussee, heute die Straße Alt-Friedrichsfelde, wurde bevorzugter Wohnort für Handwerker.

Das Lusthaus mit Park geht in den Besitz der "Königlichen Häuser" über. Der Besitz des Dorfes geht an das königliche Amt Köpenick.

1717 verpachtet König Friedrich Wilhelm I. aus dem Haus Hohenzollern das "Schlossgut" an seinen Stiefonkel Markgraf Albrecht Friedrich von Brandenburg-Schwedt.

Im Jahre 1719 lässt der Markgraf das Lusthaus in ein Schloss umbauen.

August Ferdinand Prinz von Preußen erwarb 1762 das Schloss Friedrichsfelde bei Berlin und bewohnte es bis 1784. In dieser Zeit sorgte er für die Ansiedlung von Kolonisten an der Frankfurter Landstraße an. 1776 wurden 6 Kolonistenhäuser gebaut. 1781-83 enstanden weitere Kolonistenhäuser. Nach 1870 vergrößerte sich die Kolonie Friedrichsfelde immens und wuchs mit der westlich der Preußischen Ostbahn gelegenen Kolonie auf der Lichtenberger Feldmark zusammen.

August Ferdinand Prinz von Preußen verkaufte 1784 das Schlossgut an Herzog Peter von Kurland.

Der Ortsteil Alt-Friedrichsfelde ist geprägt von einem Mix aus historischen Altbauten und Plattenbauten aus DDR Zeiten.

Der Personen-Bahnhof Lichtenberg wurde ein Jahr nach seiner Eröffnung im Jahre 1881 in Bahnhof Lichtenberg-Friedrichsfelde umbenannt, weil er dem Ort Friedrichsfelde zugewandt liegt, obwohl die Gemarkungsgrenze zwischen Lichtenberg und Friedrichsfelde entlang einem heute verrohrten Graben entlang der Rosenfelder Straße und Marie-Curie-Allee (bis 1951 Capriviallee) verlief. Bis heute stößt die Lichtenberger Frankfurter Allee an der Rosenfelder Straße an die Straße Alt-Friedrichsfelde. Im Jahr 1938 erhielt der Bahnhof seinen heutigen Namen Bahnhof Berlin-Lichtenberg. Seit 2002 gehört das Gebiet vom Bahnhof Lichtenberg bis zum ehemaligen Graben zum Ortsteil Rummelsburg. Eine erneute Umbenennung des Bahnhofs ist nicht vorgesehen. Die ersten Fotos in diesem Album sind aus dem Ortsteil Rummelsburg am Bahnhof Lichtenberg.

(Mit Infos von Wikipedia)
Die Fotos entstanden im Jahr 2015 und 2017.


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