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Rummelsburg

In diesem Album sind einige Fotos aus Rummelsburg zu sehen, viele weitere sind auf dieser Webseite verstreut.

Das erste Gebäude Rummelsburgs war eine Ziegelei, die sich ab 1669 am Ufer des Rummelsburger Sees, damals Stralauer See, befand. Im 18. Jahrhundert entwickelte sich daraus eine Meierei, die zunächst als Charlottenhof bezeichnet wurde. Nach 1775 sind ebenfalls Fischereien und Gärtnereien nachgewiesen. Als die Meierei vom Weinhändler Johann Jakob Rummel gekauft und in ein Wirtshaus umgewandelt wurde, nannte er sie Rummelsburg. Dieser Name übertrug sich auf die entstehende Ansiedlung. Ab 1861 gehörte Rummelsburg zum Gutsbezirk Boxhagen im Landkreis Niederbarnim und ab 1889 zur Landgemeinde Boxhagen-Rummelsburg. 1912 wurde Rummelsburg in die Gemeinde Lichtenberg eingemeindet. Seit 2002 gehört das Gebiet zwischen der Preußischen Ostbahn, bzw. Lichtenberger Brücke und Marie-Curie-Allee (bis 1951 Capriviallee) zum Ortsteil Rummelsburg.

Der Schrotkugelturm ist das Wahrzeichen der ab 1871 entstandenen Victoriastadt im Berliner Ortsteil Rummelsburg. Die Bleigießerei und Maschinenfabrik Juhl & Söhne anno 1901 errichtete im Jahr 1908 den rechteckigen, 38 Meter hohen Backsteinturm an ihre Fabrik sowie an ihr Wohn- und Kontorgebäude. Der Turm überragt das Dach des Gebäudes um 18 Meter. Seit 1939 werden in diesem Turm keine Schrotkugeln mehr hergestellt.

Der Bahnhof Berlin-Rummelsburg ist ein ehemaliger Güterbahnhof und jetziger Betriebsbahnhof. Vorläufer des Güterbahnhofs war eine 1867 eröffnete Viehstation. Der Bau der heute existierenden Anlage wurde 1875 von den Preußischen Staatsbahnen beschlossen, um im Rangierbahnhof die auf der neu errichteten Ringbahn verkehrenden Güterwagen zu sortieren. Er wurde am 1. September 1879 als erster Bahnhof seiner Art im Berliner Raum eröffnet. Der Bahnhof befindet sich an der Niederschlesisch-Märkischen Bahn zwischen den S-Bahnhöfen Rummelsburg und Karlshorst.

An der S-Bahn Station Berlin Betriebsbahnhof-Rummelsburg befindet sich seit Juni 2007 ein Schmid-Peoplemover als barrierefreier Ausgang. Bei einem Schmid-Peoplemover wird die Kabine erst wie ein Aufzug nach oben transportiert und gleitet dann hängend wie eine Seilbahn unter einer Brückenkonstruktion auf die andere Seite zum zweiten Turm, wo es wieder abwärts geht. Der Übergang von der Horizontalen in die Vertikale geschieht in einer fließenden Bewegung.

In den 1860er Jahren begann durch Carl Bolle die Eisgewinnung am Rummelsburger See. Eine erste Eintragung einer Eisfabrik am Rummelsburger See findet sich um 1880 am Markgrafendamm, um 1890 hier an der Hauptstraße. Um 1910 wird östlich neben den heutigen Wohnhäusern direkt am Rummelsburger See das Cafe Bellevue des Kommerzienrats Bötzow erwähnt und um 1920 die Märkische Kistenfabrik des nunmehr Brauereibesitzer Bötzow. Von diesen Gebäuden ist nichts mehr vorhanden.
Um 1920 ging die Eisfabrik in den Fiskus über. In den 1920er Jahren wurde an dem Standort an der Hauptstraße ein länglicher Wohnblock mit Mietshäusern und zum Teil Gewerbe im Hinterhof gebaut. Dieser Wohnblock wurde größtenteils im 2. Weltkrieg zerstört. Erhalten blieben zwei Häuser und das Gewerbe im Hinterhof, dass bis an den Rummelsburger See ragt.

Der Rummelsburger See, auch Rummelsburger Bucht genannt, ist eine Spreebucht. Im Zusammenhang mit der Besiedlung der Halbinsel Stralau wurde das Gewässer Stralower See genannt.
An der südlichen Verbindung der Bucht mit der Spree, zwischen der Halbinsel Stralau und Rummelsburg, befinden sich zwei kleine Inseln, der Kratzbruch und die Liebesinsel. Die Liebesinsel hieß einst Entenwerder. Beide stehen unter Naturschutz.
In den See wurden über Jahrzehnte Industrieabwässer entsorgt. An seinem Grund befindet sich eine giftige Schlammschicht. Eine Entkontaminierung fand Ende der 1990er Jahre nur zum Teil statt. Seitdem wird das Gewässer mittels einer am Seegrund verlegten Pipeline beatmet. Das Gewässer ist nicht als Badegewässer gemäß der Badewässerverordnung ausgewiesen.
Wenn der See im Winter zugefroren ist, wird er zum Schlittschuhlaufen und Eishockeyspielen benutzt.

(Mit Infos aus Wikipedia)
Die Fotos entstanden im Jahr 2011, 2014 und 2015.


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