Fotowiesel.de BasisFotomapInfo PayPal Gefällt Mir Button
Berlin erforschen und Brandenburg entdecken
Basis | Berlin Alt-Lichtenberg |

Rittergutstraße in Alt-Lichtenberg

Die Rittergutstraße befindet sich in der ehemaligen Industriestadt Rittergut Lichtenberg. Sie heißt seit 1960 Josef-Orlopp-Straße - benannt nach einem Gewerkschafter, der im selben Jahr verstorben ist. Ihr Verlauf beginnt nördlich des Dorfangers und nördlich des Ritterguts zwischen Bornitzstraße im Süden und Herzbergstraße im Norden. Sie verläuft in östliche Richtung bis zur Siegfriedstraße. Die Rittergutstraße war ursprünglich bis zum heutigen Südknick der Allee der Kosmonauten, östlich vom Landschaftspark Herzberge, geplant und wurde 1921 an der Siegfriedstraße gekürzt. Von dem Rittergut zeugt heute nur noch der Gutspark, nahe dem Loeperplatz, auf dem sich das Rittergut einst befand.

Die südliche Erstbesiedelung der Rittergutstraße begann gut 10 Jahre später als der nördliche Teil. Am nördlichen Teil verlief zwischen Rittergutstraße und Herzbergstraße bereits 1900 ein Gleis des Industriebahn-Anschluss Roeder. Das südliche, zwischen Rittergutstraße und Bornitzstraße wurde erst ca. 1910 angelegt.

Der Anschluss Roeder hat seinen Namen vom Rittergutsbesitzer Albert Roeder, der seit 1856 im Besitz der Ländereien in Lichtenberg war und dort die Industriestadt Rittergut Lichtenberg, durch Ansiedlung von Fabriken, schuf.

In der ehemaligen Rittergutstraße in Berlin Alt-Lichtenberg befinden sich die historischen Gebäude der Konsum Genossenschaft Berlin und Umgegend e. G.- KGB. Sie wurden zwischen 1910 und 1930 dort errichtet.

Zur Konsum-Genossenschaft Berlin und Umgegend e. G. von 1899 gehörten die Brotfabrik, die Fleischfabrik mit Wurstfabrik, das Verwaltungsgebäude und Mietshäuser.
Die Brotfabrik hieß zu DDR-Zeiten VEB BAK Backwarenkombinat Berlin. In dem Verwaltungsgebäude ist die noch heute existierende KGB nach wie vor ansässig.

Das Gelände befinden sich zwischen der Frankfurter Allee und der Landsberger Allee, an der Josef-Orlopp-Straße.
Die Gebäude der Großbäckerei, der Fleisch- und Wurstfabrik, der Konsumgenossenschaft und ein Wohlfahrtsgebäude wurden in der Zeit von 1910-30 gebaut.

Die Gebäude der Großbäckerei und Brotfabrik wurde nach 1913 von Leberecht P. Ehricht erbaut. Die erste Bäckerei wurde durch eine noch größere zweite Bäckerei erweitet, das typische rote Backsteingebäude, welches seit 2011 von der Vulkanstraße frei einsehbar ist.

Die Konsum-Genossenschaft Berlin und Umgegend e.G. (KGB) wurde in dem Zeitraum von 1910-30 von Leberecht P. Ehricht, Fritz Wettstein und Otto Wettstein an der Josef-Orlopp-Straße erbaut. Ein genaueres Datum war nicht ausfindig zu machen. Die Fleischfabrik und Wurstfabrik (Fleischwaren- und Feinkostwerk) wurde 1914 erbaut. Sehr wahrscheinlich von den selben, welche auch die anderen Gebäude auf diesem Gelände erbaut haben. Dazu gehört noch ein Heizhaus, welches über den Anschluss Roeder an das Schienennetz angeschlossen war.

Die aus einigen Vorläufer-Genossenschaften und Konsumvereinen gegründete Konsumgenossenschaft Berlin und Umgegend e.G. (KGB) ist eine Genossenschaft im Bereich Einzelhandel, die ihren Mitgliedern besonders preisgünstige Einkäufe verspricht. Die KGB war bis zur politischen Wende 1990 die größte Konsumgenossenschaft in der DDR und die viertgrößte weltweit. Sie besteht noch immer und hat 74.670 Mitglieder (Stand: 31. Dezember 2008).

An der Stelle der Brotfabrik und der Fleisch- und Wurstfabrik sollen Wohnungen der gehobeneren Klasse entstehen. Dazu muss das Gelände aber erst zum Wohngebiet umgeschrieben werden. Der Standort ist nicht zu verwechseln mit der Backfabrik an der Prenzlauer Allee, welche bis 2002 bereits zu einem Haus mit Gewerberäumen saniert und umgebaut wurde.

(Mit Infos von Wikipedia)
Die Fotos entstanden im Jahr 2013.


© 2004 - 2018 Fotowiesel.de - Alle Rechte vorbehalten. | Datenschutzerklärung & Impressum & Kontakt
Cookies in Gebrauch.
Weitere Informationen