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Rund um den Bahnhof Sadowa - Bahnhof Wuhlheide

Der Bahnhof Wuhlheide ist seit seiner Eröffnung im Jahr 1877 ein stark frequentierter Verkehrsknotenpunkt. Durch die Schließung des Bahnübergangs der Biesdorfer Köpenicker Straße und durch den Bau des Güteraußenrings am Bahnhof Wuhlheide wurde der Verkehrsknotenpunkt zum Nadelöhr. Bei der Eröffnung des Bahnhofs Sadowa sollte dieser wie der Bahnhof Grunewald den Berlinern als Ausgangsort für Erholungstouren in der Wuhlheide, mit der Waldschänke Sadowa direkt am Bahnhof und dem Restaurant Sadowa an der Spree, dienen. Ab Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden zwei Walderholungsstätten in unmittelbarer Nähe vom Bahnhof.
Seit einigen Jahren existieren Planungen die B96a in Adlershof über die Spindlersfelder Straße mit der Märkischen Allee in Biesdorf direkt über den Bahnhof Wuhlheide als Tangentiale Verbindung Ost (TOV) zu verbinden. Bis 2020 muss die Straßenbrücke am Bahnhof Wuhlheide wegen Schäden erneuert werden.

Am Bahnhof Sadowa von 1877, seit 1929 Bahnhof Wuhlheide, führten schon vor dessen Bau und schon vor dem Bau der Berlin-Frankfurter Bahn von 1842 wichtige Verbindungsstraßen von Friedrichsfelde und Biesdorf nach Köpenick, die beide an der Straße nach Frankfurt an der Oder liegen. Neben diesen beiden Straßen nach Köpenick existieren noch zwei weitere Verbindungsstraßen von den Dörfern an der Frankfurter Straße nach Köpenick - die Kaulsdorfer Köpenicker Straße (Chemnitzer Straße - Kaulsdorfer Straße) und die Mahlsdorfer Köpenicker Straße (Hultschiner Damm - Mahlsdorfer Straße). Alle vier wurden mit dem Bau der Berlin-Frankfurter Bahn im Jahr 1842 unterbrochen. Mit dem Bau des Güteraußenring (GAR) 1941 wurde die Friedrichsfelder Köpenicker Allee ein weiteres mal und genau am Bahnhof Wuhlheide unterbrochen.

Vor 1842: Die Berlin-Frankfurter Bahn von 1842, ab 1846 Niederschlesisch-Märkische Bahn, war noch nicht gebaut. Die Straße von Friedrichsfelde nach Köpenick (Köpenicker Allee) verlief schnurgeradeaus.

1877: Die Haltestelle Sadowa, ab 1929 Bahnhof Wuhlheide, an der Niederschlesisch-Märkische Bahn wurde in Betrieb genommen. Eine Dampfer-Station Sadowa existierte bereits am Restaurant Sadowa am Ende der Köpenicker Allee an der Spree in Köpenick. Die Straße von Friedrichsfelde nach Köpenick (Köpenicker Allee) machte an der Haltestelle Sadowa einen Knick, um in kurzer Strecke über die Gleise zu verlaufen. Eine Verbindungsstraße zur Straße von Biesdorf nach Köpenick (Köpenicker Straße), sowie weitere Wege zur Kaulsdorfer Köpenicker Straße und zu Pieperts Winkel, entsteht.

1902: Die Haltestelle Sadowa, ab 1929 Bahnhof Wuhlheide, an der Niederschlesisch-Märkische Bahn wird zum Bahnhof Sadowa ausgebaut und erhält ein Bahnhofsgebäude mit Fußgängerbrücke zu den Bahnsteigen sowie eine Straßenbrücke. Der Bahnübergang der Straße von Biesdorf nach Köpenick (Köpenicker Straße) wird geschlossen.

1940: Der Güteraußenring (GAR), wird gebaut und am Bahnhof Wuhlheide mit einer Eisenbahnbrücke über die Gleise der Schlesischen Bahn geführt. Mit zwei Verbindungskurven entsteht das Kreuz Wuhlheide.

1950: Der Güteraußenring (GAR) wird Teil vom Berliner Außenring (BAR). Nördlich vom Bahnhof Wuhlheide entsteht im Biesenhorster Sand der Rangierbahnhof Wuhlheide (Rbf Wuhlheide). Eine weitere Verbindungskurve vom Rbf Wuhlheide zur Schlesischen Bahn am Kreuz Wuhlheide wird gebaut. (Der Güteraußenring und der Berliner Außenring werden auch Reichsbahnaußenring genannt.)

1960: Der Bahndamm einer vierten Verbindungskurve zwischen Rangierbahnhof Rummelsburg und Rangierbahnhof Wuhlheide am Kreuz Wuhlheide wird gebaut, aber nie für den Eisenbahnverkehr genutzt.

Nach 1990 wurde die Köpenicker Allee im Süden in ihrem Verlauf verändert.

Bis 2020 soll die Straßenbrücke am Bahnhof Wuhlheide erneuert werden. Zudem ist bei Köpenick die Tangentiale Verbindung Ost (TOV) geplant, die eine Verbindung zwischen der B96a (A117/A113), bei Adlergestell und der B1/B5 sowie B158 (Märkische Allee) bei Biesdorf hestellen soll.
Die bisherigen Planungen sehen allerdings wirklich eine Erneuerung der Straßenbrücke am Nadelöhr Bahnhof Wuhlheide vor. Die direkte Durchquerung vom Kreuz Wuhlheide bedeutet zurzeit 2 beschrankte Bahnübergänge, eine Eisenbahnbrücke und eine Straßenbrücke.
Alternativ bietet sich eine Stilllegung des Nadelöhrs direkt am Bahnhof Wuhlheide an und eine Reaktivierung der alten Biesdorfer Köpenicker Straße. Diese Straßenführung würde nur zwei Eisenbahnbrücken und eine Straßenbrücke benötigen sowie keine beschrankten Bahnübergänge. Denn die nördliche Rudolf-Rühl-Allee müsste nicht direkt am Bahnhof Wuhlheide für die Straßenbrücke hochgeführt werden, sondern kann auf Niveau der Schlesischen Bahn den Berliner Außenring unterqueren. Insbesondere der beschrankte Bahnübergang vom Berliner Außenring sorgt regelmäßig für Schließungen desselben von bis zu 30 Minuten und entsprechenden Rückstau, auch weil dadurch der Verkehr nach Biesdorf, der diesen Bahnübergang nicht quert, dabei blockiert wird.
Möglich wäre zudem die südliche Rudolf-Rühl-Allee komplett aufzugeben und die alte Biesdorfer Köpenicker Straße direkt an die Wilhelm-Spindler-Brücke an der Spree zu führen.
Ziel sollte eine maximale Entlastung der Waldowallee sein, die mit parkenden Autos nur einspurig ist, sowie eine größere Nutzung der südlichen Treskowallee sein. Ein bestehendens Problem in der Treskowallee ist allerdings, dass diese zu einem Teil wegen bestehender historischer Vorgärten und einem Grünstreifen für die Straßenbahn zu eng ist. Hier müssten entweder die Vorgärten oder der exklusive Straßenbahn-Grünstreifen für einen Ausbau aufgegeben werden.

Bereits ab 1869 bestand am Ende der Köpenicker Allee an der Spree in Köpenick das Ausflugs-Restaurant Sadowa mit Dampfer-Station. Das Restaurant Sadowa wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört.

Mit dem Bau des Bahnhof Sadowa 1877 entstand wahrscheinlich auch die Waldschänke Sadowa direkt am Bahnhof Sadowa. Die Waldschänke Sadowa wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. Im Zweiten Weltkrieg soll dort ein Polizeilager als Gefangenenlager gewesen sein. Zu DDR-Zeiten nutzte das Gelände eine Fernmeldeabteilung vom IwSFP (Instandhaltungswerk für Signal-, Fernmelde-, und Prozessautomatisierungstechnik) der Deutschen Reichsbahn und errichtete neue Gebäude.

1903, ein Jahr nach der Stilllegung des Bahnübergangs der Biesdorfer Köpenicker Straße wurde auf dessen Nordseite mitten im Wald eine Kinderheilstätte für Kinder errichtet. Die Kindererholungsstätte Sadowa war eine Waldschule als Walderholungsstätte des Volksheilstättenverein vom Roten Kreuz in Berlin. Die Heilstätte Sadowa war nur von Mai bis Oktober geöffnet und hatte keine festen Bauwerke. Die leitende Dame war Frau Cohrs, der leitende Arzt der Anstalt war Dr. Rudolf Lennhoff und die Schwester war bis 1908 Eva Zöllner sowie ab 1909 Antonie Hauptmann. Bis wann die DRK Heilstätte Sadowa bestand ist nicht bekannt, bzw. mindestens bis 1914.

Am Bahnhof Sadowa bestand bereits ab 1901 noch eine weitere Heilstätte - die Arbeiter-Erholungsstätte der KWO-Betriebskrankenkasse (AEG Kabelwerk Oberspree). Diese war ebenso eine Walderholungsstätte mit der Beschreibung A.E.G. Erholungsheim und befand sich am heutigen Standort der Landesmusikakademie am Parkeisenbahn-Bahnhof Badesee im Norden der ehemaligen Pionierrepublik Ernst Thälmann in der Wuhlheide. Die KWO-Erholungsstätte wurde 1906 geschlossen und 1907 als A.E.G. Beamten-Erholungsheim neu eröffnet. 1912 wurde das Walderholungsheim in ein Genesungsheim umgewandelt und diente im 1. Weltkrieg als Erholungsstätte für verwundete Soldaten. Bis wann die AEG Heilstätte Sadowa bestand ist nicht bekannt.

(Mit Infos aus Wikipedia).
Die Fotos entstanden im Jahr 2017.


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