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Kriemhildstraße in Alt-Lichtenberg

Die Kriemhildstraße in Alt-Lichtenberg wurde 1900 mit dem Bau der Drahtzaunfabrik Paul Heinze gebaut und wurde bis 1910 offiziell Krimhildstraße geschrieben. Sie schließt im Süden an die Gudrunstraße an, die an der ehemaligen alten Lichtenberger Brücke von der ehemaligen Frankfurter Chaussee bis zum Zentralfriedhof Friedrichsfelde von 1881 reicht. Sie ist, wie viele Straßen in diesem Wohngebiet, nach einer Figur in der Nibelungensage benannt.

Im südöstlichen Teil, südlich der Rüdigerstraße, befindet sich ein parzelliertes Gelände, das als Grünfläche eingerichtet wurde und mit dem Vorplatz des Zentralfriedhofs Friedrichsfelde harmoniert.

Am nördlichen Ende der Straße befindet sich die ehemalige Knaben-Erziehungsanstalt "Lindenhof" von 1896. Sie trug auch den Namen Zwangs-Erziehungsanstalt in Lichtenberg, oder Städtische Erziehungsanstalt Lindenhof, sowie unter der Bevölkerung den Namen "die Lichte". Die Lichte entstand im südlichen Zipfel des Geländes der 1889-93 errichteten Städtischen Irrenanstalt Herzberge, das bis dato noch keine Verwendung gefunden hatte. Der Lindenhof wurde ab 1946 zum Kinderkrankenhaus Lindenhof umgebaut. Bei der Schließung im Jahr 2012 hieß er Klinik für Kinder- und Jugendmedizin Lindenhof. Der Lindenhof war anfangs über den Triftweg am Zentralfriedhof Friedrichsfelde erreichbar, der seit den 1970er Jahren, bei der Erweiterung des Friedhofs, in den Friedhof mit eingeschlossen wurde. Der Lindenhof verlegte irgendwann einmal seine Hauptzufahrt an die Kriemhildstraße, bzw. Gotlindestraße, die dort endet, aber theoretisch bis zum Triftweg führt. Am Triftweg verläuft auch das Kohlegleis.

Auf der östlichen Straßenseite nördlich der Rüdigerstraße siedelte sich 1900 die Drahtzaunfabrik Paul Heinze an. Sie hatte ihren Betrieb von der Greifswalderstraße, in der sie seit 1887 ansässig war, hierher verlegt. Ihre Verkaufsstelle befand sich in der Köpenicker Straße. Im Jahr 1919 siedelte sie in die Rudower Straße nach Britz um. 1934 ging Paul Heinze mit seiner Fabrik in den Ruhestand. Auf dem Fabrikgelände in der Kriemhildstraße folgte 1919 die Firma Atos Vereinigter Motoren und Flugzeug-Bau Paul Dahl. 1921 ging die Firma Atos Vereinigter Motoren- und Flugzeugbau Paul Dahl in die Nahag AG, vormals Norddeutsche Mühlenbau Anstalt, auf. 1925 ist am selben Standort eine Automat. Fernsprech-Anlagen Bau GmbH ansässig und 1929 trägt die Nahag AG den Zusatz Deutsche Telephonwerke und Kabelindustrie. Im Zweiten Weltkrieg ist dort das Lichtenberger Werk der Siemens Apparate und Maschinen GmbH ansässig. Welche Firmen nach 1945 auf dem Fabrikgelände der ehemaligen Drahtzaunfabrik Paul Heinze ansässig waren, ließ sich bisher nicht recherchieren. Es wurden aber Umbaumaßnahmen vorgenommen. Ab 2012 entstand auf dem Fabrikgelände der ehemaligen Drahtzaunfabrik Paul Heinze eine neue Wohnsiedlung mit dem Namen Nibelungenpark.

Nördlich der Drahtzaunfabrik Paul Heinze siedelten sich im Jahr 1918 die Deutsche Kahneisen GmbH Jordahl & Co. und die Fassonröhrenfabrik Sikora & Mohr an. Zu DDR-Zeiten ist dort die Produktionsabteilung Berlin-Lichtenberg des VEB Fliesen und Ofenbau ansässig. Auf diesem Fabrikgelände führt der 2012 neu angelegte östliche Arm der Kriemhildstraße entlang, an dem eine neue Stadtvillensiedlung gebaut wurde.

Auf einem Teilstück auf der westlichen Straßenseite nördlich der Rüdigerstraße siedelte sich im Jahr 1925 die Metallwaren Fabrik Kulech & Boehm an. An dem Standort wechselten die Firmen im Laufe der Jahre öfters. Die Firmen auf dem Fabrikgelände waren unter anderem im Jahr 1929 die Globus-Transportgeräte-Fabrik GmbH, 1939-45 eine Zweigfabrik der Firma Schlaraffia-Polster, 1956 die Maschinenfabrik Bartholomäus & Wangnick, 1956-58 die Berliner Matratzenwerke RMAW Matratze, 1961-67 der VEB Druck- und Prägemaschinen, 1970 ein Druck- und Gerätewerk, 1981 ein Betriebsteil des VEB Mikroelektronik Secura-Werke und irgendwann auch der VEB Polyadma (Metallwaren). Nach 1990 waren dort keine Produktionsfirmen mehr ansässig.
Auf dem restlichen Gelände auf dieser Straßenseite wurden um 1960 für diese Zeit typische Mietshäuser einer Wohnungsbaugesellschaft gebaut.
Im Jahr 2012 entstand auf dem ehemaligen Fabrikgelände eine Eigenheimsiedlung.

PS: Das Fotowiesel hat leider keine Fotos von den ehemaligen Fabrikgebäuden.

(Mit Infos von Wikipedia)


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