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AVUS Motorradfahrer-Denkmal und Biker-Treff Spinnerbrücke

Das Denkmal für Motorradfahrer an der AVUS in Berlin wurde 1939 von Max Esser geschaffen und 1989 an der ehemaligen AVUS-Nordkurve, am Messedamm Ecke Halenseestraße am Autobahndreieck Funkturm gegenüber der Ausstellungshallen der Messe Berlin am Funkturm, aufgestellt.

Das Motorradfahrer-Denkmal zeigt Ernst Jakob Henne auf BMW in Führung, gefolgt von Ewald Kluge auf DKW.

Ernst Jakob Henne (1904-2005) bestritt 1923 sein erstes Motorradrennen und fuhr ab 1926 als Werksfahrer für BMW. Er gewann die Deutsche Motorrad-Straßenmeisterschaft 1926 in der 500 cm³-Klasse auf BMW und 1927 in der 750 cm³-Klasse auf BMW. 1937 stieg er nach seinem Geschwindigkeits-Weltrekord mit 279,5 km/h als aktiver Motorradrennfahrer aus dem Motorradrennsport aus.

Ewald Kluge (1909-1964) bestritt 1929 sein erstes Motorradrennen als Privatperson auf Dunelt sowie bis 1933 weitere auf DKW und war ab 1934 Motorradrennfahrer im DKW-Werksteam. Er war von 1936 bis 1939 viermal in Folge Deutscher Meister bei der Deutschen Motorrad-Straßenmeisterschaft sowie 1938 und 1939 Europameister in der 250 cm³-Klasse auf DKW. Ewald Kluge war Mitglied im Nationalsozialistischen Kraftfahrkorps (NSKK). 1953 schied er nach einem schweren Sturz auf dem Nürburgring als aktiver Motorradrennfahrer aus dem Motorradrennsport aus.

Das AVUS-Rennen für Motorräder war ein internationales Motorradrennen und wurde von 1922 bis 1966, mit Unterbrechung von 1939 bis 1950, ausgetragen. 1925, 1926 und 1933 wurde auf dem AVUS das Motorradrennen Großer Preis von Deutschland für Motorräder veranstaltet.

AVUS steht für Automobil-Verkehrs- und Übungsstraße.

Die AVUS wurde 1921 als gebührenpflichtige Privatstraße eröffnet und war die erste Autobahn der Welt. 1940 wurde die AVUS an die 1939 fertiggestellte Autobahn Berliner-Ring angeschlossen. An bestimmten Wochenenden wurde sie zur Rennstrecke für Motorsportveranstaltungen und für den öffentlichen Verkehr gesperrt. Das letzte Motorsportrennen auf der AVUS fand 1998 statt.

Die Südkurve vom AVUS wurde mit dem Anschluss des AVUS an die Reichsautobahn "Berliner Ring" 1940 abgetragen. Dabei wurde die Spanische-Allee-Brücke über den AVUS gebaut, die zum Treffpunkt von Motorradfahrern wurde. Die AVUS war in West-Berlin bis 1989 die einzige Straße ohne Geschwindigkeitslimit. Die Motorradfahrer wurden von den Anwohnern liebevoll Spinner genannt, woraus der Name Spinnerbrücke entstand. 1956 eröffnete an der Spinnerbrücke die Imbissbude "AVUS-Treff" gegenüber dem 1940 eröffneten Restaurant Rennbahn-Terrassen (vormals AVUS-Tankstelle an der AVUS-Südschleife, heute Autobahnraststätte Grunewald), die zum Biker-Treff wurde. Anstelle der Imbissbude entstand 1999 das Restaurant & Biergarten Spinner-Brücke und 2007 der zugehörige Brücken-Stadl.

(Mit Infos aus Wikipedia)
Die Fotos entstanden im Jahr 2017.


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