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Krug Stege in Alt-Lichtenberg

Die ehemalige Krug Stege, oder auch Krugstege, in Alt-Lichtenberg quert den Dorfanger und führt direkt von diesem in östliche Richtung. Sie hat wohl schon vor der Erschließung des Gebietes außerhalb des Dorfes Lichtenberg bestanden. Auf der südlichen Seite, zwischen Dorfanger und Ruschestraße, befand sich der Gemeindefriedhof Lichtenberg und auf der selben Seite an der südwestlichen Ecke an der Ruschestraße stand ein Wasserturm mit Pumpstation, der um 1912 abgerissen wurde.

Die Straße wurde 1907 in Bornitzstraße umbenannt und führte noch 1911 nur bis zur Ruschestraße, wurde aber mit der Erschließung der Industriestadt Rittergut Lichtenberg schon um 1900 bis zum Landschaftspark Herzberge geplant. Ab 1912 wurde sie bis zur geplanten Verlängerung der Bürgerheimstraße (Straße 15) verlängert. Dort waren schon Gärtnereien angesiedelt. Es wurde zudem ein Seitenweg zum südlich gelegenen Städtischen Friedhof Plonzstraße angelegt, an dem 1912 eine Feldkantine erwähnt wird.

Ihren Namen hat die Krug Stege wohl, weil an ihr ein Gasthaus - ein Krug, vermutlich der Dorfkrug - stand. Das ehemalige Restaurant Siegfriedshöhe an der Siegfriedstraße, zwischen Bornitzstraße und Rittergutstraße, kann damit nicht gemeint sein, da es erst 1915 erstmals erwähnt wird.

Die um 1900 geplante Länge der Straße bis zum Landschaftspark Herzberge wurde 1912 bis zur Siegfriedstraße gekürzt, auch wenn sie zu dieser Zeit bis dahin immer noch nur theoretisch reichte. Ihr offizieller Anschluss an die Siegfriedstraße erfolgte erst in den 1960er Jahren. Zu dieser Zeit wurde an der südlichen Ecke zur Siegfriedstraße die Konsum-Bauarbeiterversorgung mit Großküche, Restaurant und Unterkünften gebaut. 1973 folgte dort das große Bauarbeiterhotel.

Der Name Bornitzstraße ist dem Theologen Friedrich Alexander Bornitz, der von 1809–1876 lebte, gewidmet. Er war von 1851 bis zu seinem Tod erster Pfarrer der selbstständigen evangelischen Kirchengemeinde zu Lichtenberg.

Im Jahr 1922 wird die Kleingartenanlage Siegfriedslust gegründet. Sie besiedelt Parzellen zu beiden Seiten der noch nicht befestigten Verlängerung der Straße.

In den Jahren 1926/27 errichtete die Konsum-Genossenschaft Berlin und Umgegend an der Ecke Bornitzstraße - Ruschestraße, südlich ihres Verwaltungsgebäudes an der Rittergutstraße, ein Werkstättengebäude mit Tankstelle.

In den 1920er Jahren entstanden an der Ecke zur Ruschestraße beiderseits der Straße ortstypische Mietskasernen.

An der nordöstlichen Ecke zur Siegfriedstraße baute zu DDR-Zeiten die Kugellagerfabrik "Josef Orlopp" ein weiteres Fabrikgebäude, sowie westlich daneben in der Bornitzstraße ihren Betriebskindergarten.

Seit den 2010er Jahren werden auf der südlichen Seite östlich der Ruschestraße nach und nach Wohnsiedlungen gebaut. Der südliche Teil der KGA Siegfriedslust soll der Neubebauung zum Opfer fallen.

(Mit Infos von Wikipedia)
Die Fotos entstanden in den Jahren 2013 und 2015.


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