Albertshof und Rüdnitz
In diesem Fotoalbum sind hauptsächlich Fotos aus Albertshof und Rüdnitz bei Bernau veröffentlicht. Zudem sind ein paar wenige Fotos vom Hin- und Rückweg nach Albertshof dabei. Darunter Fotos aus dem Dorf Weesow und dem Dorf Schönfeld sowie von Gieses Plan in Bernau und dem danebenliegenden Heeresbekleidungsnebenamt Bernau sowie dem dortigen Bahnübergang der Berlin-Stettiner Bahn an der Albertshofer Chaussee und von den Wiesen hinter dem Bahnhof Bernau am Radweg Berlin-Usedom. Die Fotos aus Rüdnitz entstanden in einer separaten Tour.
Die heutige Siedlung Albertshof an der Straße von Bernau nach Tempelfelde entstand als Vorwerk und wurde vom Berliner Ökonomen Albert Petersen angelegt sowie 1861 erstmals als Ackergehöft Alberts-Hof (Hof von Albert Petersen) erwähnt. 1903 kaufte die Stadt Berlin das Vorwerk und baute es bis 1908 zum Berliner Stadtgut Albertshof aus und errichte nahegelegen eine neue Fleischvernichtungsanlage (Abdeckerei). Dabei entstanden die ersten Gutsarbeiterhäuser. Zur Fleischvernichtungsanlage und in Verlängerung bis zum Stadtgut wurde ein Gleisanschluss an den Bahnhof Rüdnitz an der Berlin-Stettiner Bahn verlegt. Zudem bestand ein weit verzweigte Feldbahnanlage bis nach Hoffnungstal (Rüdnitz) und Lobetal sowie einige Kilometer nach Nord, Südost und West.
Mit der Übernahme durch die Stadt Berlin wurden Wohnhäuser für die Arbeiter errichtet. Eines davon wurde als Forsthaus und Kinderheim genutzt.
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Erläuterungsbericht zum Ausbau des Arbeiterhauses Nr. 12 in Albertshof.
Das an der Weggegabelung Bernau-Albertshof-Tempelfelde belegene ältere Arbeiterhaus soll wegen seiner günstigen Lage und um den Bau eines Forsthauses zu ersparen, als Wohnung für den in Albertshof zu stationierenden Forstaufseher und als Landpflegestelle eingerichtet werden.
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(Vorlagen für die Stadtverordnetenversammlung zu Berlin, No. 7 Punkt 83, 5. Februar 1910)
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In Albertshof wurde das Kinderheim wieder eröffnet.
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(Verwaltungsbericht des Magistrats zu Berlin für das Etatsjahr 1912, No. 43 Seite 11 Spalte 2)
Zu DDR-Zeiten wurde das Berliner Stadtgut Albertshof zum Volkseigenen Gut Albertshof mit der Zusatzbezeichnung Stadtgüter Nord. Betrieben wurde das Volksgut Albertshof von der Rinderzuchtbrigade VEG Albertshof und einer Pflanzenproduktion. In dieser Zeit entstanden weitere Gutsarbeiterhäuser. Ab 1990 wurde das Berliner Stadtgut Albertshof als Stadtgüter Berlin Nord KG Gut Albertshof betrieben. Im Jahr 2007 verkaufte die Stadt Berlin das Gut an Privat. Seitdem wird das Gut als Stadtgüter Berlin Nord KG mit Geschäftsführer Mart van Els und Hans Arts als Teil der ARTS Holding SE sowie der SARIA-Gruppe betrieben. Die Fleischvernichtungsanlage ging im Jahr 2007 in den Besitz der Firma ReFood über.
Über Rüdnitz gibt es nichts weiter zu berichten, außer dass dort die Lobetaler Werkstätten ihren Anfang in einer Siedlung direkt am Ort nahmen, sowie dass der Name aus dem Slawischen stammt und soviel wie Raseneisenstein bedeutet, der dort auf den Äckern zu finden ist. Das lässt vermuten, dass der Ort seinen Ursprung in einer slawischen Siedlung selben Namens hat.