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Karow

Der Ort Karow wurde im Jahr 1254 erstmals urkundlich erwähnt. Karow liegt nördlich vom Plauer See an zwei Verkehrskreuzungen. Südöstlich von Karow liegt die Kreuzung der Bundesstraße B 192 und der Bundesstraße B 103 sowie Landesstraße L 37. Am Dorf Karow kreuzten ehemals die Chaussee Krakow–Karow von 1846, die Chaussee Karow–Malchow von 1847, die Chaussee Goldberg-Karow und die Chaussee Meyenburg-Karow. Die Chausseen nach Malchow und nach Goldberg wurde um 1937 ein Teil der Reichsstraße 192 (DDR: Fernverkehrsstraße F 192, BRD: Bundesstraße B 192) sowie zwischen 1950 und 1980 bei Karow miteinander verbunden und als Umgehungsstraße angelegt. Östlich vom alten Dorf Karow kreuzen drei Bahnstrecken den Bahnhof Karow (Meckl). In Karow kreuzen die Bahnstrecken Güstrow-Meyenburg von 1882, Parchim-Neubrandenburg (Mecklenburgische Südbahn) von 1885 und Wismar-Karow von 1887. Die Bahnstrecken sind heute teils stillgelegt oder außer Betrieb und werden nur noch für Sonderfahrten genutzt. Saisonverkehr mit Saisonfahrten der Mecklenburgischen Südbahn findet statt zwischen Parchim-Malchow und Meyenburg-Güstrow, mit Halt an den Haltestellen und Bahnhöfen auf diesen Strecken.

Das Gut Karow mit Gutshaus Karow sowie dem Alten und Neuen Schloss Karow liegt westlich vom Dorf Karow und ist von diesem durch die Bundesstraße B 192 getrennt. Auf dem Gutshof steht ein Gutshaus. Neben dem Gutshof stehen zwei Schlossbauten aus zwei Epochen aneinandergebaut. Das Alte Schloss wurde 1789-1801 anstelle eines Vorgängerbaus von 1670-1700 durch den königlich-preußischen Kammerherrn Otto Conrad von Hahn gebaut. 1906-1907 wurde an das Alte Schloss das Neue Schloss durch den Gutsbesitzer Johannes Schlutius (1861-1910) gebaut. Die Familie Schlutius erwarb das Gut Karow bereits 1898 und baute einen neuen Gutshof mit Gutshaus und Wasserturm. 1945 wurde die Familie Schlutius enteignet. Seit 1994 ist die Familie Schlutius wieder im Besitz vom Gutshof Karow. Das Doppel-Schloss Karow ist seit 1998 im Besitz der Familie Heuer.

Südöstlich vom Dorf Karow stand ehemals eine Ziegelei, die irgendwann den Namen Ziegenhorn bekam. Heute ist dort der Sitz der Verwaltung vom Naturpark Nossentiner-Schwinzer Heide mit dem Museum im Karower Meiler. Als Meiler wurden unter anderem Ziegelbrennöfen bezeichnet. Im nahegelegenen Feuchtgebiet am Plauer See wurde Torf als Brennmaterial für die Ziegelei abgebaut. Die Torfstichteiche sind heute Teil vom Naturschutzgebiet Nordufer Plauer See.


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