Tempelfelde
Das Dorf Tempelfelde liegt 2,5 km abseits der ehemaligen Via Imperii von Rom nach Stettin und ist ein typisches Angerdorf aus Zeiten der Kolonisation des Hohen Barnim nach dessen Eroberung durch die Askanier. Erstmals urkundlich erwähnt wurde das Dorf im Jahr 1375. Der Name des Dorfes sowie archäologische Funde von Urnengräbern lassen auf eine frühere Gründung von Tempelfelde im Zusammenhang mit dem Templerorden schließen. Der Templerorden bestand von 1118 bis 1312.

Am Ort Tempelfelde wurden Ende des 19. Jahrhunderts insgesamt drei archäologische Grabstätten entdeckt. Das weckte Vermutungen zur Entstehung des Ortsnamens. Eine Verbindung mit Tempelhof in Berlin, einem ehemaligen Komturhof des Templerordens, wurde hergestellt. Die Vermutungen wechselten im Laufe der Zeit, wurden durch neue verworfen oder durch weitere Vermutungen ersatzlos als falsch dargestellt.

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Aus dem Namen des Dorfes Tempelfelde darf man schliessen, dass die genannte Komthurei zur Zeit der Besiedlung des Barnim schon existierte und an derselben sich beteiligte. Wie Albrecht der Bär nach seiner Rückkehr aus dem heiligen Lande vielleicht zum Dank für genossene Gastfreundschaft den Johannitern Werben überliess, so mag die Niederlassung der Templer bei Berlin mit der Teilnahme des nachmaligen Markgrafen Albrecht II. an dem Kreuzzug von 1197 in Verbindung stehen.
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("Brandenburgia.", Monatsblatt der Gesellschaft für Heimatkunde der Provinz Brandenburg zu Berlin, XII. Jahrgang 1903/1904, 17. (8. ordentliche) Versammlung des XI. Vereinsjahres. Mittwoch, den 25. Februrar 1903, abends 7 1/2 Uhr im Bürgersaal des Rathauses. Bericht über die Verhandlung der Provinzial-Kommission für Denkmalpflege in der Provinz Brandenburg am 27. November 1902. Seite 88.)

Desweiteren wurde an dem Ort Tempelfelde ein heidnischer Tempel vermutet, der durch den Templerorden übernommen und zu eigenen Zwecken genutzt worden sein soll. Der Tempel soll dem Ort seinen Namen verliehen haben indem neben diesem Tempel eine Ansiedlung entstand, aus der das Dorf Tempelfelde hervorging. Eine dieser heidnischen Grabstätten ist heute noch eindeutig lokalisierbar. Die anderen beiden nur ungefähr.

Die Mystik um den Templerorden verführte einige Leute dazu die im Internet zu findende Information "1925 entdecktes Urnenfeld in Richtung Grüntal und Urnenscherbenfunde im Bereich der Rotpfuhlberge" nicht nur ungeprüft zu übernehmen, sondern sogar als Sehenswürdigkeit anzupreisen. Die Tempelfelder selbst wissen nichts von solch einer Sehenswürdigkeit. Den Mystikern ist das egal, Hauptsache irgendetwas mystisch erscheinendes begeistert sie bei einer Ortsbegehung. Die Information ist eine Mixtur aus verschiedenen Informationen. Die Jahresangabe stimmt nicht. Die Ortsangaben beschreiben beide nur einen Fundort.

Mit dem Weg von Tempelfelde in Richtung Grüntal ist nicht der heute noch erhaltene Feldweg von Tempelfelde nach Grüntal gemeint, sondern die heutige Grüntaler Straße in Tempelfelde, die in ihrer Fortsetzung außerhalb des Ortes nach Sydow führt. Die Ortsbezeichnung in der Information und die heutige Straßenbezeichnung haben ihren Ursprung in der umgangssprachlichen Zusammenlegung von Sydow-Grüntal und in dessen Folge die Auslassung von Sydow. Das hatte zur Folge, dass Sydow als Teil von Sydow-Grüntal einige Zeit lang nur Grüntal genannt wurde und beide Orte in Landkarten nur als ein Ort Grüntal beschriftet wurden. Bis heute ist der Spruch überliefert: "Sidow und Grüntel liegen in einem Bündel.".

Bereits 1878 wurde von Ausgrabungen in Tempelfelde bei Bernau, die durch den Berliner Arzt Dr. Rudolf Virchow durchgeführt wurden, berichtet.

1884 fanden zwei Schenkung aus Tempelfelde an das Märkische Provinzial-Museum statt. Der Eigenthümer A. Kessel aus Tempelfelde schenkte "Fragmente einer größeren germanischen Urne mit Leichenbrand" von seinem Acker. Der Oberlehrer Dr. Reinhardt schenkte "Thongefäßreste und Feuersteinsplitter", die auf der Nordwestseite des Dorfes ausgegraben wurden.
1885 fand eine weitere Schenkung aus Tempelfelde an das Märkische Provinzial-Museum statt. Der Gutsbesitzer C. Wenzel schenkte eine ausgegrabene "Schaumünze (St. Georg den Drachen tödtend, Avers: Schiff im Sturm)".

Ein Urnengrab, bzw. ein Urnenfeld, ist an den Rothpfulbergen überliefert. Die Rothpfulberge sowie ein Rothpfuhl sind in keiner Landkarte verzeichnet. Der Berliner Arzt Dr. Rudolf Virchow hinterlies in seinem Notizbuch 1873-1876 einen Hinweis zum Standort der Rothpfulberge.
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Tempelfelde
2) Weg nach Danewitz, dicht vorm / Dorfe, d Rothpfuhl-Bergen / Satt weißer Sand.
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(Die Tagebuchaufzeichnungen und Notizbücher in chronologischer Folge. Zum ersten Mal vollständig aus den Handschriften in historisch-kritischer Edition vorgelegt von Christian Andree, Band 1.5)

Der Weg nach Danewitz ist heute noch als Feld- und Waldweg vorhanden. Am Abzweig dieses Weges von der Straße nach Sydow liegt ein Teich namens Rothpfuhl, dessen Name von den Tempelfeldern noch verwendet wird. Der Rothpfuhl ist nicht zu verwechseln mit dem Rohr-Teich am Waldrand der Danewitzer Fichten (ehemals Eich Holtz und Rohr Fläche). Am Rothpfuhl liegt zudem der Klapperberg, auf dem ehemals eine Windmühle stand, die für diesen Berg namensgebend war. Der Klapperberg ist wiederum nicht die Rothpfuhl-Berge. Die Rothpfulberge sind Sanddünen. Eine genauere Lokalisierung des Urnenfeldes liefert eine historische Beschreibung einer Ortsbegehung, die noch weitere archäologische Details lüftet.

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Das Urnenfeld am Rothpfuhl-Berg bei Tempelfelde, Kreis Ober-Barnim.
Von Bernau 8 km nordöstlich liegt das Dorf Tempelfelde. Dicht am westlichen Ende des grossen Dorfes wird von der Chaussee der Rothpfuhl-Berg durchschnitten. Bei Anlage dieser Chaussee vor 9-10 Jahren wurden hier viele grössere und kleinere Urnen gefunden. Es war im Februar 1897, als ich an Ort und Stelle war; leider war die Erde noch fest gefroren und ich konnte deshalb eine genaue Untersuchung nicht vornehmen. Der Berg enthält jedoch noch viele Urnen-Gräber; ich sah am Abhange, wo die Bauern Sand geholt hatten, noch viele grössere und kleinere Gefässtheile stecken und sammelte oberflächlich viele Scherben. Diese waren an Masse und Farbe gleich denen, die ich an dem 3 km westlich von Tempelfelde gelegenen heiligen Brunnen gefunden habe. Letztere stammten aus Kisten-Gräbern, die ich im März-Heft 1896 der Gesellschaft für Heimathskunde "Brandenburgia" beschrieben habe. Im Osten von Tempelfelde, am Seipfuhl, da wo die Ziegelei stand, sind vor 7 Jahren auch mehrere Urnen gefunden und einem Museum übergeben worden, welchem, konnte ich nicht erfahren. - Eine Eigenthümlichkeit von Tempelfelde sind die an vielen älteren Häusern vorgebauten Lauben, ganz ebenso wie man solche im Teltow und in der Zauche findet. Auch ist die Sprache der Bewohner auffallend und eine andere als in den Orten der Umgegend. Im Kruge des Dorfes sassen mehrere ältere Leute und unterhielten sich, doch konnte ich beim besten Willen die Unterhaltung nicht verstehen, so platt und unverständlich war die Sprache, obgleich die Leute sämmtlich früher Soldaten waren, sogar in Berlin gedient hatten. Die Männer gaben es auch zu, dass sie in Nachbar-Dörfern schon schwer verstanden werden.
Berlin. Hennann Busse.
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(Nachrichten über deutsche Alterthumsfunde 1898. Neunter Jahrgang 1898. Heft 1. R. Virchow und A. Voss.)

Der Standort der Rothpfulberge wäre damit eindeutig lokalisiert. Auf der östlichen Straßenseite ist heute noch eine ehemalige Sandgrube zu erahnen. Auf der westlichen Straßenseite liegt der Festplatz von Tempelfelde. Dort sind zwei alte Mühlensteine unter Pavillons aufgebahrt.

Der Standort Seipfuhl an einer ehemaligen Ziegelei ist nicht eindeutig lokalisierbar. In keiner Landkarte ist ein Seipfuhl oder eine Ziegelei bei/in Tempelfelde verzeichnet. Nur in einer Landkarte von 1841 ist ein Segge-Pfuhl, allerdings mehr südöstlich von Tempelfelde, auf freiem Acker zwischen den Straßen nach Schönfeld und Beiersdorf, eingezeichnet. Vielleicht sind Segge-Pfuhl und Seipfuhl verschiedene Namen für ein und den selben Pfuhl und die Sache liegt im Dialekt der Tempelfelder begründet. Wobei das schwer haltbar ist, weil Seggen eine Art Sauergras sind und Seipfuhl vielleicht wohl eher einen Saupfuhl meint. Allerdings liegen auf besagtem Acker zwei Pfühle, direkt auf der Gemarkungsgrenze, die marginal noch vorhanden sind. Der südwestliche davon ist der Seggepfuhl. Der nordöstlich könnte somit der Seipfuhl sein. Der Seipfuhl könnte aber auch das Feuchgebiet im Wald östlich von Tempelfelde meinen, nördlich der Straße nach Beiersdorf. Das käme zumindest einem Saupfuhl nahe. In einer Landkarte von 1880 zweigt vom Weg nach Beiersdorf noch vor den beiden genannten Pfühle ein Weg auf den Acker der beiden Pfühle. Das lässt vermuten, dass dort einst die Ziegelei auf freiem Feld stand. Doch dieser Weg könnte auch nur ein Zufahrtsweg zu einem Acker sein, wie er andernorts vielmals verzeichnet ist. Solch eine Ziegelei älteren Datums hinterlies von sich aus schon wenig Spuren, und auf einem Acker, der jährlich gepflügt wird, so gut wie keine. Es sind in der Gegend um Tempelfelde auch keine Tongruben auffindbar. Manchmal wurden Ziegeleien auch nur kurzzeitig zur Herstellung von Ziegelsteinen für den Bau neuer Gebäude errichtet und betrieben sowie nach Fertigstellung der Gebäude wieder entfernt. Dass die beiden Pfühle ehemalige Tongruben sein sollen, das kommt weniger in Betracht. Ein letzter Hinweis liefert diese Information.
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2. Fdst. 2: Acker des Bauern A. Kessel, an der Beiersdorfer Grenze; anscheinend mit der Fdst. Seipfuhl bei der Ziegelei, die von H. Busse 1898 erwähnt wird, identisch. Von hier stammen einige Urnenscherben, Fragmente von Deckelschalen, sowie Leichenbrand, die in ca. 0,6 m Tiefe gefunden wurden.
Kat.-Nr. MM II 13 937-40.
Nachweis: O.A.M.M..
Verbleib: unbekannt (1945 verschollen).
Literatur: Busse 1898 - II.
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(Acta Praehistorica et Archaeologica, Bände 7-8, B. Hessling, 1976)
(Fdst. = Fundstelle).

Einen letzten vagen Hinweis gibt das Liegenschaftskataster. Darin ist am vermutlichen Seipfuhl südlich der Straße nach Beiersdorf ein Stück Land in einer eigenartigen Form separiert ausgewiesen. Möglicherweise ist dies der Standort der ehemaligen Ziegelei. Letztendlich ist anhand der verfügbaren Informationen der Standort vom Seipfuhl sowie der Ziegelei und somit der Standort der Grabstätte östlich von Tempelfelde nicht exakt lokalisierbar.

Der Standort Heiliger Brunnen ist ebenso nicht exakt lokalisierbar. Die Angabe 3 km westlich von Tempelfelde wäre schon auf Gemarkung Danewitz sowie auf der gegenüberliegenden Seite der Via Imperii. Im Nordwesteck der Kreuzung Via Imperii und Weg nach Danewitz ist in Landkarten ab 1911 etwas ähnliches wie eine Slawenschanze eingezeichnet, die auf eine frühere Besiedelung des Gebietes durch Slawen schließen lässt. Bezüglich dem Heilig liegt südwestlich von der vermutlichen Schanze etwas weiter entfernt der Priester-Pfuhl. Dieser Pfuhl hat seinen Namen einem Priester zu verdanken, der mit seinem Pferdefuhrwerk in selbigen fuhr und stecken blieb. Es wird bis heute erzählt, dass der Priester betrunken gewesen sein soll und vom Weg abkam. Zumal sich die Frage stellt, wohin der Priester unterwegs war, weil dort kein Weg irgendwohin führte außer zu dem Pfuhl. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts entstand neben dem Priesterpfuhl die Priesterpfuhlsiedlung. Einen etwas genaueren Aufschluss über den Standort liefert der Beitrag von H. Busse im März-Heft von 1896 vom Monatsblatt der Gesellschaft für Heimatkunde der Provinz Brandenburg zu Berlin "Brandenburgia".

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Über den Heiligen Brunnen bei Dannewitz, Kreis Ober-Barnim
Bei meinen meist vorgeschichtlichen Untersuchungen, die sich auf Berlin benachbarte Kreise erstrecken, hörte ich vor mehreren Jahren in den Dörfern Rüdnitz und Dannewitz, Kreis Ober-Barnim, von einem grösseren Stein-Urnenfund in den Dannewitzer Fichten. Meine Forschungen ergaben, dass der Bauer Freitag mit 2 Knechten bei einer Brunnenausschachtung diesen Fund gemacht hatte. Im Frühjahr 1895 hörte ich in Dannewitz, dass leider der Bauer Freitag und einer seiner Knechte verstorben sei und dass der andere Knecht nach Rüdnitz verzogen. Letzteren gelang es mir aufzufinden und ging dieser mit mir im Dezember 1895 nach der Fund-Stätte, die im Volksmunde "Heiliger Brunnen" oder "Freitags Pfuhl" oder "Tränke" genannt wurde und aus einem 80-100 Fuss langen und breiten und 10-12 Fuss tiefen Kessel besteht, in dem sich unten im Winter wie im Sommer Wasser befindet. Mein Gewährsmann, mit Namen Kessel aus Rüdnitz, berichtete mir, dass sie damals das Ganze zu einer Vieh-Tränke eingerichtet hätten. Bei Vertiefung des Wassers fanden sie mehrere etwa 5-6 Fuss lange eichene Holz-Kloben, glatt gearbeitet, die so fest waren, dass sie mit ihren gewöhnlichen Werkzeugen kaum zerkleinert werden konnten. Mit der Säge kamen sie nicht durch. Bei der fortgesetzten Erweiterung des Wasser-Beckens mussten sie alsdann sehr viel Erde auskarren und fanden sie nun, circa 3-4 Fuss östlich seitwärts über die Wasserfläche 8-10 ganz regelmässig gelegte glatte Steinkisten, dazwischen Thon-Gefässe und darin Knochen. Einige davon nahmen sie mit nach Dannewitz, sie gingen aber sehr leicht entzwei und wurden dann nicht weiter beachtet. Ich sondierte nun ringsum die Erde, konnte jedoch nichts entdecken. Auch die damals herausgeschaffte Erde wurde teilweise durchsucht und fanden sich hierbei einige frühgermanische Thonscherben, ohne jedes Ornament auch fanden sich noch zwei Steinplatten, glatt und flach zugehauen, circa 1 1/2 Fuss lang und 3 Zoll dick. Immerhin bestätigte mir das Wenige das vorher Gesagte.
Der Fundort liegt 200 Schritt östlich von einer alten Landstrasse, die von Alt-Landsberg über Seefeld und Wilmersdorf nach Biesenthal führt, auf Dannewitzer gebiet, 3/4 Kilometer nördlich vom Wege, der von Tempelfelde nach Rüdnitz bezw. Ladeburg geht; das Vorwerk Albertshof liegt 1/2 Kilometer südwestlich und links von ersterer Strasse. Früher waren dort kahle Sandhügel, jetzt stehen Fichten rundherum. - Wasser ist stundenweit ringsherum nicht vorhanden. - Meine Ansicht ist, dass man es hier mit einem vorgeschichtlichen Brunnen zu thun hat, in dessen nächster Nähe Kisten-Gräber eingebaut waren, der Name "Heiliger Brunnen" zeugt auch dafür.
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("Brandenburgia". Monatsblatt der Gesellschaft für Heimatkunde der Provinz Brandenburg in Berlin. IV. Jahrgang 1895/1896. 15. (5. öffentl.) Versammlung des IV. Vereinsjahres, Mittwoch, den 26. Februar 1896, abends 7 1/2 Uhr. Im Bürgersaale des Rathauses. Herr Herrmann Busse, Techniker in der hiesigen Keibel'schen Fabrik, eifriger Sammler und glücklicher Ausgrabungsforscher im Gebiet der märkischen Vorgeschichte.)
(1 preußischer Fuss = 31,385 cm).

Diese Standortbeschreibung ist schon etwas exakter, auch wenn einiges daran seltsam erscheint. Mit Dannewitz ist das heutige Danewitz gemeint. Das Vorwerk Albertshof liegt direkt südlich vom beschriebenen Fundort. Die Lokalisierung wäre damit westlich vom Priesterpfuhl sowie südlich vom alten und ehemals freistehenden Wäldchen Dannewitsche Heyde, in dem heute drei Siedlungen, die Emil-Siedlung, die Heidemannsiedlung und die Willi-Lutter-Siedlung, angesiedelt sind und durch die der alte Wilmersdorfer Weg von Danewitz nach Willmersdorf führt, der von Danewitz bis zur Siedlung asphaltiert ist und Kirschweg genannt wird. Eine noch genauere Lokalisierung ist anhand der verfügbaren Informationen nicht möglich. Den heutigen Danewitzern und Tempelfeldern ist dieser Brunnen nicht mehr bekannt.

Ein weiteres archäologisches Fundstück auf der Gemarkung Tempelfelde ist ein zweihenkliger Topf aus der Bronzezeit als Einzelfund mit Inv.-Nr. 1938 und Verbleib im Museum Bad Freienwalde.

Die Denkmalliste Brandenburg weist folgende Einträge zu Bodendenkmalen in Tempelfelde aus:
Siedlung - Bronzezeit (BD-Nr. 40698).
Dorfkern - Neuzeit (BD-Nr. 40698).
Siedlung - Neolithikum (BD-Nr. 40698).
Dorfkern - deutsches Mittelalter (BD-Nr. 40698).
Siedlung - Urgeschichte (BD-Nr. 40699).
Siedlung - römische Kaiserzeit (BD-Nr. 40700).
Siedlung - Eisenzeit (BD-Nr. 40700).
Siedlung - Urgeschichte (BD-Nr. 40701).
Siedlung - römische Kaiserzeit (BD-Nr. 40701).
Siedlung - Eisenzeit (BD-Nr. 40702).
Siedlung - Bronzezeit (BD-Nr. 40702).

Weitere Informationen zu Bodendenkmalen liefert der Planfeststellungsbeschluss von 2014 zum Bau der Uckermarkleitung (380 kV Freileitung) mit Rückbau einer 220 kV Freileitung.
Siedlung der Urgeschichte und römischen Kaiserzeit (BD 40.701, Tempelfelde 13, 16).
Fundplatz der Urgeschichte (BD 40.701, Tempelfelde 12).
Fundplatz der Urgeschichte (BD 40.701, Tempelfelde 9).
Siedlung der Eisenzeit und römischen Kaiserzeit (BD 40.700, Tempelfelde 10, 11, 18).
Siedlung der Bronze- und Eisenzeit (BD 40.702, Tempelfelde 15).
Die erwähnten Bodendenkmale liegen direkt oder in unmittelbarer Nähe der neuen 380 kV und der vorherigen 220 kV Freileitung. Desweiteren besteht dort noch eine 110 kV Freileitung.

Die Denkmalliste weist zwei Naturdenkmale in Tempelfelde aus. Eine 300-400 Jahre alte Stiel-Eiche in der Gartenstraße 1 und eine 100-150 Jahre alte Gemeine Esche vor dem Kircheneingang.

Zu Tempelfelde gehörten einst zwei Windmühlen. Eine stand 800 Meter vor dem Ort rechts der Straße nach Schönfeld, deren Standort noch im Liegenschaftskataster verzeichnet ist. Die andere Windmühle stand auf dem Klapperberg am Rothpfuhl zwischen dem Weg nach Danewitz und dem Triftweg zum Bernauer Damm.
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Niederbarnimer Kreisblatt
Freitag, den 10. August 1894 (No. 92)
Alt-Landsberg. Ein ganz entsetzliches Unwetter hat gestern den ganzen nördlichen Theil der Mark Brandenburg heimgesucht und unendlichen Schaden angerichtet. In Tempelfelde hat der Sturm die Mühle umgeworfen.
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Desweiteren gab es in Tempelfelde einen Krug, einen Schießplatz, eine Post und ein Sägewerk. Erhalten blieb ein altes Spritzenhaus auf dem Dorfanger.

Zu Tempelfelde gehört zudem die Siedlung Friedrich-Wilhelms-Hof an der Straße nach Gratze und die Siedlung Ausbau am Semmelberg an der Straße nach Sydow. Die Siedlung Friedrich-Wilhelms-Hof entstand 1817 als Vorwerk Friedrich-Wilhelmshof und wurde im 20. Jahrhundert aufgesiedelt. Der Semmelberg, eine Sanddüne im Wald zwischen Straße nach Sydow und Siedlung Ausbau, wird von Mystikern als Hügelgrab eines Königs heraufbeschworen, mit dem Hinweis, dass ein Gehöft in der Siedlung Ausbau "Tempelhof" genannt wird. Das Gehöft Tempelhof in der Siedlung Ausbau ist seit 2015 das Felidae Wildkatzen- und Artenschutzzentrum Barnim - kurz Wildkatzenzentrum genannt - und wird vom Raubkatzen Barnim e.V. betrieben.

1914 verkaufte der Bauerngutsbesitzer Gustav Wenzel aus Tempelfelde ein Stück Land von 2,6450 ha Größe an das Berliner Stadtgut Albertshof.

Im Buch »Was ein Berliner Musikant erlebte« von Victor Noack vom Band 19 der "Großstadt-Dokumente" aus dem Jahr 1906 wird in der Kurzgeschichte "Knechteball" ein selbiger im Dorfkrug in Tempelfelde geschildert. Zu dieser Zeit gab es noch einen Nachtwächter in Tempelfelde und der einäugige Barbier von Tempelfelde spielte Geige. Ob die Geschichte wahr ist, das ist nicht bekannt.

In Tempelfelde wird seit 1991 der Familienbetrieb "Spargelhof Giese" von Tanja und Jürgen Giese betrieben. Im Hofladen vom Spargelhof Giese in Tempelfelde gibt es nicht nur Spargel, sondern jede Menge regionale Produkte.

Die Fotos entstanden auf mehreren Touren durch Tempelfelde. Von daher ist die Sortierung der Fotos keine fließende Fototour. Tempelfelde wurde aus drei Richtungen angefahren: Schönfeld, Albertshof und Danewitz, sowie in drei Richtungen verlassen: Albertshof, Gratze und Sydow.
Tempelfelde Windmühle
Tempelfelde Windmühle
Tempelfelde Villa
Tempelfelde Villa
Tempelfelde Wohnhaus Bauernhof
Tempelfelde Friedrich-Wilhelms-Hof
Tempelfelde Friedrich-Wilhelms-Hof
Tempelfelde Vorwerk Friedrich-Wilhelmshof
Tempelfelde Vorwerk Friedrich-Wilhelmshof
Tempelfelde Vorwerk Friedrich-Wilhelmshof
Tempelfelde Friedrich-Wilhelms-Hof
Tempelfelde Acker
Tempelfelde Ackerlandschaft
Tempelfelde Ackerlandschaft
Tempelfelde Ackerlandschaft
Tempelfelde Klapperberg
Tempelfelde Triftweg
Tempelfelde Triftweg Klapperberg
Tempelfelde Klapperberg
Tempelfelde Klapperberg
Tempelfelde Klapperberg
Tempelfelde Grüntaler Straße
Tempelfelde Grüntaler Straße
Tempelfelde Bauernhof und Büdnerei
Tempelfelde Dorfkirche
Tempelfelde Geräteschuppen
Tempelfelde Bernauer Damm
Danewitzer Fichten Waldweg
Danewitzer Fichten Hügel
Tempelfelde Am Sägewerk
Tempelfelde Rothpfuhl
Tempelfelde Am Sägewerk
Tempelfelde Am Sägewerk
Tempelfelde Grüntaler Straße Rothpfuhlberge
Tempelfelde Festplatz
Tempelfelde Festplatz
Tempelfelde Festplatz Pavillons Mühlensteine
Tempelfelde Festplatz Pavillons Mühlensteine Naturkegelbahn
Tempelfelde Festplatz Mühlenstein
Tempelfelde Festplatz Mühlenstein
Tempelfelde Festplatz Mühlenstein Schulze Berlin
Tempelfelde Festplatz Naturkegelbahn
Tempelfelde Festplatz Verkaufsbude
Tempelfelde Festplatz Schießbude
Tempelfelde Rothpfuhlberge
Tempelfelde Gartenstraße Rothpfuhlberge
Tempelfelde Rothpfuhlberge Sandgrube
Tempelfelde Dorfkirche
Tempelfelde Feldsteinscheune Ruine
Tempelfelde Bauernhof Garten
Tempelfelde Schießstand
Tempelfelde Ausbau Semmelberg Wildkatzenzentrum
Tempelfelde Ausbau Semmelberg Wildkatzenzentrum

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