In den Jahren 2021 und 2023 ist geplant einen offiziellen Spreeuferweg am Südufer der Spree zwischen Michaelbrücke und Schillingbrücke anzulegen. Zudem ist am dortigen Nordufer, allerdings hinter dem Stadtbahnviadukt, der Bau eines Büro- und Wohnkomplexes geplant. Dort war das Bau-Projekt Eckwerk der Holzmarkt Genossenschaften geplant. Die neuen Planungen bestehen aus dem Bau-Projekt WIEWEIL der WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH und der KIM Kilian Immobiliengruppe.
Das Uferareal an der Spree parallel zur Köpenicker Straße und Holzzmarktstraße weist historisches Potential auf. Zwischen der Schillingbrücke und der Michalebrücke liegt am Südufer das sogenannte Holzufer und am Nordufer der sogenannte Holzmarkt, an denen einst ein Holzumschlagplatz bestand. Am Südufer östlich an der Michaelbrücke bestand sogar eine Dampfschneidemühle und Holzleistenfabrik, an dessen Stelle von 1990 bis 2009 der Wagenplatz der Wagenburg Schwarzer Kanal bestand. Östlich davon steht bis heute die zu Wohnungen umgebaute Seifenfabrik. Dort war zuletzt der Club Kater Holzig ansässig. Östlich davon bestand die Fabrik der Firma Stock Motorpflug, von der am Spreeufer noch die Bootsgarage mit Terrasse erhalten ist. An diesem Uferabschnitt entstand 2011 die Initiative Spreeacker der dort errichteten Wohnhäuser Spreefeld. Nahe Schillingbrücke steht die Eisfabrik der Firma Eiswerke Berlin. Am Spreeufer der Eisfabrik besteht seit 2012 das Zeltdorf Teepeeland. Sowohl der Spreeacker als auch das Teepeeland sollen beim Bau vom Spreeuferweg erhalten bleiben.
Das gegenüberliegende Spreeufer ist ebenso historisch interessant. Dort steht das Radialsystem IV und ein Teil vom Stadtbahnviadukt. Dazwischen stehen die Gebäude der Initiative Holzmarkt an der Holzmarktstraße auf dem Areal der ehemaligen Englischen Gastanstalt. Nordöstlich an der Michaelbrücke verläuft das Stadtbahnviadukt bis zur Jannowitzbrücke direkt am Spreeufer. Auf dem Areal nordöstlich an der Michaelbrücke, zwischen Stadtbahnviadukt und Holzmarktstraße, stand ehemals (1846) die Spazier's Maschinenbau-Anstalt. Später wurden auf dem Areak Mietskasernen mit Fabriken errichtet, die im Zweiten Weltkrieg zerstört wurden. Ab mindestens 1969 bis mindestens in die 1990er Jahre war auf dem Areal die Vertragswerkstatt für Renault und Simca sowie später auch Fiat von Werner Heuer, die zuletzt unter dem Namen Fiat Autohaus Heuer firmierte.
Die Fotos entstanden auf zwei Touren. Weitere Fotos aus dieser Gegend sind auf dieser Webseite verteilt zu finden.