Kindergefängnis Stralau
Kindergefängnis Stralau
Kindergefängnis Stralau
Die ehemalige Gemeindeschule mit der Sporthalle in Alt-Stralau.
Die Gemeindeschule der Gemeinde Stralau im ehemaligen Dorf Stralau auf der Halbinsel Stralau wurde 1893 gebaut.
Die Turnhalle wurde 1928 als Anbau angebaut und steht als expressionistische Architektur unter Denkmalschutz.
Ab 1920 35. Volksschule, später 41. Volksschule.
In der Schule war zu DDR-Zeiten von 1952 bis 1989 ein Durchgangsheim der DDR-Jugendhilfe für Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 17 Jahren, von dem aus die Kinder in Kinderheime, Spezialkinderheime oder Jugendwerkhöfe überführt wurden, oder zurück zu ihren Eltern kamen. Das Heim war eine geschlossene Einrichtung. Die Kinder und Jugendlichen waren bis zu mehreren Monate im Durchgangsheim und hatten keinen Kontakt zur Außenwelt. Die Jugendlichen, aber auch Kinder, mussten arbeiten, wie Lippenstifte für den VEB Berlin Kosmetik zusammensetzen. Im Heim gab es eine Isolationszelle für Isolationshaft. Die Erziehung glich militärischem Drill und Hackordnung unter den Kindern und Jugendlichen wurde geduldet. Männliche und weibliche Erzieher, die gegen die Zustände vorgingen, waren Repressionen ausgesetzt. Es gab eine hohe Selbsmordversuchsrate unter den Kindern und Jugendlichen. Das Heim wurde auch Kindergefängnis Stralau genannt.
Von 1990 bis 1996 Einrichtung der Kreuzberger Kinder- und Jugendnothilfe.
Seit 1999 Thalia-Grundschule.
Ortsteil Friedrichshain im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg im Land Berlin, 2017.
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