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Schulenburgpark und Venusplatz

Der Venusplatz und der Von der Schulenburg Park liegen an der südlichen Sonnenallee am S-Bahnhof Köllnische Heide an der Verbindungsbahn Baumschulenweg-Neukölln in Neukölln. Das Gelände von Platz und Park gehörte einst zur Cöllnischen Heide. Um 1900 siedelte auf dem Gelände ein Eiswerk an. Ab 1919 begann die Bebauung mit einer Wohnsiedlung und 1920 eröffnete der Bahnhof Köllnische Heide an der 1896 eröffneten Verbindungsstrecke Neukölln-Baumschulenweg (Neukölln-Schöneweider Eisenbahn) zwischen Ringbahn und Görlitzer Bahn.

Der Von der Schulenburg Park ist ein Gartendenkmal aus dem Jahr 1919, der nach Rudolf Wilhelm Graf von der Schulenburg (1914-1917 Oberpräsident der Provinz Brandenburg) benannt wurde. Der Stadtpark liegt in einem ehemaligen Feuchtgebiet und wurde mehrmals umgestaltet. Inmitten vom Park steht der Märchenbrunnen im Schulenburgpark. Der Zierbrunnen im Jugendstil wurde vom Bildhauer Ernst Moritz Geyger in den Jahren 1914-1918 unter dem Namen "Symbol des Waldesdomes" (oder "Deutscher Wald") geschaffen und 1935 im Schulenburgpark aufgestellt. Der Brunnen sollte ursprünglich vor dem Rathaus Neukölln aufgestellt werden und war mit zwei Bronzefiguren eines Hirsches und einer Hirschkuh mit Rehkitz sowie 16 Putten aus Bronze (nackte Kinderfiguren) bestückt, die im Zweiten Weltkrieg für Kriegszwecke eingeschmolzen wurden. Bei der Einweihungsfeier durch die NSDAP wurde eine märchenhafte Zeremonie durchgeführt, die dem Brunnen den Namen "Märchenbrunnen" verlieh, der in den Folgejahren offiziell übernommen wurde. Im Jahr 1970 wurden die beiden fehlenden Bronzefiguren durch zwei Märchenfiguren der Bildhauerin Katharina Szelinski-Singer ersetzt. Die beiden neuen Kalksteinfiguren sind den beiden deutschen Volksmärchen Brüderchen und Schwesterchen sowie Aschenputtel entlehnt. Im Jahr 2001 wurden die 16 Putten durch 4 mal 4 neue Bronzefiguren der Künstlerin Anna Bogouchevskaia ersetzt, die märchenhafte und witzige Szenen darstellen.
Auf dem Schulenburgpark besteht ein Märchenspielplatz. Im Park stehen zudem mehrere Holzschnitz-Figuren.
Die Straßennamen im Wohngebiet "Märchensiedlung" am Schulenburgpark tragen die Namen Drosselbartstraße, Hänselstraße, Gretelstraße und Rübezahlstraße.

Der Venusplatz liegt an der Sonnenallee auf der gegenüberliegenden Straßenseite vom Bahnhof Köllnische Heide und entstand 1919 mit der Wohnsiedlung am Bahnhof Köllnische Heide.
Am Venusplatz entlang der Planetenstraße wurden 1938 beim Bau der dortigen Mietshäuser mehrere Steinfiguren von Spielenden Kindern mit verschiedenen Tieren von Arthur Wellmann aufgestellt. In der Planetensiedlung wurde 1930 das Schulgebäude vom Staatlichen Gymnasium zu Berlin-Neukölln (Reformgymnasium und Reformrealgymnasium) gebaut, das ab um 1940 von der Staatlichen Kaiser-Wilhelm-Schule sowie seit um 1960 von der Johannes-Kepler-Schule genutzt wurde und heute von der Kepler-Schule Neukölln genutzt wird. Die Schule ist benannt nach dem Astronomen Johannes Kepler (1571-1630).
In der Planetensiedlung an der Sonnenallee wurde in den 1930er Jahren auf der gegenüberliegenden Straßenseite vom Schulenburgpark ein Gebäude für ein Altersheim gebaut, das in den 1950er Jahren um zwei Flügel erweitert und als Stätdtisches Altersheim Neukölln genutzt wurde. In den 1970er Jahren erhielt das Städtische Altersheim den Namen Erich-Raddatz-Haus und wird heute unter diesem Namen vom Diakoniewerk Simeon (Diakonie-Pflege Simeon gGmbH) genutzt. Im nördlichen Flügel vom Gebäude war in den 1990er Jahren einige Zeit eine Zweigstelle der Stadtbibliothek ansässig und der südlichen Flügel wurde als Verwaltungsgebäude genutzt. Im südlichen Flügel ist heute die Diakonie-Tagespflege Neukölln vom Diakoniewerk Simeon.
In einem Teil der Wohnanlage am Venusplatz war in 1960er Jahren das Postamt 444.
Die Straßen im Wohngebiet "Planetensiedlung" am Venusplatz tragen die Namen Siriusstraße, Delphinstraße, Zwillingestraße, Planetenstraße und Jupiterstraße. Die Planetensiedlung zwischen Sonnenallee und Neuköllnische Allee war bis zum südlich gelegenen Heidekampgraben projektiert, mit einem Sonnenplatz, Sternenplatz und Kometenplatz sowie einer Marsstraße und Sternenallee. Der südliche Teil wurde in den 1970er Jahren mit der High-Deck-Siedlung bebaut.


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