Ostkirchhof Ahrensfelde
Der Ostkirchhof Ahrensfelde ist und war ein Friedhof von Berliner evangelischen Kirchengemeinden, der im Land Brandenburg liegt und im Jahr 1908 eröffnet wurde.
Der Friedhof wurde verkehrsgünstig direkt an der Bahnstrecke der im Jahr 1898 eröffneten Wriezener Bahn angelegt, an der im Jahr 1908 der Bahnhof Ahrensfelde Friedhof in Betrieb genommen wurde.
Folgende Kirchengemeinden hatten ein Begräbnisplatz auf dem Ostkirchhof. Davon sind nur einige erhalten(☼) sowie weitere nicht erhalten(†).
Evangelische Kirchengemeinde der:
• Adventkirche (Prenzlauer Berg): Gräberfeld Advent-Gemeinde (†).
• Galiläakirche (Friedrichshain): Gräberfeld Galiläa-Gemeinde (☼).
• Kapernaum-Kirche (Wedding): Gräberfeld Kapernaum-Gemeinde (†).
• Martha-Kirche (Kreuzberg): Gräberfeld Martha-Gemeinde (†).
• Lazarus-Kirche (Friedrichshain): Gräberfeld Lazarus-Gemeinde (☼).
• Ölbergkirche (Kreuzberg): Gräberfeld Ölberg-Gemeinde (†).
• Pfingstkirche (Friedrichshain): Gräberfeld Pfingst-Gemeinde (†).
• Samariterkirche (Friedrichshain): Gräberfeld Samariter-Gemeinde (☼).
• Stephanuskirche (Gesundbrunnen): Gräberfeld Stephanus-Gemeinde (†).
• Tabor-Kirche (Kreuzberg): Gräberfeld Tabor-Gemeinde (†).
• Zwinglikirche (Friedrichshain): Gräberfeld Zwingli-Gemeinde (†).
Die Advent-Gemeinde und die Stephanus-Gemeinde hatten ihre Gräberfelder nicht in Anspruch genommen.
In der Lindenberger Straße bestanden der zum Friedhof gehörige Landwirtschaftshof und die Gärtnerei mit Maschinenhaus. Beide sind noch erhalten.
Im Jahr 1994 wurde die ursprüngliche Fläche des Friedhofs auf die heutigen Ausmaße verkleinert.
Im Jahr 2001 wurde folgendes in die Denkmalliste Brandenburg aufgenommen:
• Wohn- und Maschinenhaus des Zentralfriedhofs (Ostkirchhofs) Ahrensfelde (Lindenberger Straße).
• Ostkirchhof mit Kapelle, Verwaltungs- und Wohnhaus im Eingangsbereich sowie Brunnenanlagen (Ulmenallee).
Dies betrifft jedoch nur alles innerhalb des im Jahr 1994 verkleinerten Friedhofareals. Die davon außerhalb liegenden Brunnen sowie die Wirtschaftsgebäude der Gärtnerei und die Gebäude vom Landwirtschaftshof sind nicht inkludiert.
Auf dem heute außerhalb liegenden Friedhofsareal sind auf den Gräberfeldern noch Grabsteine sowie Reste von Gräbern erhalten. Die Waldkapelle ist nur noch ein Trümmerhaufen, sowie die zu dieser gehörigen Bauwerke ruinös. Auch sind fast alle Brunnen noch erhalten, sowie die dazugehörige Zisterne der Hydrophoranlage. Nur bei zwei gefundenen und aus dem Boden ragenden Wasserleitungen waren keine Brunnen mehr vorhanden, sowie bei einem weiteren ein DDR-Betonelement als Brunnen vorhanden.
Die Liste der Brunnen (Lage, Status):
• Lazarusbrunnen (innerhalb, funktioniert).
• Samariterbrunnen (innerhalb, defekt).
• Pfingstbrunnen (innerhalb, defekt und verwildert).
• Zwinglibrunnen (außerhalb, defekt und beschädigt).
• Marthabrunnen (außerhalb, defekt und beschädigt).
• Taborbrunnen (außerhalb, defekt und beschädigt).
• Ölbergbrunnen (außerhalb, defekt und beschädigt).
Der Lazarusbrunnen und der Samariterbrunnen sind mittelgroß und in etwa Baugleich.
Der Pfingstbrunnen und der Zwinglibrunnen sind groß und rund und in etwa Baugleich.
Der Ölbergbrunnen ist so groß wie der Pfingst- und Zwinglibrunnen und hat zudem ein großes Wasserbassin.
Die restlichen Brunnen sind klein und in etwa Baugleich.
Südöstlich unterhalb der Zisterne sowie am Weg an der Waldkapelle ragt jeweils ein Wasserrohr aus dem Boden.
Auf dem Gräberfeld der Zwingli-Gemeinde besteht ein weiterer Brunnen aus einem DDR-Betonelement.
In der Landschaft des Friedhofareals bestehen mehrere Berge. Einen Namen haben nur die Post-Berge (63,8), die zum Großteil außerhalb und zwar nordöstlich bis südöstlich dem Haupteingang liegen. Ein weiterer Berg [vom Autor Pfingstberg genannt] besteht ab Pfingst-Gräberfeld nach Norden, in dem nahe dem Brunnen eine Sandgrube (innerhalb) besteht und auf dem die Zisterne (außerhalb) steht, sowie nördlich von dieser der Trigonometrische Punkt Ahrensfelde II (68,9) liegt. Eine weiterer Berg [vom Autor Ölberg (70,2) genannt) besteht südlich dem Ölberg-Gräberfeld mit kleinerer Sandgrube neben dem dortigen Plattenweg. Das Zwingli-Gräberfeld liegt auf einem länglichen Hügel, der ein südlicher Ausläufer des Ölbergs ist. Das Tabor-Gräberfeld liegt auf einer Anhöhe zwischen diesen beiden.
Der Name des heutigen Friedhofsträgers ist: Ostkirchhof Ahrensfelde der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO).
Die Friedhofskultur in Deutschland ist immaterielles Kulturerbe der UNESCO.
Direkt geradewegs über den Friedhof führte einst der alte Weg von Ahrensfelde nach Schwanebeck. Dieser verlief entlang der Kirschenallee und im Weiteren parallel zur Wuhle. Mit dem Bau des Friedhofs wurde der Neue Schwanebecker Weg angelegt. Der alte Weg ist heute nördlich dem heutigen Friedhofsareal sowie ab der dicken Eiche nahe der Bundespolizei noch in seinem ursprünglichen Zustand, jedoch ab Neu-Lindenberg nicht mehr vorhanden. Unweit südlich der dicken Eiche ist noch der alte Weg zwischen Lindenberg und Blumberg vorhanden.
Das außerhalb liegende Friedhofsareal wird von Wildschweinen besiedelt und es besteht erhöhte Zeckengefahr.
Nördlich neben dem Landwirtschaftshof am Neuer Schwanebecker Weg wurde zu DDR-Zeit ein Lagerplatz angelegt, der in den 1990er Jahren nach Norden hin verlagert und vergrößert wurde.
Unweit westlich dem Ostkirchhof wurde im Jahr 1990 das Gasturbinenkraftwerk Ahrensfelde in Betrieb genommen. Neben diesem besteht ein Wäldchen, das mittlerweile schwer zugänglich ist und in dem früher illegal Müll abgeladen wurde.