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Bad Stuer

Der Ort Stuer liegt an der Südspitze vom Plauer See sowie am Stuerschen See und ist in mehrere Ortslagen aufgeteilt. Der bekannteste darunter ist Bad Stuer mit ehemaliger Wasserheilanstalt am Ufer vom Plauer See. Weitere Ortslagen sind Waldsiedlung, Waldeck, Campingplatz Bad Stuer, Stuer Hintermühle, Stuer Vordermühle, Dorf Stuer, Neu Stuer, Stuer Vorwerk, Stuer-Winkel und der Bärenwald Müritz.

Das Dorf Stuer entstand nach der er Eroberung Mecklenburgs durch die Deutschen und wurde im Jahr 1289 erstmals urkundlich erwähnt. Bereits 1178 wurde der Plauer See als "lacum Sturizche" (Sturscher See) erwähnt. Mehrere Großsteingräber weisen auf eine frühere Besiedelung hin. Am Ort Stuer am Stuerschen See gab es eine Turmhügelburg (Motte), von der der Turmhügel ohne Burg noch erhalten ist. Turmhügelburgen wurden zwischen den Jahren 900 und 1100 gebaut. Die Turmhügelburg Stuer entstand wohl durch deutschen Adel nach Eroberung des Gebiets. Zu dieser Zeit wurde wohl auch das Dorf Stuer, benannt nach dem nahegelegenen "lacum Sturizche", neu gegründet. Nördlich vom Dorf Stuer befindet sich ein Hügelgrab und in Neu Stuer ein Großsteingrab. Im alten Pfarrhof mit Garten im Dorf Stuer wird ein Cafe betrieben.

Um 1350 entstand die Burg Stuer auf einem natürlichen Hügel am/im Stuerschen See. Der Burghügel der Burg war von Wasser umgeben und zudem bestand ein Halbkreis von einem Burgwall mit Graben. Stuer war nach der Eroberung des Gebiets von größerer Bedeutung, verlor diese aber wohl gegenüber Plau, weil es Abseits vom alten ehemaligen Weg von Berlin nach Rostock lag. Der alte Weg führte von Töchnow am Teich Schwarzes Loch (Schwarzes Soll) vorbei nach Twietfort und somit westlich an Stuer und Gut Neu Stuer vorbei. Am Teich Schwarzes Loch bestand später der kleine Wald Denzien mit einer Schäferei vom Gut Neu Stuer. Die Burg Stuer war die Familienburg der Familie von Flotow, einem mecklenburgischen Uradelsgeschlecht, das im Jahr 1241 erstmals urkundlich erscheint und wahrscheinlich aus dem Gebiet der mittleren Weser stammt, wo es 1183 Erwähnung fand. Wahrscheinlich mit dem Ausbau vom Schloss Plau zur Burg Plau im Jahr 1448 wurde die Burg Stuer zu einer vorgelagerten Verteidigungsburg von Plau und mit einem Amtmann ausgestattet, aus der Familie Flotow. Im Jahr 1660 wurde die Burg Stuer bei einem Brand zerstört und nicht wieder aufgebaut. Es bestand eine Vorburg an der Burg, die erhalten blieb. Diese war bis in die 1930er Jahre bewohnt und wurde danach bis in die 1940er Jahre abgetragen. Bereits im 19. Jahrhundert war der Stuersche See (Stuerer Flachsee) mittels Meliorationsgräben trocken gelegt und war dies bis um das Jahr 2000. Die Ruine der Burg ist heute stark beschädigt und einsturzgefährdet.

Zwischen der Burg Stuer am Stuerschen See und der Quelle der Elde beim Ort Darze wurde im Mittelalter eine Landwehr (Landwehrgraben) errichtet, weil an dieser Stelle ein trockener Landpass nach Norden besteht.

Das Vorwerk Stuer (Vorwercker) wurde möglicherweise 1660 nach der Zerstörung der Burg als neuer Sitz derer von Flotow verwendet und zum Gut ausgebaut. Zumindest wohnten Nachfahren von Flotow auf Vorwerk Stuer. Das Inspektorenhaus (Gutshaus) sowie Nebengebäude sind erhalten geblieben.

Neu Stuer war ein Gutshof mit Brennerei und Gutsarbeitersiedlung. Das Gut Neu Stuer wurde 1814 gegründet. 1846 war das Gut Neu Stuer und das Gut Vorwerk Stuer im Besitz der Gebrüber Hagemeister, die beides untereinander aufteilten. Ferdinand Hagemeister bekam das Gut Neu Stuer und Friedrich Hagemeister das Gut Vorwerk Stuer. Am Gutshof Neu Stuer sind nur noch einige Wohnhäuser erhalten geblieben sowie einige Gutsarbeiterhäuser in der zum Gut gehörigen Gutsarbeitersiedlung.

Bad Stuer entstand 1845 nahe dem Ufer an der Südspitze vom Plauer See als Wasserheilanstalt. Die Wasserheilanstalt wurde vom Wasserarzt Heinrich Friedrich Francke betrieben. In den Folgejahren wurde diese um ein Logierhaus erweitert. Zudem entstanden neben der Heilanstalt die Villa Berghaus (Villa Bardey) vom späteren Besitzer der Heilanstalt und die Villa, die zu DDR-Zeiten als Ferienheim der DDR Staatsbank genutzt wurde. Zu DDR-Zeiten wurden in unmittelbarer Nähe eine kleine Wohnhaussiedlung und eine kleine Bungalowsiedlungen, ein Ferienlager und zwei Zeltplätze angelegt, wovon einer als Campingplatz Bad Stuer erhalten blieb. Schon vorher bestand beim Bad Stuer die Wassermühle Hintermühle zu Stuer. Größere Bekanntheit erlangte Bad Stuer durch die Erschließung des Gebiets für den Tourismus durch Dr. Bardey und durch den Kurgast Fritz Reuter.

Der Stuersche See entwässert über ein Fließ (Stuersche Bach) in den Plauer See bei Bad Stuer. Dieses Fließ trieb als Mühlenfließ drei Wassermühlen an, die Vordermühle, die Mittelmühle (Brettmühle, Sägemühle) und die Hintermühle (Kornmühle). Bereits 1340 wurde zu Stuer eine Mühle erwähnt. Das Tal entlang dem Mühlenfließ wird das Tal der Eisvögel (Eisvogeltal) genannt. Durch dieses Tal führt ein Wanderweg.

Die Stuersche Hintermühle nahe dem Plauer See wurde mit zeitlichen Unterbrechungen seit anfang an mit Schankwirtschaft betrieben und später als Hotel mit Restaurant genutzt. Zu DDR-Zeiten Ferienheim Bad Stuer Hintermühle, Ferienobjekt / Ferienheim des VE Kohlehandels, Ferien- und Schulungsheim Stuersche Hintermühle. Ab 1993 Hotel und Restaurant. Ab 2015 Seezeit Hotel Bad Stuer. Ab 2019 Seehotel Stuersche Hintermühle der Falk Seehotels Plau am See.

Neben der Hintermühle stand das Hotel und Restaurant "Schweigt mir von Rom" vom Gastwirt P. Lubach, Restaurant P. Reggentins, Restaurant und Garten L. Timper, Hotel-Restaurant Lüdders, Restaurant und Cafe Hubertus, zu DDR-Zeiten Terrassen-Cafe "Romi", Gaststätte Rom, seit 2009 Ferienwohnung mit ursprünglichem Namen.

Die Stuersche Mittelmühle war eine Brettmühle (Sägemühle) und ist nur noch als Ruine vorhanden.

Die Stuersche Vordermühle wurde als Forsthaus nachgenutzt. Das eigentliche Mühlenhaus wurde wohl abgerissen und es ist nur noch das Müllerhaus (Wohnhaus) sowie zwei in den letzten Jahren zur Ruine verfallenen Feldsteinscheunen vorhanden. Zu DDR-Zeiten entstanden an der Stuerschen Vordermühle Fischteiche (Forellenteiche). Seit dem Jahr 2000 Angelpark Stuer - Angelteiche und Fischräucherei "Fischer Mütze" von Harald Hagemeister mit Fischimbiss am Westeingang zum Bärenwald Müritz.

Zwischen der Stuerschen Vordermühle und der Kreisstraße K 6 nach Suckow sowie Zislow entstand ab 2006 der Bärenwald Bad Stuer der Bärenwald Müritz gGmbH, ein Wildgehege für Braunbären. Der Bärenwald Müritz ist ein Tierschutzprojekt der Organisation VIER PFOTEN und das größte Bärenschutzzentrum in Westeuropa.

Schlacht an der Reck
Südlich der Müritz liegt im Elde Hauptstrom der Müritzsee. Dieser ist in der Schmettaukarte mit "Zum Amte Plau" verzeichnet. Von dort 2 km nordöstlich ist der Ort Gaarz zwischen Elde und dem See Thüren verzeichnet, der heute noch als Alt Gaarz besteht. Diese Gegend markiert einen östlichen Grenzposten des zwischen Müritz und Plauer See sowie südlich der Elde bei Malchow gelegenem Land, das auch als Landbusen bezeichnet werden kann. Der westliche Grenzposten liegt beim Dorf Stuer. Westlich davon besteht der Ort Gaarz (ehemals Kartze), der als Vorsiedlung der Slawenburg am Burgsee im Plauer Stadtwald gehandelt wird. Diese Slawenburg soll im 10. Jahrhundert aufgegeben und stattdessen die Slawenburg Quetzin auf der Kohlinsel im Plauer See nördlich von Plau errichtet worden sein. Die Slawenburg im Plauer Stadtwald lag wohl etwas ungünstig, weil nicht direkt an der Südspitze vom Plauer See. Bei Stuer soll es keine Slawenburg gegeben haben. Zwischen Stuer und dem Ort Darze nahe der Quelle der Elde besteht ein trockener Landstrich zum Landbusen zwischen Plauer See und Müritz. Nicht untypisch war in früheren Zeiten die Verwendung von natürlichen Gegebenheiten als Grenzverlauf, wie Seen und Wasserläufe. Dazu könnte das Gebiet vom heutigen Stuerschen See mit Stuerer Bach in den Plauer See und das Gebiet der Elde gedient haben. Zwischen beiden gab es eine Lücke. In dieser Lücke ist in der Schmettau-Karte eine "Alte Verschanzung" eingezeichnet und so beschriftet. Seltsamerweise ist diese nicht wie die Landwehr zwischen dem Burgsee im Plauer Stadtwald und dem Ort Reppentin als Landwehr beschriftet. Landwehren wurden im Mittelalter angelegt. Die Bezeichnung "Alte Verschanzung" könnte darauf hindeuten, dass diese ältere ist. Dazu würde passen, dass bei Stuer keine Slawenburg bestand und die Deutschen dort ungehindert in die Falle tappen konnten. Nachdem die Deutschen in der Falle saßen wurde ihnen von den Slawen der Rückzug versperrt, am Standort der "Alten Verschanzung". Dazu passt auch der Standort der Slawenburg im Plauer Stadtwald, der südlich der Elde liegt, weil diese die Deutschen in die Falle leitete, indem sie nicht den Weg westlich sondern östlich vom Plauer See wählten. Der Standort der Slawenburg im Plauer Stadtwald ist insoweit interessant, weil er südlich der Elde liegt. Das Herrschaftsgebiet vom alten Mecklenburg reichte nur bis zur Elde sowie an dieser entlang. Nach der Eroberung des Gebietes durch die Deutschen wurde die Grenze an die Elde bei Plau verlegt und der Stadtwald sowie die Gaarzer Heide gingen an Havelberg, kurz bevor Plau Stadtrecht bekam. Der Wald und die Heide wurden an Plau zu Lehn gegeben, doch diese versäumten ihre Lehnpflicht und der Ort Gaarz fiel wüst. Im Jahr 1178 wird die Grenze mit dem "lacum Sturizche" (Sturischer See) zwischen zwei Orten angegeben. Diese beiden Orte sollen Klebe am Südufer der Elde westlich von Plau sowie westlich vom Plauer See und Biestorf am Nordufer Elde westlich von Malchow sowie östlich vom Plauer See sein. Dieser Sturer See ist der heutige Plauer See und dieser wurde zu Zeiten der Burg Quetzin (Burg Kuzhin) See Cuzhin genannt. Nördlich vom Stuerer See (Stuerscher See) zwischen Stuer und Satow liegt das Feuchtgebiet Stüde. Östlich der Stüde liegt der Rogeezer See und östlich an diesem der Ort Rogeez. Der Ort Rogeez wurde 1344 erstmals urkundlich als Rogatze erwähnt. Im 18. Jahrhundert wurde er Rogeetz oder Rogetz genannt. Etwas weiter entfernt, nordwestlich sowie südwestlich von Waren an der Müritz liegt der Ort Eldenburg am Reeckkanal. Der Reeckkanal ist die Verbindung zwischen Müritz und Kölpinsee und genau genommen ein Teil der Elde. Über die Eldenburg bei Waren ist wenig bekannt. Im 18. Jahrhundert wurde der Reeckkanal "Die Reck" genannt. Ob das Straßendorf Darze nahe der Quelle der Elde zur Slawenzeit schon existierte, dürfte eher unwahrscheinlich sein. Dass Rogeez eine aufgesiedelte Slawensiedlung ist, kommt eher in Betracht, ist aber auch eher unwahrscheinlich. Rogeez lag günstig am Weg nach Malchow, das damals auf der Insel im Malchower See lag. Eher ist zu vermuten, dass der Ortsname Rogatze vom See oder dem Namen des Gebiets abgeleitet wurde. Die Schlacht an der Raxa im Jahr 955 zwischen Slawen und Deutschen soll am Flusse Raxa stattgefunden haben. Raxa wurde bisher mit Recknitz übersetzt. Der Fluß Recknitz liegt im Norden Mecklenburgs. Der Verlauf der Recknitz von Teterow bis Ribnitz-Dammgarten nahe der Ostsee war einst die Ostgrenze vom alten Land Mecklenburg. Als Grenzfluss kommt die Recknitz als Austragungsort der Schlacht an der Raxa in Betracht, liegt allerdings ein bisschen Abseits für einen Angriff von Süden her. Die Elde hieß und heißt bei Eldenburg nahe Waren mit dem Namen Reck ähnlich. Es ist möglich, dass die Elde bei den Slawen Raxa hieß. Weiter ist es möglich, dass das Gebiet bei Rogeez (Rogatze) in der Nähe der Quelle der Elde ähnlich wie Raxa hieß und dies der Ursprung des alten Flussnamens der Elde ist. Die Schlacht an der Raxa soll in einem sumpfigen Gebiet stattgefunden haben. Dazu würde die gesamte Gegend nördlich der Dosse sowie zwischen Plauer See und Müritz passen. Die Angriffslinie in Richtung Malchow würde zum trocken Landpass zwischen Rogeez und Darze passen. Ein Historiker lokalisierte das Schlachtfeld südlich von Malchow und Lenz. Insoweit passt diese Lokalisierung. Südlich von Stuer zwischen Wendisch Priborn und Dammwolde verläuft die Dosse. Dort verläuft entlang der Dosse seit einigen Jahrhunderten die Grenze zwischen Mecklenburg und Brandenburg. In der Schmettau-Karte aus dem 18. Jahrhundert ist zwischen Wendisch Priborn und Dammwolde sowie nördlich der Dosse eine trockene Landzunge in einem Feuchtgebiet mit "Streit Orth mit Wendisch Priborn" beschriftet. Ein dortiger wüstgefallener Ort hieß Loitz (oder Loywitze, Loynitze, Loitzen, Loitze, Loyitze, Loyuitze, Lautzaw, Lentzow, Lotze, Lusitz, Lositz, Lozitz, Loitzitz, Loisitz, Lösitz, Lösiste, Lösis, Losis) und ein dortiger nördlicher Zufluss in die Dosse soll Beeke (Altenhofer Graben) gehießen haben. In dieser Gegend vermutete ein anderer Historiker den Standort vom Schlachtfeld an der Raxa. Dieser Streitort war allerdings erst in den Jahren 1706-1708 ein Zankapfel zwischen den von Flotows von der Burg Stuer und den von Rohrs vom Lehngut Wendisch Priborn. Im Buch Pommersche Bibliothek Band 2 von Johann Carl Dähnert aus dem Jahr 1753 wird der Name Raxa mit Rekenitz, Rocknitza und Rekitza gleichgesetzt. Das ist einem Rogetz (Rogeetz, Rogeez, Rogatze) ähnlich. Weiterhin wird berichtet, dass die Slawen den Deutschen "im Lande der Muritzen den Rückzug abzuschneiden suchten". "Muritzen" passt zu Müritz, kann allerdings auch eine Hinzudichtung sein. Mit diesen gesammelten Hinweisen wäre der Standort zu erklären, dass er auf dem Rückzug von Malchow lag, was wiederum zum Standort der "Alten Verschanzung" passen würde. An anderer Stelle wird berichtet, dass die Deutschen eingeschlossen wurden, weil sie nicht über den Fluß Raxa kamen, und auch nicht zurückstoßen konnten, weil die Slawen ihnen den Rückzug versperrten, zudem sol es ein sumpfiges Gebiet gewesen sein. Die Gegend zwischen Plauer See und Müritz ist dafür wie geschaffen. Zudem passt dazu, dass in und bei Stuer keine Slawenburg stand, die den Deutschen den Weg in die Falle versperrte. Die Deutschen unter König Otto der Große sowie Graf Gero der Große hatten somit womöglich versucht die Elde bei Eldenburg nahe Waren, also die Reck, den heutigen Reeckkanal, zu überqueren und wurden von den Slawen unter Stoinef (Stoignew) bei Stuer an einem Rückzug gehindert, womit die Deutschen in der Falle saßen, was ihnen bewusst wurde. Was dabei fraglich bleibt ist, dass die Rügener den Deutschen zuhilfe kamen, indem sie ihnen vom gegenüberliegenden Ufer drei Brücken schlugen, wie berichtet wird. Wenn die Schlacht an der Recknitz stattgefunden haben soll, so ist es schwer fraglich, wie die Rügener auf die andere Seite der Raxa kamen. Auch die gescheiterte Überquerung der Deutschen bei Eldenburg nahe Waren bleibt damit fraglich, weil die Rügener die Brücken ganz sicher an anderer Stelle schlugen, als es die Deutschen versuchten. Möglich wäre, dass die Elde auch zwischen Kölpinsee und Fleesensee sowie bei Malchow ebenso Reck, also Raxa genannt wurde. Das würde ermöglichen, dass die Deutschen die Elde bei Malchow überqueren wollten und über die Elde bei Eldenburg nahe Waren, oder sogar eher südlich der Müritz, dank den Brücken der Rügener aus der Falle entkamen. Dass die Rügener am heutigen Reeckkanal tätig wurden ist allerdings auch unwahrscheinlich, weil das nördliche Ufer zum alten Land Mecklenburg gehörte. Damit bliebe nur das Gebiet südlich der Müritz, bei Buchholz, welches die drei Brücken erklären würde. Eine Brücke über den alten Eldearm zwischen Melz und Buchholz, eine über den Hauptarm der Elde bei Buchholz und: In der Schmettau-Karte ist am Weg zwischen Buchholz und Krümmel sowie zwischen dem See Thüren und dem See Nebel ein "verfallener Damm" zwischen den beiden Ufern des Grabens, der die beiden Seen verbindet, eingezeichnet (später Krümmeler Brücke). Dazu muss hinzugefügt werden, dass der Wasserstand der Seen zur Zeit der Schlacht bis zu 2 Meter tiefer als heute war. Stoinef wurde nach geglücktem Rückzug der Deutschen von diesen anschließend in die Flucht geschlagen und von einem Ritter namens Hosed enthauptet.

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass in der Schmettau-Karte circa 3500 Meter östlich vom Massower See, östlich der Autobahn, sowie westsüdwestlich von Wildkuhl ein Waldgebiet als "Im Tannen-Streit Br." (Bruch) beschriftet ist. Dort ist bis heute ein Grenzdreieck, an dem es wohl in früherer Zeit Grenzverlaufsstreitigkeiten gab.


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