DDR Staatsyacht A. Köbis
In der Spree im Treptower Hafen am Caroline-Tübbecke-Ufer auf der Halbinsel Stralau liegt seit 2018 die ehemalige Staatsyacht A. Köbis der DDR Staatsregierung. Mit dieser unternahm Erich Honnecker zu DDR-Zeiten Rundfahrten über die Berliner Gewässer. Als Anlegesteg ist der Steg an der Sportpromenade direkt nördlich an der Kolonie Karolinenhof bekannt. Von dort aus wurden Rundfahrten über den Müggelsee unternommen, die ungefähr zwei Stunden dauerten. Die "A. Köbis" wurde auch von Erich Mielke vom Ministerium für Staatssicherheit (MfS, Stasi) genutzt.

Die DDR-Staatsyacht "A. Köbis" ist benannt nach dem Oberheizer Albin Köbis (1892-1917), der als deutscher Soldat auf dem Linienschiff SMS Prinzregent Luitpold der Kaiserlichen Marine wegen Beteiligung an einer Rebellion ("vollendeter Aufstand im Kriege") während des Ersten Weltkriegs als Rädelsführer auf dem Gelände des Fußartillerie-Schießplatzes Wahn am Rhein durch Erschießen hingerichtet wurde. Albin Köbis und seine Mitstreiter werden als Vorkämpfer des Kieler Matrosenaufstands und der Novemberrevolution angesehen.

Schiffschronik:

Stapellauf: 1974 im VEB Yachtwerft (Köpenick).
Schiffseigner: Ministerrat der DDR.
Heimathafen: Wasserschutzpolizei am Baumschulenweg.

Ab 1990 Schiffsname "Bellevue" mit Schiffseigner Weiße Flotte, ab 1992 Stern und Kreis Schiffahrt GmbH.
1994 Privatisierung und Umbenennung, Schiffseigner Detlef Hegemann (Chef der Hegemann-Gruppe), Schiffsname "Preussen".
1997 Schiffseigner Peene-Werft in Wolgast (Hegemann-Gruppe), Schiffsname "Vineta", Überführung nach Wolgast.
2010 Fusion von Peene Werft mit P+S Werft in Stralsund, Überführung nach Stralsund.
2014 Zwangsversteigerung an einen Potsdamer Bauunternehmer.
2017 Überführung nach Spandau.
2018 Schiffseigner Stefan Grosenik mit Sportbootschule und Segelschule FluxAhoi, Überführung nach Alt-Stralau, Schiffsname "A. Köbis".

Die DDR-Staatsyacht "A. Köbis" von 1974, die vornehmlich vom Präsident Erich Honnecker genutzt wurde, ist nicht zu verwechseln mit der DDR-Staatsyacht "Albin Köbis" von 1952, die vornehmlich vom Präsident Wilhelm Pieck genutzt wurde. Die "Albin Köbis" lief ebenso im VEB Yachtwerft (Köpenick, Bootsbauer Claus Engelbrecht) vom Stapel. Der Schiffseigner war ebenso der Ministerrat der DDR. Ab 1990 wurde die "Albin Köbis" unter dem Schiffsnamen "Freundschaft" von der Berliner Wasserschutzpolizei genutzt. 1995 von der Treuhand an Privat versteigert für 180.000 Mark mit anschließender Umbenennung in "La Belle". Danach gesunken. Verkauf an Werner Heuser (Inhaber von Biker's Cafe und Harley-Davidson-Werkstatt in der alten Tankstelle an der Glienicker Brücke) und anschließend zum Hausboot umgebaut. 2009 Verkauf an Privat mit anschließender Restaurierung in der Malz-Werft in Oranienburg. Danach gesichtet an einem Anlegesteg im Kleiner Wannsee (Am Kleinen Wannsee 20, bis 2000 Standort vom Studentenwohnheim "Adam-von-Trott-Haus" der Evangelischen Akademie Berlin, seit 2002 Standort vom "Haus Wull" vom Architekt Josef Paul Kleihues (1933-2004)).
DDR Staatsyacht Albin Köbis
DDR Staatsyacht Albin Köbis
DDR Staatsyacht Albin Köbis
DDR Staatsyacht Albin Köbis
DDR Staatsyacht Albin Köbis
DDR Staatsyacht Albin Köbis
DDR Staatsyacht Albin Köbis
DDR Staatsyacht Albin Köbis
DDR Staatsyacht Albin Köbis
DDR Staatsyacht A. Köbis
DDR Staatsyacht A. Köbis
DDR Staatsyacht A. Köbis
DDR Staatsyacht A. Köbis
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