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Rummelsburger Bucht

Als Rummelsburger Bucht wird allgemein der ganze Rummelsburger See bezeichnet, der einst Stralower See hieß, und im besonderen der nordwestliche Teil davon.

Ringsum die Rummelsburger Bucht siedelte Anfangs hauptsächlich Industrie an. Am Nordufer bestand ein Eiswerk der Norddeutsche Eiswerke und östlich daneben das Cafe Bellevue. An der heutigen Zillepromenade war die Wollwarenfabrik Ludwig Lehmann, die als Plüschfabrik bekannt war. Zu DDR-Zeiten war dort das Werk II vom VEB Betonwerk. In den 1990er Jahren wurde anstelle des Betonwerks das Wohnviertel Rummelsburger Ufer errichtet. Am südlichen Ufer auf der Insel Stralau waren die Stralauer Glashütte bzw. Flaschenfabrik, die Victoria Brauerei bzw. Engelhardt Brauerei, die Maschinenfabrik Hauschild , die Berliner Jute-Spinnerei und Weberei und eine Asphaltfabrik. In der Flaschenfabrik wurden in den 1990er Jahren Flaschen der Biermarke Becks hergestellt, woraufhin die Friedrichshainer einen besonderen Bezug zu dieser Biermarke entwickelten. Der Ruderclub Favorite war lange Zeit am Westufer ansässig, sowie der DAV (Deutscher Anglerverband) neben Pumpenhaus vom Wasserturm Ostkreuz.

Auf dem Rummelsburger See wurden Szenen des Spielfilms Die Legende von Paul und Paula (1973) gedreht. 1998 wurde ein Teil des Weges an der Rummelsburger Bucht in Paul-und-Paula-Ufer benannt. 2012 wurde der Weg asphaltiert und eine bis dato stehende Sitzbank mit dem Namen Paul und Paula entfernt.

Im Jahr 2000 wurde ein Ponton-Container-Schiff im Rahmen der Expo 2000 im Auftrag der 1992 gegründeten und von 2005 bis 2018 aufgelösten Wasserstadt GmbH (Treuhänderischer Entwicklungsträger des Landes Berlin) von der Dock-Werft Brandenburg-Plaue GmbH (1992-2009) gebaut sowie dauerhaft mit einem Bootssteg am Paul-und-Paula-Ufer verankert.
Von August 2003 bis 2013 wurde das Schiff genutzt durch den privaten Träger Förderverein der Kinder- und jugendpolitischen Arbeit e.V. (Jugendamt, Einrichtungen der Jugendarbeit).
Von April 2017 bis Oktober 2018 ging das Schiff als Station AuGe (Autarkie und Gemeinschaftlichkeit) in den Privatbesitz der SpreeWOHNEN eG i.G, mit einem Kaufpreis von 225000,00 Euro und der Auflage den Liegeplatz zu räumen.
2018 gab es eine Rückabwicklung an den Bezirk, da kein neuer Liegeplatz gefunden wurde. Das Bezirksamt Friedrichshain will das Schiff verschrotten. Das Land Berlin will die Container beseitigen und die Pontons als Aussichtsplattform erhalten.
Das Schiff trug von 2003 bis 2013 die Namen Sport- und Freizeitschiff Freibeuter, Jugendschiff Freibeuter, Jugend-Sport-Freizeit-Schiff Freibeuter, Jugendfreizeitschiff Freibeuter.

In den Rummelsburger See wurden viele Jahre lang Industrieabwässer ungefiltert eingeleitet. Am Grund des Rummelsburger See befindet sich eine meterdicke kontaminierte Schlammschicht. Zuflüsse in den Rummelsburger See sind unter anderem der Ruschegraben und der Grenzgraben, die bis dato ohne Filter sind. Der Grenzgraben war ein Entwässerungsgraben der Rieselfelder Falkenberg und vom Klärwerk Falkenberg sowie fließt durch das Pappenpfuhlbecken, dass direkt am in den 1970er entstandenen Industriegebiet Rhinstraße liegt und direkt vorbei am Werk von Hasse & Wrede, besser bekannt als Knorr-Bremse an der Landsberger Allee. Der Ruschegraben floss und fließt durch die Industriestadt Rittergut Herzberge, besser bekannt als Industriegebiet Herzbergstraße.
Seit einigen Jahren soll die Gesamtmaßnahme Schadensbekämpfung Rummelsburger See diesen dekontaminieren. Anfangs wurde der See mit einer Spundwand von der Spree getrennt, damit die Kontaminaton der Spree unterbrochen wird, und dem See am Boden Sauerstoff zugefügt. Als nächste Maßnahme soll die Schlammschicht am Boden abgetragen und neu aufgefüllt werden. Dazu wurden Testfelder angelegt.

Das Gelände zwischen Paul-und-Paula-Ufer, Kynaststraße und Hauptstraße trägt den Namen An der Mole und soll komplett neu bebaut werden. Seit 1990 erscheinen stetig neue Bebauungspläne, bei denen der Bahnhof Ostkreuz mit dem Rummelsburger See verbunden werden soll.

Das Fotoalbum zeigt nicht alle Fotos aus diesem Gebiet. Viele weitere sind auf dieser Webseite verteilt.


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