Fotowiesel.de BasisFotomapInfo PayPal Gefällt Mir Button
Berlin erforschen und Brandenburg entdecken
Basis | Kurzgeschichten |

Osthafentunnel der Osthafenbahn am Osthafen

Die Osthafenbahn vom Bahnhof Ostkreuz zum Osthafen wurde 1913 zusammen mit dem Osthafen an der Spree in Berlin eröffnet und war bis 2005 in Betrieb.

Zur Anbindung an die Fernbahngleise der Ringbahn am Ostkreuz wurde der Osthafentunnel gebaut, der bis 2015 in Teilen noch vorhanden war. Der Osthafentunnel begann am Kohlenplatz am Osthafen mit einer Rampe, die in einem Schacht hinunter zur Tunneleinfahrt führte. In einem weiten Bogen wurde der Tunnel knapp am Kraftwerk Osthafen und dem Wohnhaus nördlich gegenüber verlegt und unterquerte dabei die Straße Alt-Stralau sowie im weiteren Verlauf den Bahndamm der Ringbahn. Ab 1968 unterquerte der Tunnel durch eine Verlängerung auch die damals neu gebaute Elsenstraße.

2005 stellte der Osthafen als solches den Betrieb ein. Dabei wurde auch die Osthafenbahn stillgelegt.

Am Ostkreuz führte bis 2006 über die Gleise der Preußischen Ostbahn sowie der Niederschlesisch-Märkischen Eisenbahn eine Eisenbahnbrücke mit insgesamt 6 Gleisen. Westlich 2 Gleisen der S-Bahn Ringbahn samt Brückenbahnhof, mittig 2 Gleise der Fernbahn, östlich 1 Gleis der Osthafenbahn sowie davon östlich das Betriebsanschlussgleis Glashütte Stralau (Glaswerk Stralau), sowie davon östlich die Kynastbrücke mit der Kynaststraße.

Beim Umbau vom Ostkreuz ab 2006 wurden die bis dahin noch vorhandenen Gleise der Osthafenbahn und die vom Betriebsanschlussgleis Glashütte Stralau (Glaswerk Stralau) östlich des Bahndamms der Ringbahn entfernt.

Mit dem Umbau vom Bahnhof Ostkreuz ab 2006 wurde östlich neben dem S-Bahn Ringbahnhof ein Fernbahnhof gebaut, wegen dem die Kynastbrücke in einem weiten Bogen nach Osten verlegt wurde. Von daher ist der ehemalige Gleisverlauf heute schwer nachvollziehbar.

2011 wurde der Osthafentunnel östlich am Bahndamm der Ringbahn entfernt und die verbliebene Tunnelein/ausfahrt zugeschüttet sowie zugemauert.

2015. Mit der geplanten Neubebauung vom Kohlenplatz am Osthafen soll der Schacht der Rampe zugeschüttet werden. Zudem soll der Tunnel unter dem nördlichen Ausläufer der Elsenbrücke mit Beton verfüllt werden, damit die Straße für Schwerlastverkehr freigegeben werden kann.

Eine Verbindung der Gleise der Osthafenbahn mit den Werkbahngleisen der Industriestätte Osram KG nördlich vom Osthafen bestand nicht. Dazu hätten die Gleise der Straßenbahn auf der Stralauer Allee überquert werden müssen. Die Industriestätte Osram KG war an die Gleise vom Postbahnhof angeschlossen.

Die Gleise der Osthafenbahn waren nicht mit dem Betriebsanschlussgleis Knorr-Bremse verbunden. Dieses war direkt westlich der Eisenbahnbrücke Pfarrstraße an die Fernbahngleise in Richtung Güterbahnhof Lichtenberg und Güterbahnhof Rummelsburg angeschlossen. Es bestand auch keine Verbindung mit dem Betriebsanschlussgleis Glashütte Stralau (Glaswerk Stralau). Auf dem Betriebsgelände Knorr-Bremse bestand ein verzweigtes Schienennetz mit Drehscheiben.

Das Gleis der Osthafenbahn war direkt verbunden mit einem Gleis in Richtung Güterbahnhof Frankfurter Allee und eventuell auch mit zwei Gleisen der Ausfallkurve Ostkreuz Nordost sowie über diese verbunden mit dem Güterbahnhof Lichtenberg und dem Güterbahnhof Rummelsburg.

Neben dem eigenständigen Gleis der Osthafenbahn vom Osthafen durch den Osthafentunnel über das Ostkreuz bis zur Einfädelung auf das äußere Fernbahngleis der Ringbahn bestand ab 1920 ein weiteres eigenständiges Betriebsanschlussgleis der Glashütte Stralau (Glaswerk Stralau). Beide Gleise waren an zwei Stellen mit Gleisverbindungen verbunden. Züge, die auf den Ringbahn-Ferngleisen von Süden kamen und eines der beiden Gleise benutzen wollten mussten am Güterbahnhof Frankfurter Allee Kopf machen. Das Betriebsanschlussgleis der Glashütte Stralau (Glaswerk Stralau) war nach Norden bis in die Ausfallkurve an der Knorr-Bremse verlegt, was ein Kopf machen von Zügen zwischen Osthafen und Glashütte Stralau (Glaswerk Stralau) am Ostkreuz ermöglichte.

Das Gleis der Osthafenbahn war südlich der Brücke am Ostkreuz (einfache Gleisverbindung) und südlich der Brücke über die Boxhagener Straße (doppelte Gleisbverbindung) mit dem Betriebsanschlussgleis Glashütte Stralau (Glaswerk Stralau) verbunden. Das Betriebsanschlussgleis Glashütte Stralau (Glaswerk Stralau) war nur über das Gleis der Osthafenbahn mit den Ferngleisen verbunden.

Osthafenbahn von 1913
- verzweigtes Schienennetz am Osthafen von Oberbaumbrücke bis Spreebrücke Ringbahn.
- Osthafentunnel Beginn südwestlich der Kreuzung Stralauer Alle, Markrafendamm, Alt-Stralau (wurde mit dem Bau der Elsenbrücke 1968 nach Westen erweitert).
-- Unterquerung der Kreuzung sowie Straße Alt-Stralau und Bahndamm Ringbahn.
- Osthafentunnel Ende direkt östlich neben dem Bahndamm der Ringbahn Höhe nördliches Ende des einzig erhaltenen Werksgebäude der Glashütte Stralau (Glaswerk Stralau).
- Gleis vom Osthafentunnel bis zur Eisenbahnbrücke Ostkreuz
-- direkt südlich der Brücke Ostkreuz einfache Gleisverbindung an das Gleis der Osthafenbahn in diese Richtung.
- über die Eisenbahnbrücke am Ostkreuz östlich der beiden S-Bahn und beiden Fernbahngleise.
- weiterführend bis zur Eisenbahnbrücke über die Boxhagener Straße.
-- direkt südlich der Eisenbahnbrücke Boxhagener Straße doppelte Gleisverbindung mit dem Betriebsanschlussgleis Glashütte Stralau (Glaswerk Stralau).
- über die Eisenbahnbrücke Boxhagener Straße
-- direkt nördlich der Eisenbahnbrücke Boxhagener Straße Schienenkreuzung mit den beiden Ausfallgleisen Ostkreuz Nordost Richtung Güterbahnhof Lichtenberg und Güterbahnhof Rummelsburg.
--- ob hier eine Schienenkreuzung mit oder ohne Anschlussweichen bestand ist nicht sicher.
- Einfädelung auf das östliche Fernbahngleis der Ringbahn.

Betriebsanschlussgleis Glashütte Stralau (Glaswerk Stralau) von 1920
- Ab Prellbock Höhe des Werksgebäudes Knorr-Bremse auf dem Bahndamm nach Süden.
- mit eigenem Gleis östlich aller anderen Gleise über die Eisenbahnbrücke Boxhagener Straße.
-- direkt südlich der Eisenbahnbrücke Boxhagener Straße doppelte Gleisverbindung mit dem Gleis der Osthafenbahn, darüber Anschluss an das Ferngleis Richtung Güterbahnhof Frankfurter Allee.
- weiter über die Eisenbahnbrücke Ostkreuz.
-- direkt südlich der Brücke Ostkreuz einfache Gleisverbindung an das Gleis der Osthafenbahn in diese Richtung.
- von der Brücke Ostkreuz auf Höhe Wasserturm auf die Kynaststraße.
- Gleisverlauf mittig der Kynaststraße.
- Werkseinfahrt an der Kynaststraße Höhe nördliches Ende der heutigen Glasbläserallee. (Es mußte das Gelände einer anderen Firma kurz durchquert werden).
- auf dem Betriebsgelände Glashütte Stralau (Glaswerk Stralau) bestand ein verzweigtes Schienennetz.


© 2004 - 2019 Fotowiesel.de - Alle Rechte vorbehalten. | Datenschutzerklärung & Impressum & Kontakt
Cookies in Gebrauch.
Weitere Informationen