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Basis | Kurzgeschichten | Julius Pintsch AG in Berlin & Fürstenwalde |

Pintsch-Hafen Fürstenwalde

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Pintsch-Hafen Fürstenwalde Pintsch-Hafen Fürstenwalde
Die Infotafel am Pintsch-Hafen.
"Die Pintsch-Brücke, in den 30er Jahren Teil des prosperierenden Hafens der Julius Pintsch AG, ist heute letztes sichtbares Zeugnis einer bewegten Geschichte."
"The Pintsch-Bridge was built in the 1930s as a part of the flourishing inland port of Julius Pintsch company. It remains today the last vestige of an eventful history."
"Was heute als grüne Oase scheint, war in den 30-er Jahren des 20. Jahrhunderts ein beeindruckendes Zeugnis deutscher Industriearchitektur. Hier befand sich der Hafen der Julius Pintsch AG. Noch zu sehen ist die sogenannte Pintsch-Brücke, die im Jahr 2005 aufwändig saniert wurde und über die heute bedeutende überregionale Randwanderwege führen. Die Stadt Fürstenwalde hatte den Bau der Brücke bei der Anlage des Hafenbeckens 1936 zur Auflage gemacht, um den bereits 1834 angelegten Wanderweg "Lange Bahn" entlang der Spree für Spaziergänger und Radfahrer zu erhalten. Die Firma Julius Pintsch, die 1872 ihren wichtigsten Betriebsteil von Berlin nach Fürstenwalde verlegt hatte, produzierte auf ihrem Werksgelände nördlich der Bahn vor allem Gasbeleuchtungstechnik für Eisenbahnen und Leuchttürme sowie Dampfheizungsanlagen für Waggons und Gasdruckregler."
"Zahlreiche dieser Anlagen konnten jedoch nur auf dem Wasser transportiert werden, da sie zu groß und schwer für einen Transport mit der Eisenbahn oder auf der Straße waren. So wurde eine direkte Verbindung vom eigentlichen Werksgelände Richtung Süden zur Spree, der sogenannte Steiner Weg, geschaffen, an dessen Endpunkt 1936/37 ein werkseigener Hafen gebaut wurde. Eine 50-Tonnen-Krananlage verlud die Frachten in alle Welt. Denn mit dem Bau des Friedrich-Wilhelm-Kanals in den Jahren 1662 bis 1669, dem heutigen Oder-Spree-Kanal, wurde die Spree an Elbe und Oder und damit an Nord- und Ostsee angeschlossen. Weil die Firma Julius Pintsch im 1. und 2. Weltkrieg auch Torpedos, Teile für U-Boote und Seeminen produzierte, wurden die Werksanlagen nach dem 2. Weltkrieg weitestgehend demontiert. Das betraf auch die gut erhaltene Hafenanlage, die ein Gutachten eigentlich zur Weiternutzung empfohlen hatte."
Foto unten links: "Blick auf die Pintsch-Brücke, um 1940".
Foto oben rechts: "Verladen von Gasbehältern".
Urheber: Stadt Fürstenwalde.
Stadt Fürstenwalde an der Spree im Landkreis Oder-Spree im Land Brandenburg, 2018.
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