Karlshorst Bahnhof Trainierbahn
Der Ost Karlshorst entstand ab 1895 als Carlshorst am Vorwerk Carlshorst. Das Vorwerk Carlshorst war im Besitz derer von Treskow. Treskow stellte zwischen Köpenicker Alle und Waldowallee sowie Verlängerte Waldowallee ein Gelände für Pferderennen zur Verfügung. Auf diesem Gelände fand 1854 das erste Jagdrennen der Berliner Renntage statt, sowie in den Folgejahren weitere. 1862 fand das Große Preußische Armee-Jagdrennen in Carlshorst vom Verein für Pferdezucht und Pferdedressur aus Berlin auf diesem Gelände statt. 1867 wurde in Carlshorst das vorerst letzte Pferderennen und in den Folgejahren auf einer Rennbahn in Charlottenburg durchgeführt. 1881 lief der Pachtvertrag für das Gelände der Pferderennbahn in Charlottenburg aus. 1881 fand zudem die Gründung vom Verein für Hindernisrennen statt. Dieser Verein pachtete ein neues Gelände in der Wuhlheide am Vorwerk Carlshorst, dass er 1893 für 500.000 Goldmark erwarb. Auf diesem Gelände südlich der Schlesischen Bahn und östlich der Treskowallee (bis 1900 Carlshorster Landstraße) wurde die Hindernisbahn Carlshorst errichtet, die 1894 eröffnet wurde. Die vormalige Rennbahn in Karlshorst nördlich der Schlesischen Bahn wurde zur Trainierbahn. 1901 wurde Carlshorst in Karlshorst umbenannt.

1842 wurde die Berlin-Frankfurter Eisenbahn eröffnet und 1845 zur Niederschlesisch-Märkischen Eisenbahn, kurz Schlesische Bahn.

An der ehemals bis 1900 ebenerdigen Bahntrasse der Schlesischen Bahn standen zwischen Bahnhof Rummelsburg und Bahnhof Köpenick einst 8 Bahnwärterhäuser / Bahnwärterbuden und ein Bahnwärter-Wohnhaus ("B.W. Wohnhaus"). An diesem Bahnwärter-Wohnhaus bestand vermutlich ab 1854 und nachweislich ab 1862 eine Haltestelle mit provisorischem Bahnsteig für die Pferderennen in Karlshorst. Diese Haltestelle wird als erster Bahnhof in Karlshorst gehandelt. Zeitgleich zum Bau der neuen Hindernisbahn Karlshorst wurde der sogenannte Rennbahnhof Karlshorst als Kopfbahnhof errichtet und ebenso wie die Rennbahn 1894 eröffnet. Erst 1895 wurde der Bahnhof Karlshorst an der Schlesischen Bahn eröffnet.

Die Trainierbahn Karlshorst wurde in den 1930er Jahren aufgegeben.

Nördlich der Trainierbahn Karlshorst stehen bis heute die Flugzeughallen der ehemaligen Fliegerstation Friedrichsfelde von 1917. Die Fliegerstation wurde ab 1934 als Außenstelle Karlshorst der Forschungsanstalt für Schiffahrt, Wasser- und Grundbau (FAS) genutzt. Unter anderem errichtete diese dort 1952 ein neues Gebäude sowie Baracken, das und die 2013 abgerissen wurden. Bereits vor 1945 errichtete die FAS im nördlichen Bereich der Trainierbahn ein 200x300 Meter eingezäuntes Areal für ein Hydrotechnisches Versuchsfeld. Auf diesem Versuchsfeld wurde in den 1940er Jahren ein großes Modell der Elbe bei Bohnenburg (km 515) aufgebaut. Im südlichen Bereich der Trainierbahn entstand entweder schon vor oder erst nach 1945 eine Behelfsheimsiedlung, aus der die heutigen Kleingartensiedlungen hervorgingen. Anstelle vom Hydrotechnischen Versuchsfeld entstand zu DDR-Zeiten ein Plattenbau-Ensemble für die FAS Außenstelle Karlshorst, die dort bis 2002 ansässig war. Das Plattenbau-Ensemble wurde nach 2002 einige Zeit lang von der Telekom und ab 2015 als DRK Notunterkunft Karlshorst genutzt.
Karlshorst Schultz-Hencke-Haus
Karlshorst Schultz-Hencke-Haus
Karlshorst Wirtshaus zur Beerenlaube
Karlshorst Wirtshaus zur Beerenlaube
Karlshorst Wirtshaus zur Beerenlaube
Karlshorst Rennbahngraben
Karlshorst Rennbahngraben
Karlshorst Rennbahnverwaltung
Karlshorst Rennbahnverwaltung
Karlshorst Rennbahnverwaltung
Karlshorst Rennbahnverwaltung
Karlshorst Rennbahnverwaltung
Karlshorst Rennbahnverwaltung
Karlshorst Rennbahnverwaltung
Karlshorst Bahndammunterführung Rennbahn
Karlshorst Bahndammunterführung Rennbahn
Karlshorst Bahndammunterführung Rennbahn
Karlshorst Bahndammunterführung Rennbahn
Karlshorst Bahndammunterführung Rennbahn
Karlshorst Zitzewitz'sches Haus
Karlshorst Zitzewitz'sches Haus
Karlshorst Bahnwärter-Wohnhaus Bahnhof Trainierbahn
Karlshorst Bahnwärter-Wohnhaus Bahnhof Trainierbahn
Karlshorst Bahnwärter-Wohnhaus Bahnhof Trainierbahn

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