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Insel Schwanenwerder

Der Schwanenwerder ist eine Insel in der Havel am Grunewald und Wannsee. Als Werder wird eine Erhebung in einem Feuchtgebiet oder Gewässer bezeichnet, die auch eine Landzunge sein kann.

Der Petroleumlampenfabrikant Friedrich Wilhelm Wessel (1830-1898) erwarb im Jahr 1882 die Insel Cladower Sandwerder vom Rittergutsbesitzer Hugo von Platen zu Sophienwalde und gestaltete diese zu einer Parklandschaft mit Villenkolonie, die 1901 nach seinem Wunsch vom Kaiser Wilhelm II. in Schwanenwerder umbenannt wurde. Dabei legte er Sehenswürdigkeiten an, wie die von ihm erworbene Tuilerien-Säule, die 1884 als Teil einer künstlichen Ruine verwendet wurde und als einzige Sehenswürdigkeit erhalten blieb.

Die Tuilerien-Säule ist ein Relikt vom französischen Königsschloss Palais des Tuileries, dass 1871 beim Aufstand der Pariser Kommune in Brand geriet und abgerissen wurde. Das Palais des Tuileries wurde 1564 durch Katharina von Medici in Paris an der Seine erbaut. Das Wort Tuilerie bezieht sich auf den Standort des Schlosses und bedeutet Ziegelei, die sich vorher dort befunden hat.

Die Wannseeterrassen liegen am Wannsee-Festlandufer vom Grunewald mit Blick auf die Insel Schwanenwerder. Sie sind ein Ausflugslokal und wurden 1937 gebaut. 1947 wurden die Gebäude durch einen Brand zerstört und bis 1953 wieder aufgebaut. 2001 wurden die Gebäude erneut durch einen Brand zerstört und 2015 das neue Ausflugslokal Wannsee-Terrassen eröffnet.

In unmittelbarer Nähe zur Insel Schwanenwerder entstand im Jahr 1907 das Strandbad Wannsee. Nach Aufhebung des allgemeinen Badeverbots in Gewässern und speziell am Wannsee, wurde das Wannsee-Ufer in ein Strandbad umgewandelt und 1927-1930 die heute noch erhaltenen dazugehörigen Gebäude errichtet. 1942 wurde im Strandbad Wannsee das bis dahin strafbare Nacktbaden in ausgewiesenen FKK-Bereichen erlaubt.
Nachdem die amerikanischen Besatzungstruppen nach 1945 den Übungsplatz Keerans Range in der 2 km entfernten nicht fertiggestellten neuen AVUS-Südkurve angelegt hatten, flogen mehrmals Querschläger bis zum Strandbad Wannsee. 1951 erhielt ein männlicher Badegast einen Steckschuss in die Schulter, 1952 ein Mädchen einen lebensgefährlichen Schuss in den Hals und 1955 ein weiblicher Badegast einen Schuss in die Leber. Durch fehlende Instandhaltung verfiel das Strandbad Wannsee. Eine Sanierung in den 1980er Jahren schlug fehl. Erst ab 2005 wurde das Strandbad Wannsee für seinen 100. Geburtstag im Jahr 2007 saniert und gehört seitdem zu den Berliner Bäder-Betrieben.

(Mit Infos aus Wikipedia)
Die Fotos entstanden im Jahr 2017.


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