Seefeld - Flugplatz Werneuchen - Radweg Hirschfelde
Seefeld ist ein typisches altes Straßenangerdorf an der alten Chaussee Berlin-Freienwalde. Das Dorf entstand nach der Eroberung der Mark Brandenburg durch die Askanier im 12. Jahrhundert. Nach dem Dreißigjährigen Krieg war das Dorf nur noch vom Pfarrer, dem Küster und dem Schmied bewohnt. In den Folgejahren erwarb der Graf von Schwerin das Dorf Seefeld. Dieser lies die verwüsteten Bauernhöfe räumen und errichtete eine Meierei in Seefeld. Daraufhin wurde das Dorf bis 1696 wieder mit Bauern aufgesiedelt. Unweit nördlich von Seefeld liegt das Dorf Löhme mit Gut / Domäne. Zwischen Seefeld und Löhme liegt der Haussee (Haus-See). Am Ostufer am Haussee, an der heutigen Badewiese an der Löhmer Chaussee, wurden Funde einer slawischen Besiedelungen entdeckt.

An der Chaussee zwischen Seefeld und Werneuchen steht ein altes Anwesen einer ehemaligen Ziegelei.

In Werneuchen steht das alte Gutshaus vom ehemaligen Rittergut Werneuchen, das 1913-1914 errichtet wurde und auch Schloss Werneuchen genannt wird.

An und auf der alten Straße zwischen Werneuchen und Hirschfelde wurde ab 1935 das Flugfeld vom Fliegerhorst Werneuchen angelegt. Der Fliegerhorst Werneuchen wurde 1935-1937 als Ausbildungsplatz der Luftwaffe errichtet und anschließend von der Jagdfliegerschule Werneuchen genutzt. Das Flugfeld schloss einen Abschnitt der alten Straße zwischen Werneuchen und Hirschfelde mit ein. Möglicherweise wurde schon damit die Werneuchener Alte Hirschfelder Straße auf einer Länge von ungefähr 1,5 Kilometer unterbrochen. Ab 1945 wurde der Fliegerhorst Werneuchen von der Sowjetarmee übernommen und 1951-1953 zum Flugplatz Werneuchen ausgebaut. Dabei wurde eine Landebahn und eine Rollbahn angelegt sowie an letzterer mehrere sogenannte Splitterschutzboxen für die Flugzeuge errichtet. Später wurden neben den Splitterschutzboxen Hangars, sogenannte Bogendeckungen, für die Flugzeuge errichtet. Mindestens damit wurde die Werneuchener Alte Hirschfelder Straße zwischen Werneuchen und Hirschfelde unterbrochen. Direkt auf die alte Straße, die mehr nur ein Feldweg war, wurden mehrere Splitterschutzboxen und später mindestens ein Hangar errichtet. Die Benutzung der Straße war wegen mindestens einem Hangar auch nach dem Abzug der Sowjetarmee im Jahr 1994 nicht möglich, und auch weil der Flugplatz weiterhin als solches für zivile Zwecke in Betrieb blieb. Erst im Jahr 2018 wurde die Werneuchener Alte Hirschfelder Straße als Radweg neu eröffnet. Dafür wurde einer der alten Hangars abgerissen. Schon nach 1990 wurden Splitterschutzboxen und Hangars für die nördlich der Werneuchener Alten Hirschfelder Straße angelegten Kiesgrube abgerissen. Zu dieser Kiesgrube wurde auch die Werneuchener Alte Hirschfelder Straße von Werneuchen aus bis zur Grenze des Flugplatzes asphaltiert und blieb bis 2018 eine Sackgasse. Seit mindestens 2009 gab es Bemühungen die Werneuchener Alte Hirschfelder Straße mit einem Radweg zu reaktivieren und wieder mit der Hirschfelder Werneuchener Straße zu verbinden. Im Jahr 2017 wurde der Hangar, der direkt auf der Werneuchener Alten Hirschfelder Straße stand, abgerissen. Ein Vorschlag, den geplanten Radweg auf der alten Straße durch den Hangar zu führen, wurde damit verworfen. Der betreffende Hangar stand direkt am Ende der seit mindestens 1992 asphaltierten Straße an der Kiesgrube sowie dem Beginn vom Radweg von Werneuchen aus. Im Zuge der Bauvorbereitungen für den Radweg wurden zudem zwei Splitterschutzboxen komplett, eine Splitterschutzbox zum Teil und eine gemauerte Baracke abgerissen sowie ein erdbedeckter Bunker an einer abgerissenen Splitterschutzbox offengelegt.

Eine sogenannte Splitterschutzbox, kurz auch Splitterbox genannt, ist ein Bauwerk aus Holz oder Beton, das aus einer mit Erde oder Sand befüllten hohlen Wand in U-Form besteht und als Splitterschutz dient. Eine Splitterschutzbox ist ein Stellplatz für Kampfflugzeuge und schüzt diese darin vor Splittern, die durch von Jagdbombern abgeworfene Bomben entstehen. Splitterschutzboxen werden auf dem Flugfeld eines Fliegerhorsts am Rande der Rollbahn errichtet. In Splitterschutzboxen beziehen Kampfflugzeuge auf den betonierten Abstellpositionen am Rande der Rollbahn Stellung. Die Splitterschutzboxen wurden bei Bedarf mit Tarnnetzen überspannt.
Niederbarnimer Eisenbahn Wriezener Bahn
Bahnwärterhaus Seefeld West
Seefeld Dorfanger Bauernhof
Seefeld Dorfanger Wohnhaus
Seefeld Dorfanger Sowjetischer Ehrenfriedhof
Seefeld Dorfanger Sowjetischer Ehrenfriedhof
Seefeld Gaststätte am Haussee
Seefeld Dorfanger Landarbeiterhaus
Seefeld Restaurant Seekrug
Seefeld Dorfanger
Seefeld Dorfanger Villa
Seefeld Dorfanger Villa
Seefeld Dorfanger Haus
Seefeld Bauer Peters Hofladen
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Seefeld Badewiese am Haussee
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Bahnwärterhaus Seefeld Ost
Seefeld Kolonie Wohnhaus
Seefeld Ziegelei
Seefeld Ziegelei
Seefeld Ziegelei
Seefeld Ziegelei
Werneuchen Ortseingang Wohnhaus
Werneuchen Ortseingang Wohnhaus
Werneuchen Ortsausgang Wohnhaus
Schloss Werneuchen
Radweg Werneuchen-Hirschfelde Flugplatz Werneuchen
Flugplatz Werneuchen Flugzeug-Hangars
Flugplatz Werneuchen Flugzeug-Hangars
Flugplatz Werneuchen Flugzeug-Hangar
Radweg Werneuchen-Hirschfelde Flugplatz Werneuchen Bunker
Flugplatz Werneuchen Bunker
Flugplatz Werneuchen Flugzeug-Hangar Splitterschutzbox
Flugplatz Werneuchen Splitterschutzbox
Radweg Werneuchen-Hirschfelde Flugplatz Werneuchen Hangar

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