Molkenberg Lebuser Platte
Der Ort Molkenberg liegt nördlich von Fürstenwalde an der Spree abseits der Hauptverkehrsstraße und abseits der Fernradwege. Molkenberg liegt mit 72 Höhenmetern auf der eiszeitlichen Lebuser Platte im historischen Land Lebus (terra lubucensis, Lebuser Land, Landkreis Lebus, Kreis Lebus, Lebuser Kreis).

Im Ort sind noch Gebäude vom Gut Molkenberg erhalten. Das Landgut Molkenberg war anfangs Vorwerk vom Königlichen Domänenamt Fürstenwalde - Amtsvorwerk Fürstenwalde. In alten Landkarten und Büchern vor 1820 ist Molkenberg bei Fürstenwalde nicht zu finden. Molkenberg entstand erst 1822 auf dem Molkenberg als Amtsvorwerk des Königlichen Domänenamt Fürstenwalde. Auf dem Vorwerk wurde eine Molkerei mit vorgelagerter Brennerei betrieben. 1823 wurde das Königliche Domänenamt Fürstenwalde aufgelöst und das Amtsvorwerk Fürstenwalde an die Stadt Fürstenwalde versteigert, die es als Bürgervorwerk weiter betrieb. 1826 bot die Stadt Fürstenwalde das Bürgervorwerk zur Pacht sowie 1841 zum Verkauf an. 1846 wurde das Bürgervorwerk an Privat veräußert und zum Gutshof. 1854 erhielt der Ort seinen heutigen Namen Molkenberg.

Ab 1932 wurde das Gut Molkenberg aufgesiedelt.

Ab 1934 wurde das Gut Molkenberg als Reichsarbeitslager genutzt.

Ab irgendwann wurden die Wirtschaftsgebäude vom Gut zu Wohnhäusern umgebaut.

Zu DDR-Zeiten war bis 1986 auf dem Gut Molkenberg ein Aufnahmeheim für West-Ost-Migranten, das von der Staatssicherheit der DDR (Stasi) betrieben wurde. Auffanglager für Übersiedler aus dem Westen. Bezirksheim Fürstenwalde/Molkenberg.

Nach 1990 entstand auf dem Gut Molkenberg die Wohnstätte Immanuel Haus Molkenberg für Suchtkranke der Immanuel Diakonie.

Das Gutshaus Molkenberg blieb bisher erhalten, ist allerdings ungenutzt.

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