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Langerönner Mühle bei Biesenthal
Langerönner Mühle bei Biesenthal
Langerönner Mühle bei Biesenthal
Die Langerönner Mühle von 1430 bei Biesenthal.
Die Langerönner Mühle ist eine Wassermühle am Langerönner Fließ, die als Mehlmühle erwähnt wurde, aber eventuell auch mal eine Schneidemühle war. Sie gehörte zur Burg Biesenthal.
Der Name der Mühle, bzw. des Fließes, hat sich im Laufe der Zeit geändert von ursprünglich Lange Ronne zu den schreibweisen Lange Rönne und Langerönne bis letztendlich zu Langerönner. Ronne oder Rönne bezeichnet einen Taleinschnitt, der hier einfach übersetzt Lange Rinne genannt wird und Namensgeber für Fließ und Mühle ist. Die Schreibweise "Langerönner Mühle" und "Langerönner See" ist an sich falsch, da "Lange Rönner" (Lange Rinner) falsch ist. Es müsste wenn dann "Langerönnen Mühle" und "Langerönnen See" heißen, von "Lange-Rinnen-Mühle" und "Lange-Rinnen-See", wäre dann allerdings wieder nicht korrekt, weil Mehrzahl (Rinnen). Die erste Falschschreibung ist bereits in einer Landkarte von um 1870 beim "Langerönner Fliess" neben der "Langerönne Mühle" verzeichnet. Das hatte wohl seinen Grund in der Bezeichnung vom naheliegenden "Rüdnitzer Fliess".
Die Mühle wurde über das Langerönner Fließ und das Rüdnitzer Fließ angetrieben, die sich beide kurz vor dem Mühlenteich vereinen und von der Straße, die einen Damm bildet, im Mühlenteich angestaut werden. Das Mühlenfließ und ein Überlauffließ fließen vom Mühlenteich in den nahegelegenen Langerönner See, der auch Sterlinsee genannt wird.
1849 ist dem Müller Wilhelm Schulze auf der Langerönner Mühle ein Sohn geboren.
In der Umgebung der Langerönner Mühle gab es vor und nach 1945 militärische Anlagen.
Von 1930-1932 wird die Langerönner Mühle als Ausbildungsstätte der Führerschulen der SA sowie von HJ und Stahlhelm genutzt.
Ganz in der Nähe wurde ab 1939 das Lager Koralle samt Bunkeranlagen errichtet, in dem sich zwischen 1943 und 1945 das Führungszentrum des Oberkommandos der Kriegsmarine (OKM) und die Hauptfunkstelle des Befehlshabers der U-Boote (BdU) befand. Zu DDR-Zeiten war die Gegend um die Langerönner Mühle ein hermetisch abgeriegeltes militärisches Sperrgebiet der NVA und des Ministerium des Innern der DDR (Deutsche Volkspolizei und Kampfgruppen der Arbeiterklasse). Es wird gemunkelt, dass hier in den 1980er Jahren eine Ausbildung von Guerilla-Truppen, mit Männern aus Afrika und Lateinamerika, stattfand.
Nach 1990 wurde die Mühle nur als Lagerplatz genutzt. Seit mindestens 2009 ist sie in Privatbesitz und das Wohnhaus wurde einige Zeit als Ferienwohnung angeboten.
Ehemaliges Rüstzeitheim für Wanderer, ehemalige Ferienanlage am Langerönner See / Sterlinsee. Das Rüstzeitenheim gehörte wohl zu Lobetal.
Das Langerönner Fließ ist der Hauptquellbach der Finow.
Am Berlin-Usedom Radweg zwischen Bernau und Biesenthal.
Das Naturschutzgebiet Biesenthaler Becken ist Teil des Naturparks Barnim. Es liegt in einer glazial geprägten Landschaft mit Laubmischwäldern, Feuchtwiesen und Mooren und ist die Stromgebietsgrenze von Oder (Ostsee) und Elbe (Nordsee), bzw. die Wasserscheide der hier entspringenden Fließe, die entweder zur Oder oder zur Elbe hin fließen.
Stadt Biesenthal in der Gemeinde Biesenthal im Amt Biesenthal-Barnim im Landkreis Barnim, 2016.
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