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Drahthammer Schleuse im Finowkanal

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Drahthammer Schleuse im Finowkanal Drahthammer Schleuse im Finowkanal
Das Obertor am Oberhaupt der Schleusenkammer von 1877 der Drahthammer Schleuse im Finowkanal in Eisenspalterei in Finow.
Im Hintergrund das Restaurant Schleusenkrug mit Biergarten.
Die alte Schleusenkammer von 1743-46 an der Drahthammer Schleuse wurde ab 1928 zum Stauwehr umgebaut.
Die neue Schleusenkammer an der Drahthammer Schleuse ist von 1877.
Der Ort Finow wurde 1928 aus dem Dorf Heegermühle und deren Gutsbezirke Eisenspalterei und Wolfswinkel sowie aus dem Messingwerk samt Messingwerksiedlung neu gegründet. Das Dorf Heegermühle wurde 1294 erstmals erwähnt. Der Gutsbezirk Eisenspalterei bestand aus einem Walzwerk und einer Hufeisenfabrik und wurde 1698 gegründet. Der Gutsbezirk Wolfswinkel bestand aus einer 1762 gegründeten Papierfabrik. Das Messingwerk entstand ab 1618 und wurde als solches 1700 gegründet, die zugehörige Messingwerksiedlung wurde ab 1863 ausgebaut.
Am Treidelweg entlang des Finowkanals.
Der Finowkanal wurde von 1605 bis 1609 zwischen der Havel bei Liebenwalde und der Finow bei Schöpfurth (Finowfurt) für die Verbindung von Berlin mit der Ostsee über Havel und Oder gebaut sowie bis 1620 durch den Ausbau des Wasserlaufs Finow erweitert. Der Kanal zwischen der Havel bei Liebenwalde und der Finow bei Schöpfurt wurde "Trödel" genannt.
Im Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) wurde der Finowkanal verwüstet.
1746 wurde der Finowkanal zum zweiten Mal eröffnet und in den Folgejahren weitere Schleusen gebaut.
Von 1874 bis 1885 wurden neue Schleusenkammern neben den alten Schleusenkammern gebaut.
Ab 1928 wurden die älteren Holz-Schleusenkammern zugeschüttet, oder zum Stauwehr umgebaut.
1914 ersetzte der Hohenzollernkanal (nach 1945 Oder-Havel-Kanal) den Finowkanal. Der Finowkanal blieb aber weiterhin in Betrieb, da sich an ihm zahlreiche Fabriken befanden. Die beiden Kanäle kreuzen sich seitdem bei Zerpenschleuse.
1925 wurden beide Schleusenkammern der Zerpenschleuse zugeschüttet. Damit wurde der sogenannte "Langer Trödel" von Liebenwalde bis Zerpenschleuse eine 10 km lange (schleusenfreie) Sackgasse.
Ab 1997 wurde der Finowkanal zwischen der Kreuzung mit dem Oder-Havel-Kanal und der Oder samt Schleusen für den Wassertourismus saniert und 2000 freigegeben. Der Lange Trödel ist seit 2016 wieder frei.
Der Treidelweg entlang des Finowkanals wurde zum Rad- und Wanderweg ausgebaut. Auf einem Treidelpfad werden die Kähne mit Zugtieren durch den Kanal gezogen. Der Treidelweg entlang des 400 Jahre alten Finowkanals ist Teil des Oder-Havel Radwegs.
Der Finowkanal ist die älteste künstliche noch in Betrieb befindliche Wasserstraße in Deutschland.
Ortsteil Finow in der amtsfreien Stadt Eberswalde im Landkreis Barnim, 2016.
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