Fotowiesel.de BasisFotomapInfo PayPal Gefällt Mir Button
Berlin erforschen und Brandenburg entdecken
Basis | Brandenburg entdecken |

Finowkanal - Finowfurt - Finow und Lichterfelde - Altenhof

Eine Tour durch die Mark Brandenburg.
Auf dem Berlin-Usedom Radweg bis Biesenthal, durch das Finowtal bis zum Finowkanal, den Finowkanal entlang von Finowfurt nach Finow und weiter über Lichterfelde nach Altenhof am Werbellinsee.

Die Mark Brandenburg wurde ab der Steinzeit (vor ~8.000 Jahren) bereits nomadisch besiedelt, sowie in der Bronzezeit (vor ~4.000 Jahren) besiedelt. Durch die Völkerwanderung siedelten an der Finow ab dem 7. Jahrhundert Slawen. Die Slawen wurden im 12. Jahrhundert durch die Askanier vertrieben.

Das natürliche Quellgebiet der Finow liegt im Wald- und Seengebiet zwischen Bernau und Biesenthal.
Der Wasserlauf der Finow zwischen Finowfurt und Niederfinow wurde ab 1605 Teil des damals neu gebauten Finowkanals. Der Finowkanal verbindet die Havel mit der Oder. Der Finowkanal ist die älteste künstliche noch in Betrieb befindliche Wasserstraße in Deutschland. Ab dem Jahr 1874 wurden im Finowkanal Zweit-Schleusen, neben den bestehenden, neu gebaut, die heute noch in Betrieb sind. Die älteren Schleusen wurden irgendwann aufgegeben. Für den Finowkanal gilt das Finowmaß und das Große Finowmaß für die Finowmaßkähne.
Der Finowkanal beginnt bei Liebenwalde an der Havel und endet bei Liepe am Lieper See. Der Lieper See fließt in den Oderberger See und dieser über die Alte Oder in die Oder. Seit 1914 wird der Finowkanal bei Zerpenschleuse vom Oder-Havel-Kanal gekreuzt.

Der Finowkanal sorgte für die Ansiedlung von Industrie. Insbesondere die Verarbeitung des in Brandenburg und Preußen vorkommenden Raseneisenstein (Raseneisenerz) bestand mehrere Jahrhunderte. Bereits im 15. Jahrhundert entstanden in der Mark Brandenburg Eisenhüttenwerke.

Der Treidelweg entlang des 400 Jahre alten Finowkanals ist Teil des Oder-Havel Radwegs. Auf dem Treidelweg/Treidelpfad wurden die Kähne mit Zugtieren durch den Kanal gezogen.

Der Ort Finowfurt liegt an der Finow und besteht aus den 1929 vereinigten mittelalterlichen Dörfern Schöpfurth und Steinfurth, die 1375 erstmals erwähnt wurden. Die beiden ehem. Dörfer sind durch die Finow getrennt. Im Dorf Schöpfurth bestand eine Wassermühle und besteht die Schleuse Schöpfurth.

Der Ort Finow wurde 1928 aus dem Dorf Heegermühle und deren Gutsbezirke Eisenspalterei und Wolfswinkel sowie aus dem Messingwerk samt Messingwerksiedlung neu gegründet. Das Dorf Heegermühle wurde 1294 erstmals erwähnt. Der Gutsbezirk Eisenspalterei bestand aus einem Walzwerk und einer Hufeisenfabrik und wurde 1698 gegründet. Der Gutsbezirk Wolfswinkel bestand aus einer 1762 gegründeten Papierfabrik. Das Messingwerk entstand ab 1618 und wurde als solches 1700 gegründet, die zugehörige Messingwerksiedlung wurde ab 1863 ausgebaut.

Das Dorf Lichterfelde ist ein Kreuzangerdorf und wird erstmals 1277 urkundlich erwähnt. Ab 1305 entsteht das Gut Lichterfelde. Das Schloss Lichterfelde (Barnim) wurde 1567 gebaut. Es ist das Gutshaus Lichterfelde und wurde auch Sparrenschloß, nach dem Gutsbesitzer Arendt Sparr, genannt.
Lichterfelde (Barnim) befindet sich nicht auf der Hochfläche Barnim, sondern auf der Hochfläche Britzer Platte im Landkreis Barnim.

Eine kleine Fischersiedlung war der Ursprung des Dorfes Altenhof am Werbellinsee. Die Askanier errichteten um 1247 dort am Ufer des Werbellinsees die Burg Breden für ihre Jagdausflüge. Um 1572 war die Burg verschwunden. Die von Hohenzollern übernahmen das Anwesen im 16. Jahrhundert und nannten es "Oller Hof" (Alter Hof). Im darauf folgenden Jahrhundert verfiel der Hof. Im 19. Jahrhundert entstand anstelle der ehemaligen askanischen Burg die Försterei Altenhof. Im 20. Jahrhundert wird Altenhof erstmals für Ausflüge entdeckt. 1936 bestand eine direkte Buslinie von Berlin nach Altenhof. Zu DDR-Zeit entstand nördlich von Altenhof am Werbellinsee die Pionierrepublik "Wilhelm Pieck", heute Europäische Jugenderholungs- und Begegnungsstätte am Werbellinsee (EJB am Werbellinsee). Weiter entstanden einige FDGB-Erholungsheime, die nach 1990 zu privaten Ferienbetrieben wurden.

Bücher über den Finowkanal:
Die Obere Havel und der Finowkanal (Jörn Lehmann, 2015)
Außer Betrieb. Industriekultur im Finowtal. Ein historischer Reiseführer. (Kristin Pilz, 2014)
Hausboot Zeitreise. Erlebnisse auf dem Finowkanal (978-3743111738, 2017)
Landkarten, Reiseführer und Wasserwandern am Finowkanal

(Mit Infos aus Wikipedia)
Die Fotos entstanden im Jahr 2016.


© 2004 - 2018 Fotowiesel.de - Alle Rechte vorbehalten. | Datenschutzerklärung & Impressum & Kontakt
Cookies in Gebrauch.
Weitere Informationen