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Braunsdorf - Fürstenwalde

Fotos einer Tour nach Braunsdorf am Oder-Spree-Kanal und Fürstenwalde an der Spree sowie auf dem Rückweg über Hangelsberg zur Müggelspree am Wulkower Bogen bei Mönchwinkel.

Das kleine Kolonistendorf Braunsdorf wurde auf Befehl vom 31. Dezember 1751 des Königs Friedrich II. in Preußen als Kämmereidorf an den Göllmitzschen Bergen auf der ehemaligen städtischen Kälberweide im Kirchengestell errichtet. Benannt wurde das Dorf nach dem damaligen zweiten Bürgermeister und Postmeister (beides ab 1743) von Fürstenwalde namens Franz Georg Braun (-1785). Im Jahr 1753 wurde das Dorf offiziell an die Stadt Fürstenwalde übergeben. Seit 1887-1891 liegt Braunsdorf direkt am Oder-Spree-Kanal. 1967-1969 wurde bei Braunsdorf der Oder-Spree-Kanal zu einer Überholstrecke ausgebaut. Bei diesem Kanalausbau wurde der Kanal begradigt und es entstand zwischen altem und neuem Kanal eine Insel. Im alten Kanal wurde ein Damm zur Insel aufgeschüttet. Seitdem trägt die Insel den Namen Halbinsel Braunsdorf und ist mit einer Wochenendsiedlung besiedelt. Bis 1945 bestand östlich dieser Halbinsel eine Brücke über den Oder-Spree-Kanal, die in das Waldgebiet vom Fürstenwalder Stadtforst zwischen Oder-Spree-Kanal und Müggelspree sowie über Wege zur Kahnfähre bei Hangelsberg, zur Wasserfurt bei Mönchwinkel und über das Forsthaus Kribbelake nach Kirchhofen und weiter führte. Am Standort der ehemaligen Brücke steht bis heute am nördlichen Kanalufer das Wohnhaus vom Brückenwärter und am südlichen Kanalufer ein Einmann-Spitzbunker. Seit 1960 wird die alte Schule in Braunsdorf als Jugendherberge genutzt. Direkt bei Braunsdorf liegt das Feuchtgebiet Großes Fürstenwalder Stadtluch.

Südöstlich von Braunsdorf liegt der Ort Göllmitz an den Göllmitzschen Bergen, der womöglich schon vor und mindestens mit der Gründung von Braunsdorf als Ziegelei bestand.

Von Braunsdorf nach Fürstenwalde kommend liegt in der Neuen Spreevorstadt von Fürstenwalde die alte Reiterkaserne - die Kaserne vom Kavallerieregiment 9 von 1935-1937. In der Altstadt von Fürstenwalde steht das Gebäude vom Gasthaus Zur alten Brauerei. Dort nebenan befindet sich der Getränkemarkt Ludwig Mord von 1777. Am Goetheplatz vor der Stadtmauer am Bullenturm stehen mehrere historische Gebäude. Der Goetheplatz war einst die Bullenwiese, auf der auch der Schützenplatz und Festplatz war.

An der Müggelspree nahe dem Wasserwanderrastplatz Mönchwinkel befinden sich die Wiesen von einem Altarm der Spree - der Wulkower Bogen. Dieser wurde viele Jahre mittels Meliorationsgraben und dem Schöpfwerk Mönchwinkel in die Müggelspree entwässert. Das Schöpfwerk Mönchwinkel wurde in den 1990er Jahren außer Betrieb genommen und in den 2000er Jahren abgerissen.
Die Ortschaften entlang der Müggelspree sind von Hochwasser betroffen, wenn das Wassermanagement vom Wasser- und Schifffahrtsamt Berlin entscheidet, bei Hochwasser in der Spree die Müggelspree zu fluten, um die Schifffahrt auf den Binnenschifffahrtsstraßen Dahme und Spree in Berlin zu gewährleisten. Dazu wird das Stauwehr an der ehemaligen Schleuse Große Tränke geöffnet und das Stauwehr an der Schleuse Wernsdorf geschlossen. Dann fließt mehr Wasser über die Müggelspree und flutet das Gebiet entlang der Müggelspree. Die mäandernde Müggelspree wird so als natürlicher Hochwasserschutz, allerdings zum Nachteil der Anwohner, genutzt.


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