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Berlin erforschen und Brandenburg entdecken
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Wedding Parks und Schäfersee

Park am Plötzensee
Der Park am Plötzensee besteht zum größten Teil aus den ehemaligen Friedhöfen Begräbnisplatz der Kaiser-Friedrich-Gedächtnis und Heilands-Kirchengemeinde (ab um 1955 zusammen Heilandskirchhof oder Heilandkirchhof) sowie dem Begräbnisplatz der St. Pauls-Kirchengemeinde (ab um 1955 St. Pauls-Kirchhof II), zusammen ab um 1965 Städtischer Friedhof am Plötzensee, sowie dem Bereich am Uferweg an den ehemaligen Friedhöfen am Plötzensee in Wedding.
Der Plötzensee lag ursprünglich im ehemals weit ausgedehnten Waldgebiet der Jungfernheide und gehörte zum Gut Jungfernheide. Am Plötzensee besteht das Freibad Plötzensee, das in den 1920er Jahren als Wassersportplatz Plötzensee errichtet worden war. Schon vorher bestand eine Militär-Bade-Anstalt (Südost-Ufer) und eine zivile Badeanstalt (Südwest-Ufer) im südlichen Zipfel vom Plötzensee. Am südlichen Zipfel an der Straße Nordufer befand sich anstelle vom heutigen Joachim-Fahl-Haus eine Filiale der Norddeutsche Eiswerke AG.
Im Strandbad Plötzensee besteht ein FKK-Bereich.
Der Plötzensee ist nach dem Karpfenfisch Plötze benannt.

Volkspark Rehberge
Der Volkspark Rehberge enstand in den 1920er Jahren anstelle einer ehemaligen Dünenlandschaft namens Rehberge mit Feuchtgebieten im ehemals weit ausgedehnten Waldgebiet der Jungfernheide im Berliner Urstromtal, die zum Gut Jungfernheide gehörte. Das Gelände wurde vom Militär als Übungsgelände mit Schießplatz und als Aushub-Halde vom Spandauer Schiffahrtskanal genutzt sowie zur Gewinnung von Scheuersand im Haushalt. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde der bis dahin dort bestehende Wald von der Berliner Bevölkerung zur Gewinnung von Brennholz abgeholzt, woraufhin dort eine sandige Wüstung entstand. Der letzte verbliebene Wald wurde von der Reichswehr beschützt. Zudem siedelten dort wilde Laubenkolonien, die zum Bau einer Wohnsiedlung geräumt wurden. Anstatt der Wohnsiedlung wurde der Volkspark Rehberge realisiert.
In alten Landkarten sind die Rehberge an verschiedenen Stellen eingezeichnet und es gab eine Verwechslung mit den Wurzelbergen (Schillerpark).

Goethepark
Der Goethepark entstand ebenso wie der Volkspark Rehberge in den 1920er Jahren, allerdings schon vor diesem. Der Goethepark wurde nach dem Dichter Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) benannt.

Kongo-Müller
Zwischen dem Volkspark Rehberge und dem Schillerpark verläuft parallel die Müllerstraße am Afrikanischen Viertel vorbei, das wegen den dort befindlichen Straßennamen so genannt wird. Aus diesem Grund besteht dort eine sogenannte Straßenecke "Kongo-Müller" an der Müllerstraße Ecke Kongostraße. Der Söldner Siegfried Friedrich Heinrich Müller (1920-1983), der durch seine Beteiligung an der Niederschlagung der Simba-Rebellion im Kongo in den Jahren 1964-1965 sowie insbesondere durch seinen dort mit menschlichem Schädel und Knochen geschmückten Jeep Bekanntheit erreichte, wurde "Kongo-Müller" genannt. In der DDR wurden mehrere Filme mit dem Thema "Kongo-Müller" produziert, darunter der Film "Der lachende Mann", die zur Propaganda gegen den Westen dienten und in der BRD verboten wurden.

Schillerpark
Der Schillerpark entstand in den Jahren 1909-1913 an dem Höhenzug der Wurzelberge. Anstelle vom zweigeteilten Schillerpark mit Bürgerwiese (Nordwest) und Schülerwiese (Südost) war ursprünglich eine Bebauung mit Mietskasernen projektiert. Die Wurzelberge wurden zur sogenannten Bastion, eine Terrasseanlage mit Hochplateau, ausgebaut.
In alten Landkarten sind die Wurzelberge an verschiedenen Stellen eingezeichnet und es gab eine Verwechslung mit den Rehbergen (Volkspark Rehberge). Der Park wurde schon während der Planung nach dem Dichter Johann Christoph Friedrich Schiller (1759-1805) benannt.

Schillerpark-Siedlung
Die Siedlung Schillerpark liegt direkt am Schillerpark und entstand in den 1920er Jahren nach Plänen vom Architekten Bruno Taut. Ein Teil der Siedlung wurde erst in den 1950er Jahren durch die Architekten Hans Hoffmann und Walter Rossow fertiggestellt. Die Siedlung Schillerpark ist eine Siedlungen der Berliner Moderne und wird wegen der dortigen Straßennamen auch Englisches Viertel genannt.

Schäfersee
Der Schäfersee gehörte zum Dorf Reinickendorf und ist benannt nach einer Schäferei, die seit dem 18. Jahrhundert am Schäfersee bestand. Die Schäferei bestand bis in die 1920er Jahre, als am Schäfersee ein Park durch den Reinickendorfer Gartenoberinspektor Karl Löwenhagen angelegt wurde. Zudem bestand einige Zeit die Eisfabrik Mudrak am Schäfersee. Das besondere am Schäfersee ist seine fast kreisrunde Form.


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