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Plänterwald

Der Plänterwald ist nicht nur ein im Jahr 1760 angelegter Wald (Forst Plänterwald), sondern auch der umgangssprachliche Name eines ehemaligen Vergnügungsparks, eines Berliner Ortsteils und eines S-Bahnhofs.

Der Plänterwald liegt am linken Spreeufer sowie flussaufwärts hinter dem Treptower Park.

Im nördlichen Teil vom Plänterwald bestand eine Baumschule, an deren Stelle im Jahr 1969 ein Vergnügungspark namens "Berliner Kulturpark" errichtet wurde. Der Berliner Kulturpark war auch unter dem Namen Plänterwald bekannt. 1990 wurde der Vergnügungspark geschlossen, 1992 als Spreepark wiedereröffnet und 2001 stillgegt.

Nach dem Plänterwald wurde der 1997 neu gegründete Ortsteil Plänterwald benannt, der vorher schon als Siedlung Plänterwald bestand. Die Siedlung Plänterwald entstand in den 1920er Jahren mit dem Bau von Genossenschaftshäusern südwestlich vom Forst Plänterwald. Dort bestand bereits das 1910 errichtete Rathaus Treptow, am Standort eines bereits bestehenden Amtshauses.

Im Jahr 1876 wurde der Gutsbezirk Treptow zur Landgemeinde Treptow im Landkreis Teltow. Im selben Jahr wurde ein Amtshaus an der Neuen Krugallee gebaut, das heute noch neben dem 1910 gebauten Rathaus Treptow steht. Zur Landgemeinde Treptow gehörte der Schlesische Busch, die Kaserne südlich davon, das Gelände an der späteren Mietskasernensiedlung entlang der Kiefholzstraße, der spätere Treptower Park, der Plänterwald samt Baumschule, der Dammweg auf gesamter Länge, die Baumschule am Baumschulenweg, das Forsthaus Marienthal an der Forsthausallee und der Standort der heutigen Kaffeerösterei Jacobs am Teltowkanal sowie dort auch Gelände südlich vom Kanal. Die Grenze wurde im Laufe der Jahre mehrmals verändert und die Landgemeinde zu einem Berliner Bezirk.

Neben dem Rathaus wurde 1910 ein Realgymnasium für Knaben errichtet. Dieses Realgymnasium der Gemeinde Treptow hieß zu NS-Zeiten Dietrich-Eckart-Schule. Zu DDR-Zeiten wurde das Schulgebäude vom Realgymnasium von der 3. Grundschule, der Erich-Weinert-Tagesoberschule sowie der 3. Oberschule "Erich Weinert" genutzt.

Der S-Bahnhof Plänterwald entstand 1956 als Haltepunkt Plänterwald an der S-Bahnstrecke auf dem Bahndamm der Görlitzer Bahn von 1866. Das Bahnhofsgebäude hat nur einen Ausgang auf der Nordost-Seite, da für einen Ausgang zur nahegelegenen Grenze zu West-Berlin entlang der Kiefholzstraße kein Bedarf bestand. Direkt nördlich vom Bahnhof Plänterwald bestand einst ein Straßenbahnhof, auf dessen Gelände nach dessen Zerstörung im Zweiten Weltkrieg ein Garagenpark ansiedelte.


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