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Weidendammer Brücke und Schloss Bellevue

Weidendammer Brücke
Die Weidendammer Brücke überführt die Friedrichstraße über die Spree.

Im Jahr 1685 wurde an der Stelle der heutigen Weidendammer Brücke eine hölzerne Zugbrücke mit dem Namen Neustädtische Brücke, die auch Dorotheenstädtische Brücke oder Spandauische Brücke genannt wurde, gebaut. Die Friedrichstraße hieß damals Querstraße und führte zum Oranienburger Tor in der Spandauer Vorstadt.

Im Anfang des 18. Jahrhunderts erhielt die Brücke den Namen Weidendammer Brücke, benannt nach einem Straßen-Damm, der eine Spreeinsel mit Grasweiden von der Georgenstraße bis zur besagten Brücke über die Spree, überquerte. Ein in unmittelbarer Nähe gelegener weiterer Weg mit dem Namen Weidendamm änderte mehrmals seinen Standort. 1738 war dieser ein Platz am Kupfergraben gegenüber dem Pergamonmuseum, mit einem Land-Zugang zur erwähnten Grasweiden-Spreeinsel. 1789 war dieser ein Weg entlang dem Südufer der Spree an der nördlichen Spitze der Spreeinsel gegenüber dem Monbijoupark, was eventuell ein Kartenfehler ist, da dieser Weg 1875 als Cantian Straße verzeichnet ist und wahrscheinlicher der Uferweg zwischen Ebertsbrücke und besagtem Platz Weidendamm hieß. Seit mindestens 1893 ist der Weg am südlichen Spreeufer zwischen Weidendammer Brücke und Ebertsbrücke mit dem Namen Weidendamm benannt und als solcher bis heute erhalten.

1824-1826 wurde die hölzerne Zugbrücke gegen eine gusseiserne Brücke mit einer 10 Meter breiten Fahrbahn ausgetauscht. Dieses Bauwerk war eine der ersten gusseisernen Brücken in Mitteleuropa. Im Jahr 1880 wurde auf beiden Seiten der Brücke je eine Fußgängerbrücke aus Stahl mit Holzverbau angebracht.

1894 wurde zum Bau einer neuen Brücke neben der Weidendammer Brücke eine Behelfsbrücke errichtet, über die auch eine Pferdeeisenbahn fuhr. 1895 wurde die alte Weidendammer Brücke demontiert. Im Jahr 1896 wurde die neue und bis heute erhaltene Weidendammer Brücke fertiggestellt. Ein Teil der Brücke wurde ab 1895 zuerst in Liepe über den Finowkanal und ab 1913 als Treidelwegbrücke über den Hafen vom Messingwerk am Finowkanal in Finow am damaligen Dorf Heegermühle verwendet und dort Teufelsbrücke benannt. Diese ist heute noch als reine Stahlkonstruktion ohne Holzverbau vorhanden.

Zwischen 1914 und 1923 wurde die Brückenkonstruktion der Weidendammer Brücke erneuert und die Brücke verbreitert. Während dieser Zeit wurde neben der Brücke eine Behelfsbrücke errichtet. Die alten Brückenteile wurden verkauft und anderswo wiederverwendet.

Schloss Bellevue
Das Gelände vom heutigen Standort von Schloss Bellevue im Großen Tiergarten in Berlin erwarb 1746 Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff (1699-1753) und lies darauf einen Wirtschaftshof mit zwei Meiereigebäuden, eine Maulbeerplantage, Wiesen- und Ackerland sowie Gemüsebeete anlegen, der "Knobelsdorffs Meierei" genannt wurde. Nach dem Tod von Knobelsdorff ging diese Meierei an einen Gastwirt, dann an einen Kommerzienrat Schneider und dann an den Hofrat Bertram. 1779 hieß die Meierei dann "Bertramsche Meierei". Zwischenzeitlich wurde auf dem Gelände ein Gebäude einer Lederfabrik direkt am Spreeufer errichtet, das nach einiger Zeit zum Wohnhaus umgebaut wurde. 1785 wurde die Meierei von August Ferdinand Prinz von Preußen gekauft, der ein Jahr zuvor das Schloss Friedrichsfelde verkauft hatte, welches er von 1762 bis 1784 besaß und bewohnte. August Ferdinand Prinz von Preußen ließ von 1785 bis 1786 auf der ehemaligen Meierei das Schloss Bellevue errichten und fügte das Haus der ehemaligen Lederfabrik mit ein, das zum Spreeflügel wurde. Der gegenüberliegende Flügel heißt Damenflügel.
Das Schloss Bellevue war ab 1957 der zweite sowie Berliner Amtssitz des Bundespräsidenten und ist seit 1994 der erste Amtssitz des Bundespräsidenten.


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