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Berlin erforschen und Brandenburg entdecken
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Flugplatz Johannisthal und Rennbahnhof Karlshorst

Der Flugplatz Johannisthal entstand 1909 zwischen dem Rangierbahnhof Schöneweide an der Bahnstrecke Berlin-Görlitz und dem Teltowkanal. Der Flugplatz wurde eröffnet, da am bereits bestehenden Flugplatz Tempelhof kein Motorflug erlaubt wurde. 1919 begann am Flugplatz Johannisthal der Luftpostverkehr in Deutschland. Im Jahr 1923 wurde der Passagierluftverkehr eingestellt. Seit 1952 war der Flugplatz Johannisthal kein öffentlicher Flugplatz mehr und wurde 1995 geschlossen.

Am Flugplatz Johannisthal standen ab 1909-1911 zwei Luftschiffhallen und waren mehrere größere und bekannte Firmen sowie auch viele kleinere Betriebe ansässig, darunter die Albatros-Werke ab 1909, die Harlan-Werke (Harlan-Flugzeugwerke) ab 1910, die Rumpler-Werke (Rumpler-Luftfahrzeugbau) ab 1910, die Firma Fokker Aeroplanbau Flugzeugbau ab 1912 und auch die Henschel Flugzeugwerke AG mit 7 weiteren Firmen allein am Standort Segelfliegerdamm 15. Über die Jahre hinweg wechselten die Firmen am Standort Flugplatz Johannisthal. Ab 1926 wurde die Karosseriebau-Firma Ambi am Flugplatz Johannisthal entlang dem Groß-Berliner Damm ansässig und war dies bis 1950 (Ambi-Werke, Ambi-Budd Presswerk). Am Segelfliegerdamm waren 1945 zudem das Flugzeugwerk Johannisthal und die Firma Focke-Wulf-Flugzeugbau ansässig. Nach 1945 wurden die Fabriken enteignet und demontiert. Im Jahr 1950 wurde auf dem Fabrikgelände am Flugplatz Johannisthal der VEB Kühlautomat Berlin gegründet, der 1996 als Kühlautomat Berlin GmbH geschlossen wurde.

Seit 1912 war die Deutsche Versuchsanstalt für Luftfahrt (DVL) in Adlershof am Flugplatz Johannisthal ansässig. Heute ist dort ein Standort vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), der Campus Adlershof der Humboldt-Universität Berlin sowie der Technologiepark Adlershof.

Auf dem Fabrikgelände am Flugplatz Johannisthal bestand ein weit verzweigtes Schienennetz einer Werksbahn, die an die Bahnstrecke Berlin-Görlitz (Görlitzer Bahn) am Rangierbahnhof Schöneweide angeschlossen war.

Das ehemalige Flugfeld vom Flugplatz Johannisthal ist heute der Landschaftspark Johannisthal/Adlershof.

In Niederschöneweide stehen die Gebäude der Gemeindeschule Niederschöneweide von 1899 an der Alten Feuerwache von 1908.

Am Bahnhof Karlshorst stehen noch heute Gebäude vom 1895 eröffneten Bahnhof Rennbahn (Rennbahnhof Karlshorst) an der Treskowallee. Der Bahnhof Rennbahn war ein Sackbahnhof direkt neben dem Bahndamm der Niederschlesisch-Märkischen Bahn von 1846 und schräg gegenüber vom 1902 eröffneten Bahnhof Karlshorst an der 1894 eröffneten Trapprennbahn Karlshorst und 1895 gegründeten Colonie Carlshorst. 1923 wurde der Personenverkehr am Bahnhof Rennbahn eingestellt. Bis 1946 erfolgten noch Pferdetransporte. Danach wurde der Bahnhof samt Gebäude anfangs von der Sowjetarmee genutzt und zuletzt 1993 von einer Starkstrommeisterei. 1998 wurden die Gebäude vom Rennbahnhof Karlshorst restauriert und danach als Discounter, Restaurant und Imbissbude genutzt.


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