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Arkenberge bei Blankenfelde

Die Arkenberge befinden sich nördlich von Blankenfelde im Berliner Bezirk Pankow.

Die ursprünglichen Arken-Berge waren eine Hügelkette und sind in einer Landkarte von 1939 nördlich der heutigen Deponie-Arkenberge mit einer Höhe von 70,3 Metern verzeichnet. Nordöstlich dieser ursprünglichen Arken-Berge ist in dieser Landkarte zudem eine Kiesgrube verzeichnet. In einer Landkarte von 1950 ist diese Markierung der Arken-Berge noch vorhanden, aber die Kiesgrube bereits um diese erweitert eingezeichnet. In einer Landkarte von 1955 ist die Höhenangabe dieser Arken-Berge weg, da sie bereits abgetragen wurden. Bereits 1950 ist dort eine Förderanlage mit einer Lorenbahn oder Werkbahn eingezeichnet, deren Gleise bis zum VEB Mörtelwerke Blankenfelde führen, das sich am nordöstlichen Ortseingang Blankenfelde auf der westlichen Straßenseite, gegenüber vom Möllersfelder Weg, befand. An der Stelle der ehemaligen Kiesgrube vom Arken-Berge ist 1972 eine Müllkippe verzeichnet. Heute ist dort Wildnis.

Die heutigen Arkenberge entstanden ab 1984 durch Bauschuttaufschüttung. Die südlich davon gelegenen Kiesgruben-Seen entstanden ab der selben Zeit. Im Jahr 2015 erreichte ein Gipfel der neuen Arkenberge eine Höhe von 120,7 m ü. NHN und übertraff damit den bis dahin höchsten Berg in Berlin, den Teufelsberg, um 60 Zentimeter.

Die Arkenberge werden seid Stillegung der Bauschuttdeponie im Jahr 1998 zu einem Erholungsgebiet gestaltet, das bis zum Jahr 2019 fertiggestellt sein soll. Dazu wurden ab 1999 nur noch Bauabfälle zur Gestaltung und Rekultivierung verwendet.

Der südwestliche der beiden vorhandenen Kiesgruben-Seen ist der Biotopsee Arkenberge. Der nordsötliche der Badesee Arkenberge mit FKK-Bereich. Er ist über die Straße nach Arkenberge an der Autobahn Anschlussstelle Schönerlinder Straße zu erreichen. Die Wasserqualität ist nicht besonders gut. Im Sommer liegen tote Flußkrebse im Wasser. Das soll seine Ursachen in der Deponie haben.

Östlich der Arkenberge verläuft das Tegeler Fließ.

Südlich zwischen Arkenberge und Tegeler Fließ liegt der Schwarzwassersee in einem Waldgebiet. In der Umgebung vom Schwarzwassersee besteht ein weitläufiges Grabensystem, über das der Schwarzwassersee mit anderen Pfuhlen, Teichen und Seen verbunden ist. Es ist auch möglich, dass der Schwarzwassersee unterirdisch über das Tegeler Fließtal bewässert wird. Das Gebiet am Schwarzwassersee wurde von 1870 bis 1984 als Rieselfeld genutzt. Als Überrest dieser Zeit zeugt ein Standrohr am Schwarzwassersee. Ein Standrohr befand sich jeweils am Ende einer Druckrohrleitung, mittels der das Abwasser zu den Rieselfeldern gepumpt wurde. Am Standrohr wurde der Druck der beförderten Abwassermenge anhand des Wasserstands im oben offenen Standrohr gemessen. Zudem wurde dort auch die abfließende Wassermenge gemessen. Somit konnte der Rieselfeldwärter den Zu- und Abfluß regulieren. Bei einem Überdruck des beförderten Abwassers quoll dieses oben aus dem Standrohr heraus.

Der Schwarzwassersee trocknet, wie viele weitere kleinere Seen in der Berliner Umgegend, in den Sommermonaten aus.

Der Ort Blankenfelde entstand als Angerdorf bei der Besiedelung des Barnim um 1230 durch deutsche Siedler. An der Stelle des Dorfes befand sich wahrscheinlich schon vorher eine slawische Siedlung. 1284 wird das Dorf durch Johannes de Blankenfelte (1240-1320, Johannes I. von Blankenfelde) erstmals bezeugt. Er war der erste von insgesamt sieben Berliner Bürgermeistern dieser Familie. Das Dorf besaß 1375 einen Krug. 1519 wird das Rittergut Blankenfelde mit Schäferei erstmals erwähnt. 1711 wurde Blankenfelde unter König Friedrich I. von Preußen landesherrliches Domänegut und als Vorwerk dem Amt Niederschönhausen unterstellt. Durch den Erwerb des Ritterguts durch die Stadt Berlin im Jahre 1882 wurde es zu einem Stadtgut von Berlin, auf dessen Feldern ab 1884 eine Rieselfeld-Anlage entstand. 1890 wird der Gutshof zu einer Heilstätte für Lungenkranke, die 1920 wegen dem Gestank von den Rieselfeldern aufgegeben und zu einem Hospital sowie später auch zum Altersheim umfunktioniert wurde. 1920 wurde auch die Straße von Berlin (B 96a) direkt durch den Gutshof neu verlegt. Das Stadtgut Blankenfelde war an die Hobrechtsfelder Wirtschaftsbahn (Feldbahn) angeschlossen.

In den 1920er Jahren wurde der Gutshof durch die Verlegung der Straße von/nach Berlin (Blankenfelder Chaussee) geteilt, weil die alte Straße (Berliner Straße) östlich vom Gutshof für einen Ausbau zu eng war. Als Ausgleich erhielt das Stadtgut ein Stück Land als Exklave, das vorher zum Dorf gehörte und auf dem ein Mörtelwerk errichtet wurde, zu DDR-Zeiten VEB Mörtelwerke Blankenfelde, gegenüber dem Abzweig Möllersfelder Weg von der Hauptstraße. Die neue Straße konnte aber nicht wegen dem schon bestehenden Schulgebäude direkt auf die Schildower Straße treffen. Der Weiterbau nördlich der Hauptstraße mit Anschluß an die Straße nach Schildow erfolgte erst nach dem Berliner Mauerbau, da die Straße nun eine Umfahrung West-Berlins war. Die Eigentumsverhältnisse von Gut und Dorf waren/sind in deutschen Landen getrennt.

1949 wurde der Gutshof Volkseigenes Gut (VEG). 1985 wurden die Rieselfelder stillgelegt. 1991 geht das Stadtgut wieder in den Besitz vom Land Berlin. Der Gutshof wird zum Verwaltungssitz der Betriebsgesellschaft Stadtgüter Berlin mbH. Ab 1995 steht der Gutshof leer und verfällt. 2006 kauft der Verein StadtGut Blankenfelde den Gutshof und vermacht ihn zum Eigentum der Stiftung trias. In den Folgejahren wird der Gutshof wiederbelebt.

Die Elisabeth-Aue ist ein umstrittenes Plangebiet für eine Großsiedlung auf einer Ackerlandschaft südlich von Blankenfelde, östlich gegenüber vom heutigen Botanischen Volkspark. Auf dem Gelände der Elisabeth-Aue und dem Botanischen Volkspark waren einst Rieselfelder. 1909 wurde auf den Rieselfeldern westlich der Blankenfelder Chaussee der Städtische Schulgarten erbaut und östlich der Chaussee wurden Felder mit Beeten angelegt sowie Obstbäume an den Feldwegen angepflanzt. Der Schulgarten diente der Berliner Bevölkerung in den beiden Weltkriegen zur Versorgung. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Städtische Schulgarten zu einem Botanischen Schulgarten ausgebaut und 1977 von der Humboldt Universität übernommen. Im Laufe der Zeit wurde er zum Botanischen Volkspark und dient nun nicht nur mehr Schulkindern, sondern jedermann als Lehranstalt des Gärtnerns. Die Felder mit den Beeten und Obstbäumen östlich der Chaussee wurden aufgegeben und auf dem Acker großflächige Landwirtschaft betrieben. Nun ist dort eine Großsiedlung geplant.

(Mit Infos aus Wikipedia)
Die Fotos entstanden im Jahr 2015.


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