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Oranienburger Vorstadt

Fotos von AEG am Humboldthain, der Stettiner Bahn und der Gedenkstätte Berliner Mauer in der historischen Oranienburger Vorstadt.

Die Oranienburger Vorstadt ist ein ehemaliger Stadtteil von Berlin, der aus den heutigen Ortsteilen Mitte und Gesundbrunnen besteht. Das Gebiet der Oranienburger Vorstadt lag vor dem Oranienburger Tor der Berliner Zoll- und Akzisemauer. Die Oranienburger Vorstadt ging aus dem sogenannten Neu-Voigtland hervor, in dem vorwiegend Handwerker aus dem sächsischen Vogtland wohnhaft waren. Die sogenannte Oranienburger Vorstadt wurde 1831 nach Berlin eingemeindet. Mit der Industrialisierung besiedelten mehrere Eisengießereien und Maschinenbaubetriebe die Oranienburger Vorstadt, die deshalb den Beinamen Feuerland erhielt. Mitten in die Oranienburger Vorstadt wurde der Stettiner Bahnhof der Stettiner Bahn von 1842 gebaut. Im nördlichen Eck wurde 1869-1876 der Volkspark Humboldthain angelegt.

Im Jahr 1857 gründete Wilhelm Wedding die Weddingsche Maschinenfabrik (Maschinenbaufabrik und Eisengießerei) in der Oranienburger Straße. 1867 baute Wilhelm Wedding eine weitere Fabrik an der Ackerstraße nordöstlich am Gartenplatz (Maschinenfabrik für Holzbearbeitungsmaschinen und Eisengießerei). Auf dem Areal waren vorher Fuhrunternehmer und Victualienhändler ansässig. Im Jahr 1887 übernahm die Deutsche Edison Gesellschaft von Emil Rathenau die Weddingsche Maschinenfabrik. 1888 wurde die Deutsche Edison Gesellschaft in Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft umbenannt. Zwischen 1889 und 1894 entstand auf dem Fabrikgelände in der Ackerstraße eine neue Etagenfabrik der AEG (Abtheilung für Beleuchtungs-Gegenstände, Fabrik und Musterlager von Beleuchtungskörpern für elektrisches Licht, als Kronleuchter, Ampeln, Laternen, Wandarme, Candelaber in Messing, Bronze, Krystall, Schmiedeeisen und naturalistischem Genre, Verkaufsräume Schiffbauerdamm, Glühlampenfabrik Schlegelstraße, Maschinenfabrik Ackerstraße). Ab 1894 entstand südöstlich am Humboldthain eine weitere neue AEG Fabrik anstelle des alten Neuen Berliner Viehmarkts (Schlachthof) von 1867. Dieser Fabrikstandort wurde nach und nach ausgebaut und 1982 verkauft. Die Fabrik AEG am Humboldthain lag im damaligen Berliner Bezirk Wedding zwischen Brunnenstraße, Voltastraße, Hussitenstraße und Gustav-Meyer-Allee. Im Jahr 1996 wurde die Firma AEG aufgelöst.

Der Volkspark Humboldthain wurde zwischen 1869 und 1876 angelegt und war der zweite Volkspark in Berlin. Nördlich am Volkspark Humboldthain liegt der Bahnhof Berlin Gesundbrunnen von 1872 am ersten Abschnitt der Berliner Ringbahn von 1871, sowie an der 1897 neu verlegten Stettiner Bahn von 1842 und der Berliner Nordbahn von 1878.

Vom Bahnhof Gesundbrunnen bestand mit der Inbetriebnahme vom alten Neuen Berliner Viehmarkt ab 1867 ein Betriebsgleisanschluss zum späteren Fabrikgelände der AEG - das AEG Anschlussgleis. Dieses Gleis ist ohne Anschluss an das Eisenbahnnetz noch vorhanden.

Südwestlich am Humboldthain bestand ab 1867 das Neue Werk der Eisengießerei und Maschinen-Fabrik von L. Schwartzkopff von 1852 (Chausseestraße). Die Firma wurde 1870 in Berliner Maschinenbau-Actien-Gesellschaft vormals L. Schwartzkopff umbenannt.

Der Stettiner Bahnhof war der Kopfbahnhof der Stettiner Bahn von 1842 und wurde 1950 in Berlin Nordbahnhof umbenannt. Ab 1878 war er zudem Bahnhof der Berliner Nordbahn und ab 1893 der Kremmener Bahn. Östlich am Stettiner Bahnhof entstand 1933-1936 der unterirdische S-Bahnhof Nordbahnhof der Berliner Nordsüd-S-Bahn.

Auf dem Gartenplatz wurde 1890-1893 die Sebastiankirche gebaut.

Entlang der Bernauer Straße von Nordbahnhof bis Mauerpark stand von 1961 bis 1989 die Berliner Mauer. Dort erinnert die Gedenkstätte Berliner Mauer an die Trennung Berlins in Ost und West.


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