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Magerviehhof Friedrichsfelde

Zu Anfang ein paar Fotos vom ehemaligen Gleisanschluss der Wriezener Bahn und der Industriebahn Tegel-Friedrichsfelde an die Preußische Ostbahn am Bahnhof Friedrichsfelde. Dort gab es über die Jahre mehrere Veränderungen. Anfangs führte noch die Hohenschönhauser Straße in der Ausfallkurve mit Rampen über die Gleise, möglicherweise mit einer Straßenbrücke. Dann wurde diese Straße um 1940 dort unterbrochen. Nach 1945 wurde ein Weg von der Marzahner Chaussee zur Rhinstraße mit einer Unterführung unter die Gleise gebaut. Mit dem Neubau vom Biesdorfer Kreuz in den 1970er Jahren wurde das Gleis der Wriezener Bahn und der Industriebahn Tegel-Friedrichsfelde dort unterbrochen und über das neue Biesdorfer Kreuz geführt. Der Gleisanschluss vom damals schon ehemaligen Magerviehhof bestand über ein Stichgleis vom Gleis der Industriebahn Tegel-Friedrichsfelde, die nördlich vom Magerviehof vom Gleis der Wriezener Bahn abzweigte.
Mindestens ein weiteres Gleisbett von der Preußischen Ostbahn zum bestehenden Gleis am Magerviehhof mit möglicherweise auch einem Gleis bestand am heutigen Weg zwischen Gudrunstraße und Rhinstraße bereits vor 1943. Zu dieser Zeit bestand auch schon der Weg zwischen Marzahner Chaussee und Rhinstraße.

Der Magerviehhof Friedrichsfelde lag direkt an der Wriezener Bahn und der Industriebahn Tegel-Friedrichsfelde.
Der Magerviehhof Friedrichsfelde war von 1903 bis 1945 ein reines Handelszentrum (ohne Schlachthof) für Rinder, Pferde, Schweine, Schafe und Geflügel im Raum Berlin. Ab 1921 wurden Teile vom Areal zur Fremdnutzung vermietet, unter anderem an die Wehrmacht. Nach 1945 wurde der gesamte Magerviehhof von der Roten Armee beschlagnahmt. In den Folgejahren verblieb der südliche Teil beim Ministerium für Nationale Verteidigung und wurde 1994 der Oberfinanzdirektion zugeordnet. Seit 1996 liegt der südliche Teil vom Magerviehhof brach. Zwischenzeitlich waren auf dem Gelände etliche Autohändler ansässig. Zu DDR Zeiten wurden hier Häftlinge nach Kriegsende und nach dem Aufstand des 17. Juni 1953 durch die sowjetischen Besatzungstruppen in die Gulags abtransportiert. Zudem wurde er als Aufmarschplatz für die großen Militärparaden in Berlin genutzt. Eine Abteilung der Staatssicherheit soll es dort auch gegeben haben. Der nördliche Bereich blieb Gewerbegebiet. Viele Gebäude blieben erhalten und stehen seit 1995 unter Denkmalschutz.


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